#4 Periodenarmut

Tom (00:00)
Johanna, ich hab ne Signal-Nachricht von meinem Papa bekommen. Zum Podcast. Er hat geschrieben, guten Morgen, Tom, ich hab mir gerade die erste Folge von eurem Podcast angehört und bin

Johanna (00:01)
Mhm.

Mhm.

Tom (00:13)
Stunde später habe ich eine Nachricht von meiner Mama bekommen, dass sie das war. Ich war das. Ich habe Papas Handy genommen. Das ist so typisch. ich war wirklich, ich war eine Stunde lang, habe ich gedacht, wow, da wollte ich, wollte ich mal mit einsteigen, mit unserer, mit der Rückmeldung aus der Community.

Johanna (00:18)
Aber warte,

Aha?

Ach ja, stimmt.

Komm mal, die Community, wie letztes Mal angesprochen, bestehend aus meiner Oma, deinem Papa aka deine Mama. Super. Ja, schön.

Tom (00:47)
Ja,

gut, ne? Aber ich glaube, Papa gefällt es

Johanna (00:51)
Also mein Papa hat mir

das Feedback gegeben. Ich finde das alles richtig gut. Aber am Anfang, da redet ihr mir einfach zu viel. Da redet ihr einfach gar nicht übers Thema. Da wartet man einfach immer so lang. Also ihr seid ja witzig, aber da dauert das immer so lang.

Tom (01:08)
Ja, ich glaube, ganz ins Geheimnis hat mein Papa ungefähr genau die gleiche Meinung. Laber, laber, laber. Nee,

aber ich muss ja sagen, es sind ja langsam ein bisschen Hörerinnen am Start. Da freue ich mich wirklich doll drüber. Also es mehr nur unsere Eltern und Rosi, aber Grüße gehen raus Sondern wir haben da schon so ein

Johanna (01:23)
Ja.

Ja,

ich habe ja keinen Überblick dazu, weil ich muss ja auch sagen…

Ich mache ja diese Klicks und die Likes und so, wie du weißt, immer total du für die Zahlen verantwortlich und hast da den Überblick.

Tom (01:41)
Mhm.

Ja.

Aber es doch, da hat sich schon so ein kleiner Hörerinnenkreis

Johanna (01:53)
gut, wir waren im Radio. Wir waren bei Flux FM. Danke auf jeden Fall nochmal an Jola an dieser Ja, aufregend war

Tom (01:53)
Und wir waren im Radio.

Wir werden gleich auch noch mal, ich teaser das schon mal so bisschen an, damit die Leute gespannt sind und

Haben wir ja nicht nur im Radio stattgefunden, sondern wir haben schon so in seinem ersten, wie nenne ich das? Unsere erste Partnerin gefunden, wo wir so eine kleine Kooperation mitmachen. Unbezahlte Werbung allerdings. Aber da können wir gleich nochmal draufkommen.

Johanna (02:17)
Mit einem guten, guten Zweck

Tom (02:26)
ich hab noch was Tolles. Eine Kollegin von also die hat schon gesagt, dass sie den Podcast so toll findet. Und darüber habe ich mich natürlich sehr gefreut, aber es kam so nach jeder Folge und immer mal wieder. Und dann nach den letzten beiden Folgen, die ja die Endometriosen Folgen waren.

hat sie mir dann gesagt, dass sie das besonders gut findet und schön findet, dass sie ihren Freundinnen teilen kann, die vielleicht nicht so genau wissen, was Endometriose oder Adenomioose … war’s richtig? Ah! Ist dass sie sich jedes Mal erklären muss. Da hab ich gedacht, ach, guck wie schön, dass dieser Podcast jetzt auch bewirkt, dass eine Kollegin sich mir gegenüber irgendwie so ganz unverkrampft öffnen kann. Fand ich schön. War auch gar kein großes Ding, sondern …

Johanna (02:49)
Ja… Sehr gut, Tom. Ja.

Ja, und vor allem dann auch mit dem…

Tom (03:08)
Einfach so, ja.

Johanna (03:09)
mit dem Verweis vor allem auch, man sich dann ohne selber das alles zu erklären kann und dann ja auch einfach den Podcast weiterleiten und das erklären lassen, ist tatsächlich besonders nett. Genau, bitteschön. Service.

Tom (03:17)
Ja, dafür sind wir da. Schickt uns einfach rum, ihr wisst Bescheid, wie das funktioniert.

So, okay, so, also Papa von Johanna, beruhige dich, wir

Johanna (03:31)
Ja,

Gut, Tom, bevor der Papa ungeduldig wird, können wir jetzt ja mal zu unserem Thema kommen für diese Folge. Und heute geht es nämlich das Thema Periodenarmut. Und bevor ich hier jetzt gleich einsteige und mit Fachbegriffen mich werfe und alle abschrecke, erstmal die Frage an dich. Weißt du, was Periodenarmut ist?

Tom (03:35)
Mhm.

Mhm. Also, jetzt ja. Wär ich

natürlich lügen, wenn ich das nicht wüsste. wir uns so bisschen aufgeschrieben haben, wir machen wollen, du gesagt hast, über Periodenarmut sprechen wir dann auch, hab ich erst gedacht, das wär so was wie Blutarmut. Also, Periodenarmut ist, wenn man wenig Periode hat. Und damit lag ich falsch.

Johanna (04:14)
Ja,

Aber ja, kann man ja auch denken, ist bisschen irreführend, ne? Periodenarmut. Naja, aber nein, so ist es nicht.

Tom (04:23)
Nein,

Johanna (04:24)
du hast schon so eine kleine Idee, was Periodenarmut ist, wahrscheinlich, ne?

Tom (04:27)
Ja,

also es Weißt du was mit der Periode und mit der Armut zu tun? Das heißt, man hat wenig Geld, man hat für etwas nicht genügend Geld. dann halt bezogen auf die Periode, also vermutlich für Periodenartikel. Also, ich weiß es, denk ich. Ja.

Johanna (04:31)
Mhm.

Ja, du weißt es.

Genau, es sind einfach fehlende finanzielle Möglichkeiten, sich am Ende Menstruationsprodukte leisten zu können. was ich auch ganz interessant fand, ist, dass das ist natürlich so der Hauptpunkt, der unter diesem Begriff fällt. Aber was auch dazugehören kann, ist beispielsweise auch eine fehlende hygienische

Menstruationsartikel zu wechseln oder eben deiner Periode nachzugehen, wie auch immer. Und auch das ist dann eine Art der Periodenarmut, beziehungsweise ein Teil, auch dazu Aber da gehen wir nachher gleich noch mal drauf ein. Genau, also Menschen, die von Periodenarmut betroffen sind.

haben nicht genug Geld, sich die Artikel zu kaufen. So, gut. Genau. ja, am Ende kann das

Tom (05:28)
Ja, check, alles klar.

Johanna (05:35)
Einfluss haben auf die Gesundheit, die Psyche und tatsächlich auch auf die gesellschaftliche Teilhabe. Das heißt also vielleicht auch mal ganz wichtig zu merken, Periodenarmut betrifft also nicht nur den sozialen, sondern eben auch den gesundheitlichen und den Bildungsbereich. Und ja, wieso, weshalb, warum, das werden wir auf jeden Fall im Verlauf des Podcasts noch klären. es gibt noch ein paar tolle Statistiken, paar Zahlen dazu, die wir uns dann auch nochmal angucken.

Tom (05:56)
Ja.

Hm.

Johanna (06:04)
Genau.

Tom (06:05)
Alles klar.

Johanna (06:06)
Okay, gut, Tom. Dann haben wir uns eigentlich auch schon ein bisschen eingewuselt hier fürs Richtig oder Falsch, ich fast sagen. Und ich würde sagen, wir starten mal unsere kleine süße Kategorie und ich werfe dir mal die erste Aussage hin. Du entscheidest Richtig oder Falsch. Bereit?

Tom (06:12)
Ach ja.

Okay.

Ja.

Johanna (06:27)
Okay, also,

Periodenarmut betrifft 12 % aller menstruierenden Kinder und Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren in Deutschland.

Tom (06:38)
Okay. Okay, warte. Ich sage, es sind …

Also das stimmt nicht, sage ich schon mal, das möchte ich einloggen und ich würde noch einen draufsetzen, es sind mehr. Ich sag 12 hast du gesagt, ne? So 15%.

Johanna (06:53)
Mhm.

Mhm. Okay, dann kriegst auf jeden Fall einen Runde Applaus von uns, weil du richtig beantwortet hast, damit dass die Aussage falsch ist. Genau, deine Schätzung, dass es mehr sind, ist auch richtig, aber es sind tatsächlich mehr als 15 Prozent, es sind sogar mehr als 20 Prozent.

Tom (07:02)
Jaaa!

⁓ Hä?

Okay.

Johanna (07:20)
Es sind mehr als 25 Prozent. Es sind stolze 32 Prozent. Also 32 Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen 16 und 24 Jahren in Deutschland sind von Periodenarmut betroffen. Das ist eine Menge. Ja, ja. Und auch ganz spannend, darüber reden wir nachher auch noch mal bisschen detaillierter.

Tom (07:22)
Was?

Krass!

Weil das ist wirklich viel.

Johanna (07:44)
Über alle Altersgruppen hinweg sind sogar 23 Prozent der Menstruierenden von Periodenarmut betroffen. Ja. Genau.

Tom (07:52)
So gut ein Viertel. Krass. In Deutschland. Und …

Ja, nee, da wirst du ja noch drauf eingehen. Da bin ich … Das finde ich … Das schockt mich jetzt ein bisschen. Weil das bedeutet ja auch immer … Ich ich münze das sofort immer auf meinen Klassenraum um und denk so, oh krass. Da sitzen dann ein paar auf jeden Fall mit drin, die damit … zu tun haben einfach. Die da so einen Struggle haben. Hm. Okay.

Johanna (08:00)
Genug.

Ich auch.

Mhm.

Genau.

Ja.

Tom (08:22)
Trotzdem ein Punkt für mich, also ich mein … Nee,

Johanna (08:26)
mehr geht es schließlich nicht, Hauptsache Tom punktet.

Tom (08:28)
gar nicht. Gewinnen ist

Johanna (08:29)
Was vielleicht ganz cool zu erwähnen ist, ich habe heute bei dieser Folge ganz, ganz viel aus einer großartigen Studieumfrage, wie auch immer, von einer Seite, die wir euch auch in den Show Notes verlinken, nämlich von Plan International. Und die haben 2022 wirklich eine große Studie rausgebracht zum Thema Periodenarmut. Und die ist wirklich

super empfehlenswert. Wir fassen sie hier heute gut zusammen für euch. Wie gesagt, ganz viele Zahlen werdet ihr heute auch hören von uns.

Tom (08:58)
Mhm.

Ja, ja. Aber gut zusammengefasst, finde ich schön,

weil wir wollen mich nicht überfordern, hat man ja gemerkt. Zahlen … Mal gucken, was ich mir merken kann. Okay, los.

Johanna (09:08)
⁓ ich hab…

Ok,

bestimmten Punkt für dich. Ich glaube an dich. Also, wenn du bis jetzt gut zugehört hast, dann weißt du die Antwort. Also, Periodenarmut macht krank. Also im Sinne von lässt Krankheiten entstehen.

Tom (09:21)
nein!

Ja.

Johanna (09:32)
Genau, klar, ist völlig richtig. Hast du eine Idee wieso oder nicht?

Tom (09:41)
Ähm,

warte, was hast du schon gesagt? Also, sind erst mal relativ viele betroffen. hast auch gesagt, dass Periodenarmut nicht nur damit zu tun hat, dass man sich die Periodenartikel nicht leisten kann, sondern dass auch Hygienische … die Hygiene drunter leidet, dass man vielleicht nicht den Ort dafür hat. denk mal, sobald Hygiene leidet, das, öffnet das ja auch Raum für Krankheiten. So, das heißt, wenn man … weiß ich nicht, sich nicht …

Johanna (09:51)
Mhm.

Ja.

Ja, ja.

Ja.

Tom (10:10)
oder weiß ich nicht. Wenn einfach die Möglichkeit, sich zu waschen fehlt vielleicht oder wenn man nicht den richtigen Raum hat, Periodenartikel zu wechseln. Aber wenn man überhaupt keine Periodenartikel hat, vielleicht nimmt man was, was man nicht nehmen sollte. Okay.

Johanna (10:11)
Ja, es ist richtig. Du bist voll auf richtigen Weg.

Genau, sehr

auch in Deutschland wird aus verschiedenen Materialien, beispielsweise aus Stoffresten, zum Beispiel alte Socken sein, Menstruationsartikel hergestellt und am Ende

ist es natürlich alles schlecht für Das heißt also, das Infektionsrisiko steigt dadurch und du kannst halt einfach daran

Tom (10:51)
Ja.

Johanna (10:57)
was natürlich auch sein kann, ist, dass du deine Benz-Ratikel eben seltener wechselst, weniger zu verwenden, somit halt auch Geld zu sparen. Und genau, man sagt halt, dass man so ungefähr alle vier bis acht Stunden einen Tampon auch wechseln sollte. Das geht natürlich nur, wenn du halt schwache Blutungen

Bei einer starken Blutung, wie es eben häufig bei der Endometriose ist, wie wir ja schon gelernt haben, funktioniert das natürlich nicht. Da saugt sich das Ding voll und dann muss es gewechselt werden. ja, es ist natürlich auch sonst super wichtig, dass eben Periodenartikel rechtzeitig gewechselt werden.

Dann habe ich noch eine Zahl für dich. Und

Während eines Lebens gibt eine menstruierende Person etwa 1000 Euro nur für Menstruationsartikel aus.

Tom (11:43)
Okay, also dann müsste ich ja jetzt erstmal wissen, wie lange eine Person menstruiert. Da bin ich noch nicht ganz so gut, aber…

Johanna (11:50)

Kleiner Spoiler, wir schauen uns das tatsächlich nachher mit einer kleinen Rechnung auch im Detail an. Du darfst jetzt also auch daneben schießen.

Tom (12:01)
Danke, das beruhigt wirklich mein, ja, das beruhigt mein matte leerer Herz.

Ich hätte mir jetzt gerne so eine kleine, so einen Dreisatz hätte ich mir gerne aufgeschrieben. Egal. 1000 Euro, ich finde, es klingt nicht so viel für ein ganzes, nicht ein ganzes Leben, aber ein ganzes menstruierendes Leben. Deswegen würde ich sagen, es ist mehr.

Johanna (12:23)
Mhm. Mhm.

ist, also du lockst falsch ein.

Tom (12:32)
Ja.

Ich logge falsch ein. Soll ich eine Schätzung abgeben? Ach so, ich weiß dann noch gar nicht, ob es richtig oder falsch ist. Ist es? Sag mal. Also ich gewinne so sehr. Ja, also ich habe richtig gesagt, es ist falsch. Bin ja schon sehr, sehr selbstsicher.

Johanna (12:38)
Kannst du gerne machen.

Also, es ist falsch.

Tom (12:52)
Also, das ist FALT, das heißt, es ist mehr, vermute ich. Hast du ja auch noch nicht gesagt, aber ich vermute mal, dass es mehr ist.

Johanna (12:57)
Ja. Ja, ja.

Tom (13:00)
Also ich schätze mal, ich schätze, es ist mehr und also mehr als 1000 Euro. Ich sage einfach doppelt so viel 2000

Johanna (13:07)
Ja.

Sogar noch mehr.

Tom (13:11)
Hmm.

Johanna (13:12)
Also es sind ganze 3000 Euro und wie genau sich das zusammensetzt, berechnen wir nachher nochmal. Was man aber auch noch beachten sollte, das kann ich schon mal vorwegnehmen, dass das nicht die einzigen Kosten sind, sondern da sogar noch mehr dazu kommt. Beispielsweise wenn du eine starke Periode hast und Schmerzen hast am ersten Tag, dann ist es ja meistens so, dass du noch Schmerzmittel nimmst. Das heißt, da kommt noch was dazu. Oder du nimmst Verhütungsmittel, was ja leider auch oft immer noch an denen

Tom (13:16)
Boah.

Mhm.

Johanna (13:42)
hängt, die Gebärmutter haben. Und auch das rechnet sich da mit rein. Und so werden ganz schnell aus diesen 3000 Euro eben auch 7000 Euro. genau, selbst da ist noch lange nicht Schluss. Also selbst da kommen noch Sachen

Tom (13:57)
Ja, und jetzt mal, so aus der Bubble raus und überlegen, man hat halt vielleicht nicht so viel Geld im Monat zur Verfügung. Das ist halt richtig viel. Das muss man halt auch immer bedenken, finde ich. Jetzt wird irgendwer sagen, ist ja gar nicht so viel. Mein Gott. Auf die ganze Zeit berechnet. Ja, aber wenn du im Monat auch wirklich, was weiß ich, mit 1000 oder 1200 Euro im Monat nach Hause kommst, dann ist es halt viel. So. Leute.

Johanna (14:07)
Natürlich, ja.

Ja, auf jeden Fall.

Man sagt im Durchschnitt, da gibt es natürlich auch günstigere, aber auch eben teurere Varianten, kostet ein Tampon 15 Cent. Das klingt vielleicht erstmal noch nicht viel, aber wenn man sich das eben überlegt, dass du das ja auch mehrfach, je nachdem wie stark deine Periode am Tag ist, wechselst, dann hast du es ja nicht nur einen Tag, sondern im Durchschnitt sind es fünf Tage, dann hast du es ja nicht nur einmal im Jahr, sondern eben zwölfmal im Jahr und das summiert sich natürlich enorm.

Tom (14:31)
Mhm.

Johanna (14:52)
schon sagst, wenn du einfach nicht die Kohle zur Verfügung hast, dann ist das eine krasse Herausforderung und einfach ein Problem, was bei den mensualen Menschen abgeladen wird und die sich dann eben selber darum kümmern

Tom (15:00)
Ja.

Cool. Ja. Bin sehr zufrieden mit mir.

Johanna (15:09)
Dann schließen wir mal hier unsere Kategorie. Und ja, ich bin auch zufrieden mit dir. Guter

gut, wir haben irgendwie schon festgestellt, Periodenarmut ist ein Ding in Deutschland. Schauen wir uns das tatsächlich noch einmal gemeinsam ein bisschen genauer an und werden natürlich auch noch bisschen was zum Thema Schule sagen. Und ich habe aber gedacht…

Tom (15:32)
Ja.

Johanna (15:36)
Ich bringe dir erstmal so ein paar Fakten mit, die vielleicht so bisschen auf, ja, Periodenarmut so bisschen weltweit sich anschaut und ja, würde damit einfach mal starten. Rein ins Thema,

Tom (15:46)
Mhm. Mhm. Ja, rein ins Thema.

Johanna (15:51)
Also, ähm, genau, wie wir ja schon jetzt vorhin bisschen angedeutet haben.

Es ist so, dass Periodenarmut sich auf die Schulbildung auswirkt. Und auch da habe ich mich orientiert an der Plan International Studie der UK von 2017. Und da gab es ein paar interessante Fakten.

So, diese Periodenarmut hat natürlich auch großen Einfluss auf die Schulbildung.

Und zwar zeigte sich das in einer Zahl von 49 Prozent. 49 Prozent haben angegeben, dass sie bereits Schultage aufgrund von Periodenarmut verpasst haben. Das heißt also nicht mal jetzt aufgrund dessen, dass sie Schmerzen hatten, sondern wirklich, weil sie sich eben Menstruationsartikel nicht leisten konnten.

Tom (16:27)
Also… mhm.

⁓ okay.

Johanna (16:37)
So, genau, also das nochmal vielleicht zu erklären, ich kann ja nicht oder ich fühle mich ja nicht gut in die Schule zu gehen, wenn ich eben vielleicht eine Socke habe in meinem Schlüppi, der die Blutung aufhalten soll.

Tom (16:49)
Ja.

Johanna (16:50)
also ich hab dann einfach was selbstgebasteltes, selbsthergestelltes da unten drin und versuche das zu nutzen und das ist natürlich nicht sicher. Also du kannst nicht davon ausgehen, dass deine Socken da das ausreichend aufsaugen. Und was machst du dann am Ende, bevor du eben zur Figur wirst, über die sich alle lustig machen? Kommst natürlich einfach nicht in die Schule dann.

Tom (17:03)
Ja.

Ja,

eben. Gerade im Kontext Schule. Also ich meine, nie im Leben das zu riskieren, vor allem in dem Alter, dass man die Person ist, die da irgendwie … Gott, weiß ich nicht, wo die Socke rausfällt oder was. Das ist wahrscheinlich auch wahnsinnig unbequem. Also wer will … wenn eine Socke im Schlüffer

Johanna (17:18)
Ja, ja.

Ja.

Ja, ja, stimmt. Das kommt auch noch dazu. Ja,

Genau, aber das war jetzt die UK. Es gibt natürlich Länder, es viel dramatischer ist. Beispielsweise Uganda. Da fehlen die Kinder teilweise ein bis drei Tage im Monat in der Schule. Und das, obwohl halt sowieso schon nur 57 Prozent der Mädchen in abschließt. Das heißt, wenn man jetzt gegen diese Periodenarmut vorgehen würde, dann hätten wir eine Möglichkeit, dass auch

Tom (17:39)
Mhm.

Mhm.

Johanna (18:00)
Mädchen eben einen Schulabschluss machen, weil Periodenarmut ist ein Grund dafür, dass Mädchen ihre Schule nicht abschließen. So und das ist was, was man stoppen könnte.

Genau, in der Studie steht nämlich, dass ein Paket Winden in Uganda im Schnitt so ungefähr zwei US-Dollar kostet. Und das ist einfach mehr als ein Drittel der Menschen dort überhaupt am Tag verdienen.

wir merken, eben Instruationsartikel da zu einem Luxusgut werden und das kann natürlich auf keinen Fall sein. Und wie wir jetzt schon gehört

Auch hier wieder, passiert also? Menstruationsartikel werden selbst hergestellt. aus Stoffresten, Socken, Toilettenpapier, Bananenblättern, teilweise auch aus Plastiktüten. Das ist alles nicht hygienisch und lässt am Ende das Infektionsrisiko steigen. Ja und das Ganze wird natürlich noch verstärkt dadurch, dass es keinen Zugang oder schlechten Zugang sauberem Wasser besteht. Wie ich vorhin auch schon meinte, gibt es halt in den Schulen dann auch oft keine Sanitäts-

Tom (18:56)
Mhm.

Johanna (18:59)
Anlagen. Also es sind so viele Faktoren, die da eben reinspielen, deshalb Periode da einfach ein großes Hindernis ist, am schulischen Alltag teilzunehmen. Deswegen wiederhole ich noch mal meine Aussage von ganz am Anfang, dass Periodenarmut sich eben nicht darauf bezieht, sich mal eben nur keine Periodenartikel leisten zu können, sondern dass es wirklich ein Teil von gesellschaftlicher Teilhabe ist, der da flöten

Tom (19:08)
Mhm.

Mhm.

Johanna (19:22)
Ein Land mit vielen Menschen, was ich hier nochmal anbringen kann, ist Indien. Das finde ich nämlich auch super erschreckend. Indien ist die Menstruation super krass schambehaftet und gilt als unrein. Das liebe ich ja sowieso schon

Tom (19:35)
Hmm… mhm.

Johanna (19:37)
da gibt es einfach eine marke von binden und die heißt übersetzt flüstern also schön leise und unauffällig so dass es natürlich bloß nicht auffällt und hier hast du nicht nur das problem dass die

Tom (19:43)
ja.

Johanna (19:51)
Menschen sich das teilweise eben nicht leisten können, sondern es kommt auch dazu,

dass es Menschen extrem peinlich ist, diese Flüsterbinden zu kaufen, weil das so schambehaftet ist, dass sie, selbst wenn sie sich das leisten können, trotzdem lieber auf selbst gebastelte Materialien sozusagen zurückgreifen, weil das ihnen eben erspart, der Öffentlichkeit an der Kasse mitbinden zu stehen. Und das finde ich auch krass, genau. Und ganze 70 Prozent aller Erkrankungen des Unterleibs sind zurückzuführen auf schlechte Menstruationshygiene.

Tom (20:01)
Mhm.

Wow.

Ja.

Johanna (20:25)
Das heißt, Zahlen, beispielsweise die Gebärmutterhalserkrankungen, sind doppelt so hohe Ritminieren wie im weltweiten Schnitt.

So viel zu Indien und Uganda, was vielleicht nochmal ganz gut ist festzuhalten, bevor wir jetzt gleich zurück nach Europa gehen und nochmal einen kurzen Schwenk nach Australien machen. Wir wollten jetzt hier natürlich nicht an dieser Stelle nach unten treten und sagen, die armen Länder, das ist ja noch schlimmer als bei uns, die kriegen das nicht hin, Ich wollte einfach wirklich nochmal diese Fakten aus dieser Studie da rausnehmen und sagen,

Tom (20:53)
Hm, die kriegen das nicht hin. Ja.

Mhm.

Johanna (21:03)
was für krasse Folgen das für euch hat. dass eben, wenn wir jetzt daran denken, dass die Welt sich verbessern muss, dass es sich auch an dieser Stelle verbessern muss und dass natürlich Probleme wie Hunger und Durst natürlich auf dieser Welt sind und gelöst werden müssen und wahrscheinlich auch dringender zu lösen als die Periodenarmut. Aber trotzdem finde ich, dass man einfach auch das als aktuelles mitdenken muss.

Tom (21:21)
Mhm.

Ja, weil

ich glaube, das fällt ja wahrscheinlich sehr schnell unter den Tisch. mir ist es nicht wahnsinnig bewusst. Also auch vor allem jetzt in diesem ganzheitlichen Blick auf Länder, in denen es vielleicht noch mal bisschen drastischer wirkt. Weiß ich ja nicht, was du gleich noch mir beibringen wirst, was du mir gleich noch erzählst. ja, finde ich gut, dass wir mal einmal so ein

ein bisschen ausholen. wie es in anderen Ländern aussieht.

Johanna (22:00)
Genau, also es ist so ein harter

Also, ich habe hier auch noch gute Nachrichten stehen. zwar reisen wir jetzt einmal nach Schottland. Und Schottland ist tatsächlich das erste Land der Welt, was Menstruationsprodukte in öffentlichen Gebäuden, wie beispielsweise Schulen oder auch Universitäten zur Verfügung stellt. Und auch, ich meinte ja schon Australien, Neuseeland hat nämlich auch schon

Tom (22:07)
Mhm.

Mhm.

Johanna (22:27)
Dieses gleiche Projekt jetzt durchgeführt und an allen öffentlichen Toiletten gibt es jetzt kostenlose Periodenartikel. Wer zufällig gerade durch Neuseeland reist oder durch Schottland, wir freuen uns über eine Bestätigung dieser Aussage. Ich habe es jetzt nur in verschiedenen Nachrichten gelesen, aber wenn ihr Fotos habt, schickt uns doch gerne welche. freuen

Tom (22:38)
Ja.

Da bin ich mal

Johanna (22:47)
Okay, und auch in Deutschland tut sich so ein bisschen was. da, Tom, steigen wir doch jetzt mal direkt ein in unsere Stadt.

Tom (22:56)
Ja.

Johanna (22:57)
Ich erzähl‘ erst mal die gute Nachricht daran, sorry, ich muss nur lachen, weil ich dir gleich paar schöne Sachen vorlese. In Berlin gibt es ein

Tom (23:01)
Mhm. Mhm.

Johanna (23:07)
In fünf öffentlichen Toiletten Berlins gibt es nämlich seit Anfang des Jahres im Rahmen eines Versuchs kostenlose Periodenprodukte. Beispielsweise… Jaja! Das reicht!

Tom (23:14)
in fünf. Das finde ich ja auch schon ein bisschen lächerlich, aber okay. Aber du, bräuchte

mal kurz Perion, Attic, ich fahr mal eben zum Alex, ja? So irgendwie aus Charlottenburg oder was?

Johanna (23:28)
Charlottenburg hat was eigenes, da gibt es in der Gedächtniskirche und am Kuhdamba, das kein Problem. Auch Rotes Tathaus eingesteckt. Spandau ist auch eingedeckt. genau, also so Bezirke wie Marzahn. Alles, ich glaube so, was weiter im Osten ist, nö, gibt es nicht.

Tom (23:30)
⁓ na dann Glück gehabt. Aber dann dem Wedding wahrscheinlich muss man irgendwie, obwohl es gar nicht so weicht.

Johanna (23:46)
Genau, also du fährst jetzt bitte erstmal ein bisschen durch Berlin, machst eine kleine Reise, damit du dir ein paar Tampons holst. Ich hatte übrigens bei Instagram beim RBB genau diesen Post mir angeguckt und habe schon gedacht…

Tom (23:59)
Mhm.

⁓ nein. Da wird’s Kommentare geben.

Johanna (24:03)
Ich hab schon gedacht, na was die Leute da wohl schreiben.

Und da hab ich dir mal ein Highlights mitgebracht. Ich find’s wirklich…

Tom (24:12)
Ich freue mich. ehrlich zu sein, habe schon

gedacht, krass, Schottland, Neuseeland, wenn die das einfach so frei verteilen, da wird bestimmt irgendein Günther eine Meinung zu haben.

Johanna (24:19)
Mhm.

Jaja, viele Günters haben hier eine Meinung zu. Also… Pass auf. Zitat Nummer 1. Ich lasse jetzt mal den Namen weg der Leute. Manche machen das ja dann. Die zitieren dann nochmal den Namen von Instagram. Das machen wir nicht, ich hab da Angst vor.

Tom (24:27)
Mmh, toll, und Hans-Peter ist bestimmt auch dabei. Okay.

Nein, nein, nein, sind hier noch sind wir nett zu euch.

Bis ihr eure ersten Hate Kommentare unter uns, unsere Sachen setzt. geht’s los.

Johanna (24:51)
Mit Bild und Also, pass auf.

Tom (24:52)
Mit auf jeden warne euch, wir haben schon eine Jetzt, ich hab Angst. Ich hab Angst, Johanne. Ja, okay, komm.

Johanna (25:00)
Also man muss sich vorstellen,

Tom (25:00)
Was schreiben Sie?

Johanna (25:01)
der LBB zeigt uns da so ein Bild und sagt, hey, auf den ersten fünf Toiletten gibt es jetzt kostenfreie Perionenartikel und toll. Und mir ist auch bewusst, wir haben ja jetzt gerade selber beide gemerkt, es ist natürlich albern, dass es einfach nur auf fünf Toiletten ist, aber es ist ein erster Schritt. So, das halten wir mal fest. So, ist albern viel zu wenig, aber es ist ein erster Schritt. So.

Tom (25:10)
Mhm.

Ja, ja, ja, genau, auf jeden Fall. Also es ist erst mal… Es

ist erst mal eine gute Sache. So, ja, richtig. Man soll nicht immer sofort meckern. Obwohl wir in Berlin sind. Aber wir kommen jetzt zum…

Johanna (25:30)
Genau. Genau. Ja, dazu… Warte, was… Da fang ich doch mal mit dem Zitat an. Eine Person

schreibt Weil wir hier von Berlin reden, geh ich mal davon aus, dass die Periodenprodukte in den Männer-WCs liegen, wa? Das find ich gut. Das find ich schon mal super. Na ja, weil das ja hier alles so vogue ist, weißt du? Also… Ist ja hier alles so bisschen…

Tom (25:47)
Hm? Versteh ich gar nicht. Warum?

Johanna (25:57)
Genau, gleich da unter befand sich der Kommentar. wann bekommen wir Männer endlich gratis Einweger, Sarah? Abends ⁓ 5 habe ich auch unfreiwillig Stoppeln im Gesicht.

Tom (26:10)
Ja mein

Lieber, weißt du, das, ja, ich krieg jetzt schon richtig wütend. Ja, das vergleich mal gerne mit der Periode. möchte, ich wirklich, ich möchte mal einen Mann sehen und ich bleib jetzt mal kurz darin, weil das solche, das sind einfach Zis-Männer, tut mir leid. ähm, wenn die das hätten, wenn die bluten würden einmal im Monat.

Johanna (26:12)
W-w-w-w-w-

Ja, ich denke auch.

Passend dazu auf jeden Fall auch das hier, finde ich auch. Mutig zeitgemäß. Frauen sind zwar klug, stark empowernd, the future, aber dennoch nicht in der Lage, sich ein bis zwei Notfallstöpsel in die Handtasche zu tun oder sie in den Tiefen der Tasche wiederzufinden.

Tom (26:49)
Ja, same on

you!

Johanna (26:53)
Ich find das auch so eklig. Da krieg ich auch nur ne Wut. Nur ne Wut krieg ich da.

Tom (26:55)
Das ist auch so…

Nee. Ich weiß auch überhaupt nicht, wo ich anfangen soll. ist so, ja, voller Bandbreite nichts kapiert, Also wirklich überhaupt gar nicht. Aber ich mein, die Leute wollen es auch nicht. Der will das ja nicht

man kann’s ja auch einfach mal andersrum sehen. Du musst ja auch nicht dein Klopapier vorher kaufen, wenn du mal kacken gehst.

Johanna (27:13)
Na klar.

Ja,

dann auch ewige Debatte natürlich, finde ich das auch

sind nicht kostenlos, bezahlter Steuerzahler. Das finde ich auch gut. Übrigens, dein Klopapier und deine Seife auch, wollte ich noch mal

Tom (27:31)
Mhm, mhm.

Schön.

Johanna (27:34)
naja,

da musste ich gestern auch tief durchatmen, aber ich dachte, ja, also das ist so die Reaktion auf kostenfreie Periodenartikel in In fünf Toiletten, ja.

Tom (27:42)
In, noch mal kurz, Ja, genau. Und fünf, ja?

Also, es ist ein Pilotprojekt. Hier wurde neu … Also, mein, wenn es dann Richtung … Weiß ich nicht. Kann es da für ein Gesetz geben? Keine Ahnung. Aber wenn es mal in die Richtung geht, was ist denn dann los? Alter.

Johanna (28:00)
Es ist vor allem,

also weißt du auch das mit dem Diebstahl? Das würde ich auch gerne noch mal kurz auffangen, weil die Diskussion habe ich tatsächlich als

Also ich hole mal aus, ich bin ja auch in einem Kollektiv aktiv, was sich eben auch unter anderem dafür einsetzt, dass es eben kostenfreie Periodenartikel auch an öffentlichen Orten wie Clubs gibt. So gerade Clubs sind ja auch, nennt sich ja auch oft progressiv und wollen da irgendwie eine Gleichberechtigung schaffen und Flinter, Safer Spaces und so weiter und so fort kriegen es dann aber am Ende auch nicht in der Tampons und Binden hinzulegen. Und wir versuchen da nett ins Gespräch zu kommen und haben auch schon den ein oder anderen Club positiv erreicht.

Tom (28:13)
Mhm.

Mhm.

Johanna (28:41)
und die waren super dankbar, dass wir da irgendwie mal die Augen geöffnet haben und so weiter und so fort. Andere haben mir einfach nur zurückgemeldet, ja also Tampons binden gibt es bei uns, da muss man dann einfach mal bei der Awareness Person fragen, die hat dann welche dabei. So, dann denke ich mir, okay, ist nett, dass ihr das habt, aber erstens, ich sitze jetzt auf dem Klo, ich merke jetzt, dass ich auslaufe, ich brauche jetzt einen Tampon und ich laufe nicht mit diesem vollgebluteten Schlüppi jetzt nochmal durch den Club und suche eine Awareness Person, die wahrscheinlich auch gerade besser ist.

Tom (29:01)
Ja.

Johanna (29:11)
zu tun hat, als mir einen scheiß Tampon zu geben. Und dann warte mal davon ab.

Tom (29:12)
Ja.

Ja.

Johanna (29:16)
war halt deren Hauptargument einfach, ja die Leute klauen ja einfach nur die Tampons. also A, ich kann mir das nicht vorstellen, weil wir haben selber bei unseren Veranstaltungen kostenfreie Periodenartikel auslegen. Wir haben ein ganzes Festival damit ausgestattet und da war das nicht so. Also die Leute haben genommen, was sie brauchten und ich finde, selbst wenn es so ist, dass wenn Leute Periodenartikel mitnehmen, dann lasst uns das doch bitte als Zeichen wahrnehmen und verstehen.

Tom (29:33)
Mhm.

Ja.

Ja.

Johanna (29:46)
was für ein Bedürfnis dahinter steckt. Du klaust dir das doch nicht, weil du dir deine Wohnung oder den Tannbaum damit dekorieren willst. Du machst das, weil du das brauchst. Die Zahlen vom Anfang spielen ja auch genau das wieder. Es ist einfach ein Riesenteil der Bevölkerung, auch bei uns in Deutschland, der sich nicht leisten kann, Periodenartikel zu kaufen. Und dann komme ich halt dazu und nehme mir halt was mit. Na klar, aber das muss ich doch richtig interpretieren und daraus muss ich doch richtig handeln.

Tom (29:50)
Ja.

Ja.

Ja, ja, ja, eben, genau.

Ahem.

Ja.

Johanna (30:16)
Ja.

Tom (30:17)
Ja. Voll. Und ja, nee, ich brauch gar nichts hinzuzufügen. Genauso. Also, wenn jemand was mitnimmt, dann wird es seinen Grund haben.

Johanna (30:23)
So.

Ja, voll.

Tom (30:31)
Und selbst, sagen wir mal, worst-case scenario, ist wirklich jemand so gesagt, geil, brauch ich am Wochenende, oder brauch ich mir, keine Ahnung, muss ich Montag nicht einkaufen gehen, nehm ich mir mal welche mit. Ja, aber wie viele Leute machen das denn dann, auf die Masse gerechnet?

Johanna (30:50)
ich finde das auch schön.

Tom (30:50)
Und es sind dann sehr wahrscheinlich, ich würde auch

darauf wetten, es dann gerade die Personen sind, die sich das eigentlich leisten könnten. Die nehmen eine Hand voll mit. So. Das ist … Das sind Das ist ein Fakt.

Johanna (30:59)
Ja.

Du meinst, ach so, meinst, nee, warte mal, ist, weil wir ja in Berlin sind und das ja auf den Männertoiletten liegt. Du meinst, das sind die reichen, weißen Männer, die sich die Tampons mitnehmen. Einfach, einfach aus dem Grund, das ist ja mein Steuergeld. So, wenn ich hier keine Einwegrasierer bekomme, dann nehme ich die Tampons mit. Dann ist das meine Weihnachtsdeko. So. Ja. ⁓ Gott.

Tom (31:08)
ja, du dubst ja. Ja, ja.

Ja genau, die holen sich das zurück.

So wird’s sein.

haben den Staat ein Schnippchen geschlagen. schön.

Kommentare im Internet,

Johanna (31:35)
Okay, pass

gesehen von diesen Negativkommentanten, natürlich standen da auch irgendwie nette Sachen und Leute, die das irgendwie gefeiert haben und ich habe die jetzt wie gesagt nur einfach nicht so im Fokus gehabt, ich natürlich, es war, sind mir die ganzen anderen Sachen ins Gesicht gesprungen und natürlich ist es aber eine sehr sehr willkommen gesehene Sache und natürlich

Tom (31:51)
Hehehe. Hehehe.

Johanna (32:02)
ist es auch der Wunsch von vielen, dass es eben auch auf mehr als nur fünf Toiletten diese kostenfreien Pärionenartikel gibt. Und ich dachte vielleicht, im Zuge dessen können wir ja nochmal unsere kleine Rechnung machen, warum das überhaupt Sinn macht. Also abgesehen einfach, stopp, zweierlei. Also einerseits ist es ja total schön, dass wir diese Pärionenartikel haben, weil es eben in Schrittrichtung Gleichberechtigung ist und

Einfach, wie Toilettenpapier oder Seife dazugehören sollte oder Einwegrasierer für Männer, weil abends 5 die ersten Stoppeln wieder wachsen. Abgesehen davon ist es natürlich auch eine super Sache, die eben gegen Periodenarmut hilft.

Tom (32:38)
Hehehehehe

Johanna (32:48)
Und ich dachte, dafür gehen wir einfach noch mal schnell eine kleine Rechnung durch. Ich habe mich da jetzt orientiert an der Erdspelwoche.de Die haben auch immer ganz, ganz tolle, schöne Sachen zum Thema Periode. Und unter anderem haben die einmal durchgerechnet, wie das funktioniert, viel Geld man ausgibt. Wir haben es ja jetzt schon grob bei richtig oder falsch gehört, aber ich dachte, detailliert durchgehen und das bisschen nachvollziehen ist vielleicht ein bisschen einfacher.

Tom (32:56)
Mhm.

Mhm.

Mhm.

Johanna (33:15)
Tom, du darfst dir mal einen Namen überlegen für unsere fiktive Person, die jetzt zwölf ist und die hat jetzt ihre Periode bekommen.

Tom (33:19)
Ja.

Die nennen

Ronja.

Johanna (33:37)
und diese ist jeweils fünf Tage lang. So, tagsüber benutzt Ronja Tampons nachts eine Binde und bei schwächeren Tagen Slip-Einlagen. Am ersten Tag hat Ronja Krämpfe, sodass sie Schmerzmittel einnimmt.

Tom (33:53)
Hm?

Johanna (33:53)
Und

während der, ja, also diese Person hat ja jetzt eine fruchtbare Zeit, in der es eben auch im Zyklus dazu kommt, dass sie menstruiert. In dieser Zeit nimmt Ronja so wie 50 Prozent übrigens der Frauen in Deutschland und Österreich

Klammer auf, in dieser Studie wieder nur Frauen und Männer betrachtet, nichts dazwischen und außerhalb, jedenfalls Ronja gehört dazu und nimmt eben auch die Pille ein und verhütet damit. So, und zwar einfach 20 Jahre ihres das sind erst mal so die harten Fakten. Jetzt wird hier gerechnet.

Tom (34:31)
Mhm.

Johanna (34:31)
Ich hab die Rechnung jetzt hier stehen, kannst vorlesen. Und was für ein Abfuck. Ich hasse das, wenn ich selber früher im Unterricht saß und jemand hat so eine Rechnung gestellt. Am besten so eine Sacheaufgabe. Ich hab nur Fragezeichen im Kopf gehabt. Aber gut.

Tom (34:35)
Ich muss mitschreiben.

Soll ich das jetzt gleich

ausrechnen? ⁓ okay. Okay.

Johanna (34:47)
Nein, auf gar keinen Fall, ich erzähle dir das alles. Nein, nein, nein. Also für

Leute, die jetzt auch keinen Bock haben, das alles zu hören, ihr könnt auch kurz skippen. Am Ende kommen wir bei diesen 7000 Euro raus, aber es ist vielleicht auch nett, das jetzt nochmal zu hören. Also.

Tom (34:56)
Nein.

ganz

ehrlich zu sein, finde ich aber wirklich, also vor allem jetzt vielleicht auch Personen, die nicht so ganz eine Ahnung haben, weil ich Dumpfbacker habe ja auch gedacht, okay, wieso gibt man so viel Geld aus? Es sind ja nur Tampons und vielleicht mal eine Binde, je nachdem, was man möchte. Ich denke auch, das ist eine Wahl, man hat. Das ist eine Geschmackssache. Aber was alles jetzt noch dazu gehört, ich ja schon wieder gar nicht.

nachgedacht. Okay.

Johanna (35:33)
Ja, also ich

mein, du hast ja recht, für viele ist es ja auch einfach eine Geschmackssachenentscheidung. Andere müssen es halt irgendwie aufgrund

Nehmen die halt keine Tampons, weil es ihnen vielleicht weh tut oder nehmen keine Binden, weil es vielleicht unangenehm ist, wenn die Maltesportion einfach rausfließt. es gibt eine Million Gründe, warum, weshalb, tut das oder dieses Produkt nimmst oder gar nichts davon. Weil ja auch, das ist auch nochmal so Thema für sich, in Tampons auch und Chemikalien drin sein können, die auch nicht gut sind und ja durch die Schleimhäute direkt aufgenommen werden. Aber ja.

Tom (35:45)
Mhm.

Mhm. Okay.

Mhm.

Johanna (36:10)
Das lassen wir jetzt mal raus, da können wir nochmal drüber reden an anderer Stelle, wie toll manche Tampons sind. Und dass man dann möglicherweise ein toxisches Schock-Syndrom bekommt, weil die Giftstoffe gekickt haben.

Tom (36:13)
Ja.

Was? Hör auf. Was? Und das hat bestimmt auch

wieder was damit zu tun, wie teuer die dann sind. Kann man sich die Bio Sachen kaufen oder nicht?

Johanna (36:30)
okay.

Also Ronja benutzt eine Slip-Einlage pro Tag. Das heißt also ungefähr 6 Cent mal 5 Tage mal 12 Monate im Jahr mal 40 Jahre sind ungefähr 144 Euro. Dann nutzt Ronja eine Binde pro Tag. Eine Binde ungefähr 20 Cent mal 5 Tage mal 12 Monate mal 40 Jahre sind ungefähr 480 Euro.

Tom (36:44)
Mhm.

Johanna (36:56)
Dann hatten wir gesagt, Ronja am ersten und zweiten Periodentag. Das heißt also zwei Schmerztabletten pro Monat ungefähr. Macht 70 Cent, zwölf Monate, mal 40 Jahre, sind schlappe 672 Euro. Dann kommen eben die vier Tampons pro Tag dazu. Hier in der Beispielrechnung wurde jetzt mit 20 Cent gerechnet. Sind es vielleicht Biotampons?

Tom (37:12)
Ja.

Johanna (37:20)
Mal fünf Tage, mal zwölf Monate, mal 40 Jahre 1920 Euro. Wenn wir jetzt diese Pille noch dazu nehmen, also 15 Euro für die Pille, mal zwölf Monate, mal 20 Jahre sind dann mal eben 3600 Euro. So…

Das heißt also, die Person wird in ihrem Leben, also sage und schreibe, ungefähr 7000 Euro für Menstruation und Verhütung

in Wahrheit ist die Zahl einfach noch höher, denn beispielsweise gibt es Personen, die halt noch Slip-Einlagen auch außerhalb der Periode benutzen. Oder auch, ganz wichtig und super oft vergessen, es gibt für das Wochenbett natürlich auch noch mal extra Einlagen. Das heißt also, wenn du gerade ein Kind auf die Welt gebracht hast, brauchst du spezielle Wochenbett-Einlagen.

Tom (38:04)
Mhm.

Johanna (38:05)
Und und und.

Also es kommt super viel noch Ganz spannend, abgesehen von der Erdbeerwoche, ich habe es noch von der Huffington Post in ihrer Kalkulation zum Thema Verhütungsmittel, Hautpflege und Unterwäsche, also diese Sachen wurden damit reinberechnet, zum Thema Period over lifetime und die kamen, so ein Ergebnis, von 18.000 Dollar.

So,

genau, eine gute Nachricht vielleicht an der Stelle jetzt noch. Es hilft nicht wirklich viel, aber es hilft etwas. Immerhin ist es so, dass seit 2020 bei uns in Deutschland die Perionenprodukte

nicht mehr mit den 19 Prozent besteuert sind, sondern eben das als Ware des täglichen Gebrauchs zählt und jetzt nur noch mit 7 Prozent. Also seit sechs Jahren ist es besser. Genau. Aber… Ja. Ja.

Tom (38:53)
Ja, seit 2020 erst. Also, das ist doch ein Scherz. Das gut, das hab

ich natürlich mitbekommen. So was bekommen wir dann wieder mit, weil das wird ja dann auch diskutiert, wo ich denke, warum wird denn so was noch diskutiert? Warum ist uns das nicht peinlich, dass es so war? Ja, ja, ja, ja.

Johanna (39:11)
Ja, ja, es musste eigentlich schnell heimlich abgeschafft werden, genau das ist überhaupt zu wahr.

Tom (39:18)
So, oh, hups, sind

ja, wir sind ja doof gewesen bis 2020. Ändern wir das mal. Aber ja, krass. Krass, also eigentlich ist es ja ein Luxus, ne? Das habe ich glaube ich schon mal. Irgendwann ist ja ein Luxus, den ihr euch gönnt. Muss mal wissen, wenn ihr das so machen wollt, ist Lifestyle. Nein, natürlich nicht. Beruhigt euch.

Johanna (39:31)
Ja genau.

Tom (39:41)
Aber es ist ja einfach eine Grundsätzlichkeit, oder? Also, es geht ja jetzt gar nicht darum, dass man sich diese 7.000 Euro zurückholen will, sondern dass es einfach eine unfaire Geschichte ist.

Johanna (39:44)
Ja, finde ich auch.

Ja genau, die hast du halt als nicht menschfreier Mensch nicht.

Tom (39:53)
Ja, eben,

genau. Also ich muss mir, ich muss mir da überhaupt gar keine Sorgen drum machen oder Gebetanken drum machen.

Und ich komm über diesen Rasierer nicht hinweg, diesen Vergleich. Frauen rasieren sich auch, die geben das auch aus. Jürgen.

Johanna (40:04)
Auf

einem kosten doch die Pinkenrasierer auch nochmal mehr als die in anderen

Tom (40:07)
Ja, natürlich, das kommt ja noch dazu. Ja, und dann, wenn ich mir dann vorstelle, du bist,

weiß ich nicht, 14, 15, 16…

Und dann musst du dein Taschengeld, ich habe mein Taschengeld für allen Scheiß ausgegeben, aber dann musst du einen Teil deines, gut, vielleicht geben deine Eltern dir auch das. Aber sagen wir mal, die Eltern haben nicht so viel Geld oder du bist irgendwo unterwegs oder so und denkst, kack, jetzt …

Johanna (40:29)
Ja, aber vielleicht doch nicht. Oder du hast ein schlechtes

Verhältnis zu deinen Eltern. Also, es gibt alles.

Tom (40:36)
Hm. Und dann musst

du Geld dafür ausgeben.

Johanna (40:40)
alternativ, du bleibst halt einfach dann zu Hause.

Tom (40:43)
Ja.

Johanna (40:44)
weil du ganz klar keine Menstruationsartikel leisten. Da sind wir wieder an dem Punkt, was wir vorhin schon hatten. dann ist Schule wieder kein inklusiver Ort. Das heißt, Menschen, die menstruieren und sich keine Periodenartikel leisten können, können, es könnte sein, dass die einfach der Schule wegbleiben. Was das natürlich dann für Wissenslücken hinterlässt und das wiederum vielleicht für schlechtere sorgt und dann wiederum einen schlechteren Abschluss macht, das ist einfach,

Tom (40:53)
Mhm.

Johanna (41:13)
Bildungsungerechtigkeit. Das muss man sich immer wieder sagen. klar haben wir das in Ländern, wie wir jetzt vorhin schon gesagt haben, in Indien und Uganda, aber wir haben das auch in abgeschwächter Form hier.

Tom (41:28)
Mhm.

Johanna (41:28)
Es ist einfach, also weißt du, bei uns auf dem Schulhof ist es auch so. Wir haben das auch. Wir haben auch Periodenarmut da rumlaufen. Wir sehen es nicht, vielleicht fehlen die Kinder dann einfach immer. Und ja, also es ist…

Tom (41:33)
Ja.

Mhm. Und das Bewusstsein

dafür fehlt auch komplett, ich jetzt sagen. ganz ehrlich, auf meiner Seite auf jeden Fall. Also, ich mein, jetzt geht die Grundschule in Berlin halt für alle, uns nicht in Berlin hören, sondern zum Beispiel in der Schweiz auch. Hallo, Leute in der Schweiz. Ist tatsächlich so. So, warte zurück, konzentrier, Tom. Da geht die Grundschule ja noch bis zur fünften und sechsten Klasse.

Johanna (41:43)
Ja.

Ja.

Tom (42:05)
Und das heißt, ich muss mir einfach auch vielleicht noch mehr als jetzt Grundschullehrkräfte, wo die Klasse nur bis zur vierten Klasse geht, obwohl auch die müssen sich eigentlich einen Kopf machen.

Johanna (42:17)
beziehungsweise ist es ja auch einfach so, dass die Periode immer früher kommt, die Menarche, erste Periode. Und das ist einfach ein Thema, was sich auch in die Grundschulen, auch in die vierten Klassen verlagert. Also du kannst das auch mit neun Jahren haben, mit zehn Jahren. Also es muss nicht immer mit zwölf und dreizehn erst kommen. Es auch Kinder, die haben da das große Los und kriegen ihre Periode mit acht. Natürlich sind es Ausnahmen, aber es ist einfach, das passiert.

Tom (42:23)
Ja.

Mhm.

Wow, krass, ja.

Johanna (42:47)
Und du bist ja noch ein richtiges Kind in dem Alter. Wie überrascht bist du denn bitte, wenn du auf einmal unten rumblutest? Also du denkst ja, du stirbst wahrscheinlich. So, wenn da …

Tom (42:55)
Ja.

Ja, ja. Ja, ja, genau. Und

dann sollst du noch organisieren, du ständig irgendwie Periodenartikel dabei hast.

Johanna (43:05)
Ja.

Beziehungsweise musst du ja auch erstmal wissen, dass es wie gesagt deine Periode ist und was du dann machen musst. Und ich kann mir schon vorstellen, wenn du jetzt in der Schule, in jeder Schultoilette hast du immer die Tampon oder Binden vor allem Spender, die dann dir auch zeigen mit einem Bild wofür das da ist. Du schaffst ja eine Sensibilität und du guckst ja auch als sechs, sieben oder achtjähriges Kind darauf und denkst dir vielleicht ein Teil so von wegen, okay das scheint wohl dafür irgendwie zu sein. Und dann ist es natürlich trotzdem noch Aufgabe der Lehrkräfte

Tom (43:09)
Hm, ja.

Aha! Ja.

Ja.

Mhm.

Johanna (43:35)
oder von anderen Menschen, an der Schule arbeiten, die da weiter sensibilisieren und vertiefen und halt nicht erst in Klasse 4 oder 6 die Aufklärung machen zum Thema Periode, sondern das muss irgendwie frühzeitig anfangen.

Tom (43:39)
Mhm.

Mhm.

ich weiß, dass bei dir in der Schule, dass zum Beispiel du … Ihr habt da was, ne? Wie hast du das gemacht?

Johanna (43:50)
Also, zum einen hatte erst unsere Sozialarbeiterin tatsächlich mal so bisschen Vorarbeit geleistet und hatte da schon so ein paar Binden mal organisiert gehabt und Spender und gut, das ist dann natürlich auch leer gegangen und ich habe dann tatsächlich

Tom (44:08)
Mhm.

Johanna (44:12)
auch den großen Wunsch gehabt, dass wir eben kostenfreie Periodenartikel an unserer Schule haben. noch mal für den Kontext, die es nicht wissen, auch für die Grundschulen. Und mein großer, großer Wunsch wäre natürlich gewesen, dass das auch für alle ist, also auch für alle, von Menschen, dort arbeiten, also auch Erwachsenen. Aber wir haben es jetzt tatsächlich

Tom (44:31)
Mhm.

Johanna (44:34)
darauf begrenzt erstmal, ich, weil meine Mission ist natürlich das Auszuweiten, genau, dass die Kinder und Jugendlichen eben auf ihren Toiletten auch

Binden finden, in Bindenspendern. Und ich hatte das große Glück, dass ich letztes Jahr bei Cosbea, einer Firma, die auch Tampons und Binden verkauft, auch biologische Herkunft, genau, ich durfte da ein Interview geben, die haben mich angefragt, ob ich das nicht machen

Tom (44:55)
Mhm. Mhm.

Johanna (45:02)
und nach diesem Interview hatte ich dann eben die Möglichkeit als Dankeschön von Cosmea Periodenartikel zu bekommen für meine Schule und ich habe eine riesengroße Kiste mit Tampons und Binden bekommen, was natürlich ultra cool ist. Also wir erzählen da jetzt seit einem Jahr ungefähr von. Das ist mega. Also genau, es ist einfach, es ist so schön, weil ich muss jetzt nicht von meinem privaten Geld das kaufen, weil ich gerne Periodenartikel haben möchte an den Toiletten, denn der sind

Tom (45:22)
krass.

Mhm.

Johanna (45:31)
kümmert sich ja einfach nach wie vor nicht darum und glaube mir, ich bin im Gespräch mit ohne da jetzt den Namen zu sagen, die eigentlich dafür verantwortlich sind. Es ist einfach ultra langsam. Die Mühlen malen langsam. Es geht einfach nicht voran.

Tom (45:34)
Mhm.

Ja.

Johanna (45:48)
Aber wir haben jetzt Artikel, das ist super. Ich füll die nach, beziehungsweise auch unser Schulsozialarbeiter füllt das nach. Es ist schön. Genau, wir haben auch kleine Schildchen

Tom (45:51)
Mhm.

Und wie darf ich mir das vorstellen?

sag mal, wie ist das, wie ist das bei

Johanna (46:01)
Es ist einfach schön, wenn man die Möglichkeit hat, dass man Periodenartikel direkt in der Schule hat. So, die Kinder lernen damit umzugehen. Es ist ein transparenter…

Vorgang. Es ist einfach auch ein schönes Signal nach außen. Die Kinder wachsen damit auf und vielleicht sprenden die das ja dann auch nochmal, Nachricht, dass Periodenartikel auf jede öffentliche Toilette gehören. Es ist einfach ein großer gesellschaftlicher Prozess dahinter

Schule hat auch den Auftrag, eben da was beizusteuern, finde ich, und zu unterstützen. Und das ist so einfach an dieser Stelle irgendwie was gegen Periodenarmut zu tun. Gut, ich sag das jetzt. Also ich meine, bei uns gibt es es ja. Bei uns gibt es ja auch Seifen und Klopapier. Ich weiß auch, dass es andere Schulen gibt, es halt nicht mal das gibt. Das Bildungssystem wird gespart. Aber gut, das ist ein anderes Thema.

Tom (46:37)
Ja.

Hm.

Johanna (46:50)
und ich hatte jetzt die Möglichkeit, das eben über Cosmea zu machen. Und daraus wiederum ist der Kontakt bestehen geblieben, würde ich mal sagen, zwischen Cosmea und mir. Und wir haben uns immer mal nette Nachrichten geschrieben und Cosmea hat ja dann auch mitbekommen, dass wir diesen Podcast

Tom (46:57)
Mhm.

Mhm.

Johanna (47:09)
die kleine, süße Anfrage, ob wir nicht vielleicht was zusammen machen wollen. Und das Ganze für einen guten Zweck, wie gesagt, unbezahlte Werbung. Aber ein super guter Zweck steht dahinter. Und wir haben jetzt die Möglichkeit mit euch, dass wir verschiedene Orte mit Periodenartikel kostenfrei ausstatten können. Das heißt, ihr könntet das Glück haben, so wie ich, dass meine Schule eben ausgestattet wurde mit Binden und Tampons, dass ihr ein Ort kennt, das kann auch, es muss

keine Schule sein. kann auch ein Frauenhaus sein, das kann ein Jugendzentrum sein, das kann alles Mögliche sein. Vielleicht nicht gerade das Alexa, weil da gibt es jetzt schon kostenfreie Medizinationsartikel, aber es gibt so viele Orte, die ihr vielleicht besser kennt als wir und die Unterstützung brauchen. Und genau.

Tom (47:41)
Mhm.

Hehehehehe

Ja, dass es mehr

werden als fünf öffentliche Toiletten in Berlin. Oder vielleicht, ach nee, gar nicht nur in Berlin, auch woanders. Ist ja Quatsch. Ja. In der Schweiz zum Beispiel. Und ich finde es total toll. ich finde, klar, das ist jetzt, gehört ja ein bisschen zu Transparenz dazu. Klar, das ist jetzt irgendwie ein Markenname und so. Aber möchte ich noch mal kurz unterstreichen, wir machen das hier wirklich

Johanna (48:05)
Na klar, ja, in der Schweiz.

Tom (48:23)
Und die Idee ist jetzt, dass wir einmal monatlich, also unser Podcast kommt ja einmal im Monat raus, einmal monatlich verlosen wir ein

Und dieses Sponsoring ist ein Vorschlag von euch. welchen Ort sollen wir mit Cosmea zusammen sponsern? Also das heißt, dass da kostenlose Periodenartikel sind, so wie bei Johanna in der Schule zum Und das könnt ihr uns Auf Instagram gibt es dann einen Beitrag bei uns im Profil.

Johanna (48:53)
unter den ihr dann kommentieren könnt, die Einrichtung, die eben das Sponsoring erhalten soll. Und es ist wirklich ne große Kiste. Also ihr kommt ne ganze Weile und ne lange Zeit damit aus und könnt die Toiletten eben mit kostenfreien Periodenartikeln ausstatten.

Tom (49:08)
Und wer kein Instagram hat, uns auch schreiben an cosmea@unverkrampf-podcast.de. Kosmea, C, O, S, ⁓ E, Hm. Und ich bin sehr

Johanna (49:20)
Mhm.

Tom (49:22)
ihr habt ja jetzt schon hier die Diskopanz ein bisschen mitbekommen. Johanna hat das, wir haben das bei uns in der Schule nicht. Und ich freu mich total, dass ich so quasi als … nächster Versuchsballon, weil du ja schon einer bist, darf ich auch damit starten. Also, ich werde … oder habe dieses große Paket bekommen.

Und werde euch ein bisschen mit auf die Reise nehmen. Also ich muss mal gucken. Ich muss mir das natürlich ein bisschen bei Johanna abgucken. Wie wird das gelagert? Wo stelle ich das hin? Was für einen Spender gibt es und so? Aber das habe ich mir überlegt. Das begleite ich mal, wie ich das so mache.

Johanna (50:01)
Und ich möchte gerne noch mal kurz sagen, wie wirklich wichtig das eben auch ist, dass…

auch dadurch sichtbar gemacht wird und dass eben eine Unterstützung da ist. Denn alleine durch diese Periodenartikel, die da zur Verfügung stehen, schaffen wir eben eine Sichtbarkeit dafür. Und das hilft einfach in der ganzen Aufklärung. Noch mal kurz ein paar Fakten hier. Ihr wisst ja, ich mag die Fakten. Wirklich jede siebte menschliche Person war unzureichend über ihre Periode aufgeklärt und jede vierte wusste sogar nicht, wie sie bei der ersten Periode angemessen handeln soll.

Das zeigt ja nur wieder, wie viele Menschen einfach keinen guten Zugang dazu hatten und den müssen wir irgendwie liefern in der Schule. Also alle, an der Schule arbeiten, dürfen sich ja mal angesprochen fühlen. Und alle anderen, die für andere Gebäude das haben möchten sowieso und auch, damit eben alle Menschen versorgt sind und Kinder nicht der Schule fern bleiben müssen, nur weil sie ihre Periode haben.

Tom (50:41)
Mhm.

Nein.

Johanna (51:02)
ich freue mich für dich, Tom. Cool, dass du das auch

Tom (51:03)
Ja, ich freue mich also

ich freue mich auch über dieses Ja, wie nennt man das? ich bin sehr gespannt. Also ich bin sehr gespannt, was für Vorschläge da Und wie wir das Ganze so begleiten. Also jetzt jeden verlosen wir so ein

Johanna (51:19)
Und wenn ihr euch sonst fragt, was ihr vielleicht auch abseits dessen gegen Periodenarmut tun könnt, vielleicht kribbelt es euch jetzt in den Fingern, dann sind vielleicht hier noch mal so zwei, drei Tipps, die wir euch gerne mal an die Hand geben möchten. Ihr könnt natürlich, wenn ihr zu den Menschen gehört, die gerne Geld spenden, auch Organisationen mit Geld unterstützen, die eben sich gegen Periodenarmut einsetzen.

findet aber auch wirklich online ganz ganz viele andere Zusammenschlüsse, Vereine, wie auch immer. Oder ihr könnt Periodenartikel direkt spenden an Hilfsorganisationen, beispielsweise

Vereine, die auch ganz, ganz doll darauf angewiesen sind, dass man eben auch so Periodenartikel spendet. Und damit meine ich nicht nur Tampons und Binden, das können auch Menstruationstassen sein, das kann Unterwäsche sein, alles Mögliche. Was ihr auch machen könnt, ist ja, spread the word, politische Unterstützung und Aufklärung. Jeder kann irgendwie aktiv werden und sich mit einbringen. Ihr könnt Aufklärung im Alltag betreiben, Sensibilisierung im eigenen Umfeld, in den Schulen darüber sprechen und was ihr natürlich auch macht,

könnt, ist unseren Podcast natürlich zu teilen.

Tom (52:34)
Ja, bitte.

Johanna (52:37)
Genau, und wer richtig viel Aktivismus auf einmal verspürt, ich hatte ja vorhin schon erwähnt, ich bin ja noch in einem Kollektiv aktiv, was Planet-Displothek heißt und auch wir sind immer auf der Suche nach Menschen, unterstützen, denn auch wir wollen unser Vorhaben, das Ebenperioden-Artikel auch in den Clubtoiletten sind, weiter ausbauen und dafür brauchen wir auch Menschen. da vielleicht einmal ganz kurz, mal kurz anzugeben noch mal, wir haben es ja wirklich letztes Jahr geschafft, das MUTTIE Festival damit auszustatten.

Und es gibt einfach Wege und Möglichkeiten. Jetzt bei Mit dir Festival hatten wir beispielsweise Einhorn am Start, uns da gut unterstützt haben. Es gibt viele schöne Projekte. Wir brauchen nur Menschen, die mit anfassen. Und trotzdem muss sich auf der politischen Ebene natürlich was ändern. Wir müssen hier keine Graswurzlerevolution betreiben. Wir brauchen auch von oben politische Unterstützung. So.

Tom (53:15)
Mhm.

Ja, ja.

Ja, ja.

Ja, wirklich

Es muss sich definitiv, halten wir fest, muss sich was ändern. Aber wir können auch selbst wirksam sein und selbst etwas schon mal ändern, bevor dann die Politik irgendwann langsam hinterherkommt. Alle Sachen, die du jetzt so erwähnt hast, alle Links und so packen wir natürlich in die Show Notes. Also, da könnt ihr dann noch mal reingucken. Ansonsten …

Das war fast meine Freude. na ja, es ist ja immer ein gemischtes Gefühl hier,

Aber ist ja auch immer ein bisschen heilsam, wenn man sich mal ein bisschen aufregt, auch ein bisschen sich über die Dinge dann lustig macht, auch wenn sie natürlich ernst sind, klar, ist uns bewusst. Aber ich gehe trotzdem jetzt erst mal mit einem guten Gefühl hier raus. Und sage aus. Und sage aus, die Maus. Toll.

Johanna (54:16)
Beitrag geleistet. Ja, bis dann!

Tom (54:25)
Ja,

Johanna (54:25)
Tschüsseldorf!

Tom (54:27)
Tschüssi, küssi.

Johanna (54:31)