Tom (00:00)
Oh, Johanna, es ist heiß. Und ich hab das Gefühl, ich fang jede Folge, die wir jetzt aufnehmen, damit an, dass ich mich über die Hitze beklage. Aber diesmal zu Recht. Denn uns steht auf jeden Fall der heißeste Tag, ich glaube, seit Wetteraufzeichnungen, zumindest für den Juni, hier in Prenzlauer Berg, wenn ich das richtig gestern bei der Abendschau mitgehört habe, es ist absurd.
Johanna (00:20)
Hehehehehe
Ja, ich hab ganz viele Freundinnen und Freunde, die dieses Wochenende was vorhaben und ich hab direkt an die gedacht. Ja, die haben nämlich ihre Tasche gepackt und sind teilweise heute, ich glaube die meisten aber dann morgen unterwegs, vom Gesundbrunn mit dem RE bis Neustrelitz und dann geht’s auf zur Fusion. Ja.
Tom (00:32)
Mhm.
mein Gott. Also,
ich glaub, ein verregnetes Festival übertrifft eigentlich nur ein Festival in so einer Hitze, oder?
Johanna (00:56)
Ja,
bestimmt Geschmackssache, aber für mich wäre es auf jeden Fall die Hölle, muss ich sagen. Ich kann mich an einige Festivals erinnern, die so heiß und unangenehm waren, dass man wirklich nur nachts unterwegs war. Oder ich hab’s dann irgendwie also gerade bei der Fusion, von der Bachstelzen-Dusche geschafft, rüber zu der Dusche am Shower Tower zu gehen und mir irgendwie noch mal ein bisschen Wasser in die Haare zu machen. Aber ja, ich stell’s mir auch krass vor.
Tom (00:59)
Okay.
Mhm.
Johanna (01:24)
Krass, krass, krass mit dem Wetter und, ähm, ja, der Fusion. Aber ihr schafft das alle, Leute. Beziehungsweise, wenn ihr den Podcast hört, dann habt ihr’s offensichtlich geschafft. Und seid zurück und habt euch den Staub von den Gliedern gewaschen und stellt fest, ihr seid doch nicht nur braun geworden, sondern ihr habt doch einfach nur eine richtig fette, eklige Staubschicht auf euch gehabt.
Tom (01:25)
mann.
Eeeh!
ja,
ich erinnere mich dran. Ja, aber das passt wirklich vollzüglich zu unserer Folge. Ja, denn worum geht’s denn in dieser Folge, Johanna?
Johanna (01:52)
Oder? Mhm.
Wir wollen heute über das Thema Periode auf dem Festival sprechen. So ist es.
Tom (02:01)
Sada!
Johanna (02:04)
Passend zum Thema habe ich gestern auch mit meiner Cousine hin und her geschrieben und ja, die hat sich geärgert, dass sie ihre Periode bekommen hat und halt auch eben zur Fusion fährt. dann haben wir irgendwie kurz hin und her uns geschrieben und ich meinte dann im Ende-to-endlich, ist das gar nicht dein Problem, weil das Problem liegt ja daran, dass die Infrastrukturen auf den Festivals einfach nicht dafür ausgelegt sind, obwohl sie sein sollten, dass Menschen eben dort menstruieren.
Tom (02:12)
Ja.
Mhm.
Johanna (02:33)
Und ja, dass es voll okay ist, dass sie ihre Periode hat und dass sie blutet und das Problem einfach ein ganz anderes ist. Und Joan hat sich auf jeden Fall bedankt. Und wir haben uns auch so bisschen hin und her geschrieben. Und eine andere Freundin hat mir auch heute Morgen noch geschrieben, ob ich noch Tipps hätte. Eben auch, weil sie ihre Periode hat jetzt auf der Fusion und was man noch so einpacken könnte.
Tom (02:44)
Ja.
Johanna (02:58)
ist ein Thema, sage ich dir. Und deswegen finde ich es umso wichtiger, dass wir da uns die Zeit nehmen und den passenden Monat vielleicht, darüber zu sprechen.
Tom (03:07)
Ja.
Denn Juli ist ja großer Festivalmonat. Da bin ich mal gespannt, wie viele Leute in der Lage sind, nach dieser Fusion dann direkt … am 1.7. sich das mal anzuhören und dann vielleicht bisschen zu vergleichen.
Johanna (03:13)
Good know!
mit Podcast zu werden.
Tom (03:22)
Denn wir werden in dieser Folge mal ein bisschen schauen und auch hinter die Kulissen schauen. Du nimmst uns mit und du wirst uns mal bisschen sagen, was auf dem Festival mit der Periode schon ganz gut funktioniert oder halt eben auch nicht.
Johanna (03:37)
Und damit die Juli-Folge vielleicht auch eine ganz besondere Folge wird, wollen wir noch einen kleinen Shoutout raushauen an euch, alle, das hören, denn wir würden uns super freuen, wenn ihr uns eure Geschichten erzählt zum Thema Periode auf dem Festival. Ihr könnt uns dazu super gerne eine E-Mail senden an unsere Adresse.
Tom (03:56)
Info at unverkrampft-podcast.de
Johanna (04:00)
Ich wusste lachen, weil ich die Adresse nicht auswendig kann, aber Tom so gut eingesprungen ist, Genau. Und ansonsten könnt ihr uns auch einfach bei Instagram schreiben und wir können euch dann die Details erklären.
Tom (04:03)
Ich spreng sofort ein.
Johanna (04:13)
Ziel dahinter ist auf jeden Fall, dass wir mit dieser Sichtbarkeit, die wir dadurch schaffen wollen, einfach das schon ankurbeln wollen, dass vielleicht die nächsten Jahre besser werden, mehr auf Periode ausgerichtet sind oder die Festivals, die jetzt uns gerade noch hören, vielleicht sogar Bock haben, das jetzt ganz schnell noch umzusetzen und auch in diesem Jahr schon ein bisschen periodenfreundlicher zu sein.
Tom (04:34)
Das wär ein Träumchen. Gut, dann starten wir rein in die
Johanna (04:37)
Ich dachte, wir fangen diesen Podcast einfach mal damit an, Tom, dass ich dich mal frage, wie denn deine Festivalerfahrung überhaupt so ist. Bist du jemand, gerne auf Festivals geht oder gegangen ist oder wie ist das so?
Tom (04:53)
Ja, ich glaube relativ spät dazu. Ich habe immer gedacht, das ist okay. Ich bin so im frühen Zwanziger. Ich glaube ich ich habe vorhin mal überlegt. Ich glaube mein erstes Festival war 2007. Ja, da war ich 23. Und ich habe immer gedacht, das ist eigentlich relativ früh.
Aber ich hab mich auch schon mit anderen Freundinnen unterhalten, die waren durchaus eher mal auf einem Festival. Also ich war dann, ab da war ich auch eigentlich jeden Sommer auf ein oder zwei Festivals. Und jetzt im Moment aber nicht mehr. Ja, nicht. Das letzte war mal äh… 22, glaube ich. Ja. Das immer gut. Das immer gut. Ja, das Meld war das erste, das immer gut das letzte im Moment.
Johanna (05:34)
Welches war das? ja, das ist ein schönes Festival.
Tom (05:41)
weiß man ja nicht, vielleicht gehe ich Ich habe mir übrigens auch passend eine Mate hier hingestellt. sehr, ich bin komplett, ja, nein, nein, nein, nein, Also früher ja, vor allem, nee, was war das immer? ja, ja, ja, aber wir haben das mit, haben wir das mit Sekt gemischt? Ja, ne?
Johanna (05:46)
Sehr gut. Mit Wodka drin. Eine Tohbomate.
Turbomater mit Wodka.
Ja doch, Sekt-Marte gibt’s auch.
Jaja. Ja, ist speziell. Ja, ohne da jetzt Marken nennen zu wollen, aber es gibt auf jeden Fall eine sehr bekannte Sekt-Marke aus Ostdeutschland. Ich stehe ihr sehr kritisch gegenüber. Wenn man das da noch mit Mate mischt, ey. Pfff, das ist echt.
Tom (06:08)
Mhm. Mhm.
Mmmh, mhm.
Johanna (06:25)
Okay, also dein erstes Festival war das Mein erstes Festival war die Fusion und ich war 14. Ja.
Tom (06:31)
Wow, siehst du? Ja, ich hab noch eine Freundin,
auch so mit 15 oder so das erste Mal auf Festival war und dann dachte, mhm, liebe Leute, was?
Johanna (06:36)
Ja, ja,
ist auch ganz interessant, weil also in Rostock, ich komme ja aus Rostock, in Mecklenburg-Vorpommern entscheidest du dich relativ zeitig, ob du entweder Nazi wirst oder dich auf die linke Seite der Politik stellst oder linkere Seite. Und wenn du nicht Nazi wirst,
Tom (06:58)
Hmm…
Johanna (07:01)
dann möchtest du dich links positionieren und dann musst du aber auch zur Fusion fahren. So war das zumindest damals. Und damals war das ja auch noch so, dass es nicht diese Ticketverlosung gab, sondern du konntest halt irgendwie ganz entspannt da hinfahren und dir vor Ort ein Ticket holen. Oder wir haben irgendwie Online-Tickets bestellt. Ich weiß es nicht, es war auf jeden Fall ging das einfach und unkompliziert und genau, ich war dann da und brauchte auch noch keinen.
Tom (07:21)
Mhm.
Johanna (07:26)
Mutti-Zettel, wie das so schön heißt. Mein Bruder, der dann, glaube ich, das erste Mal mit 17 auf der Fusion war, den musste ich als Begleitperson, also ich war seine Begleitperson, genau, und hatte Mutti-Zettel. Ja, mhm, genau. Aber ja.
Tom (07:41)
Okay. Ja, weird. Also
ich war nicht, war scheinbar nicht früh dran.
Johanna (07:48)
Aber
vielleicht ist es auch ganz gut so. Ich kann mich dran erinnern, wir da waren, wir waren super naiv, was so Festivals angeht, was ja auch, glaube ich, total gut so ist. Aber da sind ja Leute rumgekommen, die dann so ihre Jacken geöffnet haben, so links und rechts, so, wollt ihr noch einen Gramm Coke, wollt ihr noch einen Gramm Ebber und uns da sonst was irgendwie angeboten haben. Wir haben wirklich, wirklich gedacht…
Die machen ja Scherze. das, hä? So Drogen? Nee. Also das passiert in einer ganz ganz anderen, ganz weit entfernten Welt. Wir saßen, wobei das auch nicht mit 14 war, das war auch noch später. Ich glaube zwei, drei Jahre später hatten wir da eine Melone mit, die wir uns mit Wodka gespritzt haben. Das war unser Modus. Genau. Das waren unsere wilde
Tom (08:16)
Mhm.
Ja, ja.
Hahaha!
Und dann war ich aber mit meinem ersten … Nee, Quatsch.
Zwar nicht mein erster Freund, aber mit dem neuen Freund, den ich da kennengelernt hab, mit dem bin ich dann aus Festival gefahren. Aus Meld. Ja. Mhm. Weiß ich noch, ohne Navi und so, da hab ich noch immer alle Sachen ausgedruckt. Und in Klarsichtfolien so. Da war ich schon so ein leerer Nerd.
Johanna (08:52)
Aufregend. Ja.
Aber ihr seid wenigstens
selbstständig hingefahren. Also wir wurden damals von dem Papa der Freundin, mit der ich da war, hingefahren. Der hat uns auch wieder abgeholt. Natürlich, wir hätten ja Zug fahren können oder irgendwas. Aber wir wurden wirklich vor das Festivegelände mit Auto abgesetzt und wieder abgeholt. Das ging früher noch bei der Fusion. Ich weiß gar nicht, ich glaube heute auch unvorstellbar. Naja,
Tom (09:09)
Ja, ihr konntet ja auch noch nicht fahren.
okay. Ja, gut.
Ich glaube auch.
Johanna (09:28)
Ja, die schönes Thema und natürlich auch ein Thema, bei ich auf jeden Fall viele Jahre gestolpert bin, mit vielen Herausforderungen, ohne das aber so richtig benennen zu können, das…
Tom (09:31)
Ja.
Johanna (09:44)
dass das problematisch ist. Also, weißt du, wie ich meine? Irgendwie eine Periode haben auf dem Festival, das war dann, ja, war ja halt mein Problem. Blöd, blöd war das von mir.
Tom (09:57)
Ja, ich mein,
so wie bei vielen Themen, über die wir jetzt sprechen, hab ich mir damals überhaupt keinen Kopf darum gemacht. Gut, jetzt sind wir auch nicht menstruierenden Menschen eingefahren, aber danach bin ich mit meiner Schwester und einer Freundin mit Kete Und über dieses ganze Thema hab ich mir natürlich nullen Kopf gemacht. Ich hab überlegt, haben wir genug Sekt dabei? Da hab ich noch Alkohol getrunken und auch sehr viel, vor allem auf Festivals. mein Gott. Und …
Haben wir genug, haben wir wirklich für jeden Tag eine Dosenravioli dabei? Haben wir … Nein, was? Nein, nein, Das … Nee, das Diese ganzen weirden Dudes-Sachen hab ich nicht gemacht. Auch nicht so eine Bier … Ja, natürlich. Auch diese Bierbong-Geschichte. Nein, wie mit diesem Schlauch. Ja. Ja, ja. Nee, das hab ich mir alles nur aus der
Johanna (10:30)
Ich dachte du sagst, eine Dose für Dosen stechen.
ich hab die gemacht.
Sorry, die Gocken.
nee, Trichtern! Nee, da bin ich raus. Das kann ich nicht mal mit Wasser. Hab ich versagt.
Tom (10:55)
Ferne
Johanna (10:55)
Nee.
Tom (10:56)
Ja, aber es ging vor allem darum, hat man genug Kartuschen dabei für diesen Gaskocher. Und für mich auch sehr wichtig, Habe ich genug Glitzer dabei.
Johanna (11:05)
Ja.
Tom (11:09)
ich genug kurze Hosen dabei, passen die Outfits zusammen … Was muss ich Was hab ich da noch alles immer mitgenommen? genau. Und ganz, ganz wichtig war für mich, und da war ich wirklich schon so ein leerer dass ich mir das Line-up immer ausgedruckt hab, dann aber auch laminiert, dann irgendwie so mitgenommen, weil da war irgendwie noch nicht so richtig doll.
Johanna (11:25)
Na ja klar.
Hahahaha
Tom (11:31)
mit
Handy und so. wenn das Handy nicht funktioniert hat, damit man das sieht, dann alles markiert. Ich hab auch immer für alle … Ja, es macht ja aber Spaß. Aber das hab ich vorher schon gemacht. hab ich vielleicht sogar noch eine Playlist angelegt, weil ich mich auch immer darum gekümmert hab, dass die Leute, die mit mir mitfahren, die auch die Sachen gut kennen, die wir uns angucken wollen. Also, meine Schwester … wirklich, wirklich … Weil die hat vorher … Nein, die ist …
Johanna (11:37)
Ja, das hab ich auch. Das mach ich aber auch immer noch.
Wow.
Krass.
Tom (12:00)
Sagen wir mal so, ist die ersten, auch vor allem das Meld und so, ist sie halt immer mitgekommen und wusste aber eigentlich gar nicht, hat mir das alles überlassen, wusste gar nicht, Acts wir uns jetzt angucken und fand die dann meistens danach richtig gut. Aber ich hab mich halt darum gekümmert, dass sie auch so bisschen die Musik kennt, weil ich dachte, es ist schöner, wenn man vor der Bühne steht und sich das anguckt und schon so bisschen mitsingen kann.
Johanna (12:22)
klingt sehr sinnvoll und gut durchdacht. Bei mir war es zumindest so und ist auch immer noch so.
Tom (12:24)
Ja.
Johanna (12:30)
wenn ich mir vornehme, XYZ zu sehen, dass ich es am Ende nie schaffe. Also ich lasse so viel aus. Und ich merke auch mal, wie es mich stresst. Also wenn ich denke, muss hier 14 Uhr geht’s los. Und dann ist direkt 16 Uhr das nächste. Und dann ist kurz mal zwei Stunden Pause. Aber dann ist 20, 22, 0 Uhr. Die möchte ich auf jeden Fall alle sehen. du kannst natürlich überhaupt … Also ich kann dann zwischendurch nicht mehr … kann ich nicht mehr stehen.
Tom (12:37)
Mh, mhm, mhm.
Mega, ja.
Ja.
Aber ja, kenn ich voll. Dieser Stress …
Richtig Stress.
… Wir müssen jetzt dahin. Gab auch ab und zu vielleicht mal bisschen Streit.
Johanna (13:12)
haben wir. bereit? Es ist ein bisschen anders als sonst.
Tom (13:12)
Haben wir in dieser Folge ein Richtig oder Falsch? Oh, ui. Na gut. Ich nehm noch einen Schluck Mate.
Johanna (13:22)
eine kleine Geschichte geknüpft. Also Tom, erste Aussage. Mir ist auf einem Festival mal ein Handy in die Toilette gefallen.
Tom (13:24)
Okay.
Bestimmt, wem nicht? Mir nicht. … Nee, mir ist noch … I in Dixie? Bah! Uuuh!
Johanna (13:36)
Was?
Ja klar.
Nein, das ist mir nicht passiert. Das ist falsch. Aber was mir tatsächlich reingefallen ist, ist eine Metsortions-Cup beim Wechseln. Also eigentlich ganz passend zum Thema. Ja, das ist mir aus den Händen geflutscht und dann lag es da unten drin. war… Da kam ich dann auch nicht mehr ran.
Tom (13:43)
Nein. okay.
Johanna (14:05)
So, hab ich da liegen gelassen. Aber ich hab auch von Leuten gehört, die ihre Handys da verloren haben. Das Boah, das stell ich mir richtig schlimm vor. Boah, dann fässt rein.
Tom (14:09)
Ja, uuuh. Iiih! Das ist ja mh … Am besten so Tag drei vom Festival. das wird … weiß ich nicht, warum das irgendwann geleert wird. Ja, genau, dann kannst du’s ja einfach abheben. der
obersten Schicht.
Johanna (14:25)
Ihhhh, boah,
das ist eklig. Boah, ich hab auch mal diesen Mythos gehört, dass jemand mal so einen Popakenabdruck gesehen hat auf der obersten. Aber das halte ich, das glaube ich nicht. Das glaube ich nicht. Niemand setzt sich auf so ein randbefülltes Dick-Sire. Ähhh, Gott, nee. Nee, okay, stopp. Gott, okay.
Tom (14:37)
Doch!
Doch, wie verpeilt die Leute eben auf so Festival sind. Doch, bestimmt. In der Nacht völlig dicht von sonst was? Ja, okay, stopp. Stopp!
Johanna (14:55)
Ja, okay, zweite Aussage. Wir nennen uns mal bisschen professioneller an diesem Thema. Weißt du, was eine DJ-Booth
Tom (15:01)
Okay.
Äh, ja. Also ich glaube,
ich weiß nicht, was alles dazu gehört. Also ich würde jetzt mal sagen, so die Theke, die das Auflege… …gedöns herum, wie nennt man das denn überhaupt? Also diese, die Teller herum. Also da, wo das so steht, diese, ähm… Ja, genau. Ja. Ja.
Johanna (15:20)
Das Equipment.
Ja, die Küchentilge mit den Tellern, ich finde das eine gute Beschreibung.
genau, also, nahe der DJ-Booth muss eine Toilette stehen.
Tom (15:33)
Ist das schon die dritte Aussage?
Johanna (15:34)
Nee, nee, zweite, Entschuldigung.
Tom (15:36)
Ach so, ich dachte … Ich dachte, ja, geil, weiß ich. Also, muss … Aha, muss. Das heißt, ich würde sagen … Also, ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass das da ist.
Johanna (15:39)
Nein, nein, nein, Nein.
Tom (15:51)
Nein, es muss nicht. Es muss wahrscheinlich nicht. Ich glaube nicht, dass es irgendwo ein Gesetz ist.
Johanna (15:57)
Ja, ist richtig. Genau. Also falsch ist richtig. Also natürlich, nee, nee, man hat stattdessen ganz oft schöne lange Wege bis zur Toilette, aber da reden wir auch gleich nochmal im Detail Okay, dann auf zu deinem dritten Punkt. Jetzt vielleicht. Nein, zwei. Du hast ja richtig…
Tom (15:59)
Ja. Ja.
Ja. Na, einen hab ich ja Ich hab ja erst einen gemacht.
Nee, hab gesagt, Handy
ist dir ins Klo gefallen.
Johanna (16:22)
Okay, gut, irgendwas ist reingefallen. Naja, okay. Letzte Aussage. 90 von 1000 Menschen menstruieren auf einem Festival.
Tom (16:36)
Ich tue so, als würde ich das jetzt ausrechnen. So Quatsch. Jaja. Ich so, oh Gott, kommt wahrscheinlich aufs Festival an. 90 von 1000 Menschen, das klingt mir zu wenig. Ich würde sagen, sind mehr. Also nein.
Johanna (16:40)
Kannst du kurz so dramatisch so in deinen Taschenrechner klicken.
wäre richtig gewesen. genau. So ist ungefähr der Durchschnitt. Aber ich glaube, du hast auch recht, es kommt total… Nee, Genau, und ich glaube, was du gesagt hast, ist ganz smart auch, dass es, glaube ich, auch sehr auf das Festival ankommt. wenn es jetzt ein Festival ist für…
Tom (17:02)
Aber, ja, ja, ich hab’s falsch verstanden. Es muss ja nicht jede Person dann grade menstruieren, wenn sie auf dem Festival ist.
Rock am Ring 0,01%.
Johanna (17:21)
Meinst weil nur Männer da
Tom (17:22)
Ja, weil nur Männer da sind, glaub ich. Weiß ich auch nicht. Aber es ist also auf der Bühne auf jeden Fall. Was? Das ist doch immer so dieses… Haben die nicht sogar schon Poster, wo gar keine Frau, noch nichtmals in der Band?
Johanna (17:25)
Weiß ich nicht, das ist wahrscheinlich gar nicht so.
Ja, das glaube ich auch. Ja, ja, das keine gute Line-up-Quote.
Ja, war das
Rock’n’Roll? Ich weiß nicht, ob es Rock’n’Roll bringen will. Das will ich jetzt hier nicht, keine falschen Sachen erzählen. Aber auf jeden Fall gibt ja, es wird ja gerade ganz viel an den Lineups hin und her gezählt, wer wie viel Flinterquote hat. Und da schneiden einige auf jeden Fall sehr schlecht ab.
Tom (17:44)
Hmm.
Johanna (17:56)
dann würde ich sagen, schließen wir mal diese kleine, süße Kategorie, genau. Und, na ja, dann war’s halt so halberfolgreich. Es ist okay, du hast die letzten Male zu gut, auch ehrlich gesagt. Jetzt müssen wir dich mal wieder bisschen fallen lassen. es war ja, woher soll man das wissen? So, genau. Gott. Also.
Tom (17:58)
Ach so, stimmt, ist schon vorbei. Ja, okay. Ein Punkt hieß man nur. Schade.
Ja, das stimmt. Ja, das stimmt. Ja, es muss mal wieder ein bisschen relatable werden hier.
rein ins … Ich will aufs Festival. Da-da-da. Ja. Yeah.
Johanna (18:22)
Du willst aufs Festival? Gut, dann gehen wir mal aufs Festival. Und
bzw. wir bereiten uns jetzt mal vor, denn ich habe mir gedacht, wir reden vielleicht erst mal darüber, was wir vorhin schon angesprochen haben, wie es ist, wenn man sich auf so Festival vorbereitet und merkt oder auf seinen Kalender guckt und feststellt, hm, das könnte eine blutige Angelegenheit werden. Dann kommt ja die erste Herausforderung schon, du hast es ja vorhin schon gesagt, beim Taschenpacken.
Tom (18:35)
Mhhm. Mhm.
Hm.
Johanna (18:52)
vor und es ist wirklich, it’s a lot. Es ist echt eine Menge, was man da einpacken muss.
Tom (18:58)
Ja.
Ja,
genau, allem was alles noch … was ja wieder auch obendrauf kommt, Also, du wirst ja auch mit überlegt haben, haben wir genug Gravioli, haben wir genug Dosenbier? Nee, Dosenbier trinkst gar nicht. Aber irgendwelche Getränke, Cocktails … Wir haben gestern schon mal bisschen gequatscht. Johanna möchte nur Cocktails trinken. Ähm … Aber nicht den!
Johanna (19:05)
Genau, ja.
Ich trinke auch Sekt und Ohrsaft, aber nicht diesen einen Sekt.
Tom (19:24)
Ja, aber was muss man alles mitnehmen? Also, ich vermute man erst mal … Nein, warte, anders angefangen. Wenn du weißt, okay, jetzt kommt bald dieses kommt bald ein Festival, rechnest du dir dann schon aus? Na, wird eine … Periodenangelegenheit?
Johanna (19:30)
Mhm.
Ja, ja, also ich sehe es ja in meiner App zum Glock. Ich messe ja meine Temperaturkurve, da wird es mir angezeigt. wenn es gut läuft und der Zyklus regelmäßig ist, weil PCO-Syndrom macht ja manchmal das Wille, beziehungsweise PMOS wird es ja jetzt genannt. Aber wenn es hinhaut, dann kriege ich immer so eine kleine, da weiß ich immer schon.
Tom (19:43)
Mhm.
Johanna (20:04)
Das wird ein interessantes Festival. so unmittelbar bevor ich meine Tasche packe, merke ich es ja. jetzt, wenn es irgendwie Donnerstag auf dem Festival geht und ich pack Montag eigentlich, also ehrlich gesagt am Wochenende, davor meine Tasche, weil ich bin… Ja.
Tom (20:05)
Hm? Hm?
Ja,
die Zuhörer.
Johanna (20:22)
immer gut am Planen.
Aber wenn ich dann Mittwoch meine letzten zwei Sachen da rein tue, dann merke ich ja, ob ich vielleicht noch mal ein kleines extra Taschengel brauche. Was übrigens auch interessant ist, weil ich gerade dachte, genau, man packt halt so viel extra ein und ich weiß oft ich doch irgendwie gerade von Typen irgendwie so gejudged wurde, so du hast immer so viel Zeug mit. Also ja, ja.
Ich packe meine Tasche sehr schlecht und ja, ich habe immer zu viel mit. Aber ich habe auch oft so, weißt du, irgendwie mal einen Extraschall gehabt. Den habe am Ende nicht ich umgehabt, sondern ein Kumpel von mir, weil der hat natürlich nur seine zwei Unterhosen mit und eine Badehose und hat halt gefroren und war dann irgendwie froh, dass hier Johanna mal wieder ihren Kleiderschrank dabei hatte. Naja, wie auch immer, jetzt bin ich hier von abgekommen.
Tom (20:52)
Mhm.
Ja, ja, ja.
Nein, nicht Hast du eine Packliste?
Hast du die Packlisten gemacht? So zum … Ja, ich auch. Und ich hab auch, ich konnt’s immer gar nicht abwarten, ich hab auch immer das Wochenende vorher schon gepackt, zum Beispiel, ob ich mich schon so drauf gefreut hab.
Johanna (21:17)
Ja, natürlich. Ja, natürlich.
Ja, weil ich eher aus dem panischen Grund war. dachte, nee, wenn was fehlt, dann muss ich ja nochmal einkaufen gehen. Ja, und wie oft ich vor so einem Festival in der Drogerie gehe. Also wirklich.
Tom (21:32)
Auch das. Richtig. Muss man doch mal shoppen gehen.
Ja, guck,
da kommen wir, glaub ich, schon gut drauf hin. Ich hab nur gedacht, falls ich mir noch mal eine kurze Hose kaufen müsste, oder vielleicht muss ich mir noch ein T-Shirt kaufen. An deinen lieben Freund, ich hatte auch immer meinen halben Kleiderschrank dabei. Aber immer nur Fashion. Dann hab ich aber … Ich hab auch immer so Sachen wie Handtücher. Guck mal, hab schon Handtücher vergessen. Oder … oder … Zahnpasta. Hm.
Johanna (21:45)
Aha!
Ha! Das beruhigt mich.
Ne, es mir
nicht passiert sowas.
Tom (22:06)
Nee, weil, was musst du noch alles mitnehmen?
Johanna (22:10)
Ja, also TV-Drogerie, genau, man dann gemerkt hat, da kommt die Periode mit aufs Festival, klar, du hast natürlich so ein paar Sachen zu Hause parat, ne, also meine Periodenartikel, weiß ich nicht, Tampons oder dann später natürlich auch die Cup oder die Disc oder was auch immer, dann natürlich zusätzlich, weil, kleiner Hümeinde an die ersten beiden ganz tollen intensiven Tage, wenn man die Endometriose hat, Periodenunterwäsche zusätzlich, dann natürlich noch mal ein paar
Ersatzschlüppis, weil kann ja auch sein, dass man die auch noch Wärmepflaster, was ich mir drauf geklebt habe. Schmerztabletten, krampflösende Mittel, Magnesium und natürlich auch, und dafür bin ich wirklich jedes Mal echt neu hingerannt, Desinfektionstücher für die Hände. Desinfektionstücher, wenn man sich dann doch irgendwie mal hinsetzen muss auf die Toilette.
Tom (22:59)
Ja.
Johanna (23:04)
weil man da eben sein Stuff wechseln möchte und muss und ja.
Tom (23:07)
Ja, das ist aber auch typisch. Linda hatte
sowas auch immer dabei. Und ich glaube, ich bin immer mit Frauen aufs Festival gefahren. Also immer mit menstruierenden Personen. … dann so so Tücher hab ich nicht gedacht, aber da hab ich natürlich auch fand ich gut, wenn die dabei waren.
Johanna (23:11)
Ja.
Natürlich, ja. Ich meine,
sobald du die Tür von der Toilette, und es ist jetzt egal, ob es ein Dixie-Klos oder ein Finicio oder eine andere Kompass-Toilette, du fasst ja immer diese Tür an. Und sobald du diese Tür angefasst hast, egal ob du vorher Hände gewaschen hast oder nicht, hast du ja wieder diese Keime an deiner Hand. Deswegen brauchst du in der Toilettenkabine noch mal was. Und dafür sind halt diese Desinfektionstrücher oder Spray, was auch immer man da so hat, ganz
Tom (23:30)
Mmh.
Mhm.
Johanna (23:54)
Ganz gut. Genau. Also ja, eine Menge. Ich habe mir jetzt in den letzten Jahren auch angewöhnt, dass ich mein Tänzgerät Das war auf jeden Fall auch ein Gamechanger, dann mit Tänzgerät tanzen zu gehen oder teilweise auch aufzulegen. Es sieht ein bisschen blöder aus, ja, ich mein, wenn es einem halt die Schmerzen wegnimmt, warum sollte man das nicht machen? So, ich fand das super. Genau.
Tom (24:00)
Mhm.
Ja.
Ja, ja, total.
Johanna (24:20)
Und du kannst dir ja nicht mal eben irgendwie da sowas kaufen. Also egal wie gut der Kiosk des Festivals ausgestattet ist, die werden kein Tänzgerät haben.
Tom (24:30)
Also, es gab irgendwann auf dem Meld auch so einen richtigen wie so Mini-Supermarkt. Also, hauptsächlich, um sich dann noch mal so Essen nachzukaufen. Da gab’s auf jeden Fall alles Mögliche, was man noch so vergessen konnte, wie, weiß ich, ein Campingstuhl oder so Gaskocher oder so was. Gibt es da dann auch Menstruationsartikel?
Johanna (24:44)
Mhm.
Tom (24:48)
Also ich mein so das Bare Minimum irgendwie Binden und Tampons. Ja, das gibt es schon, Hab ich keine Ausschau noch gehalten.
Johanna (24:51)
Ja, oder? Also, hab’s … Würde ich mal sagen.
Aber es ist ja auch
wieder krass, dass du es dir kaufen musst, ne? Also da sind wir ja wieder beim Thema, dass, äh, also ich mein, gut, es gibt, genau, ja, und ich mein, in der Regel ist ja auch ein Klopapier dort vor Nicht auf jeder Festivaltoilette, da sind wir uns wahrscheinlich einig, aber
Tom (25:01)
Ja, ja. Es ist nicht einfach auf der Toilette. Ach, ja.
Johanna (25:16)
doch ein schöner Übergang zum Thema, es dann so für Herausforderungen auf dem Festival gibt. Wir waren ja jetzt bei dem Thema davor. Also wir sehen, wir packen eine große Tasche mit extra, ja, für Pflegung einfach rund die Periode.
Tom (25:26)
Hmm?
Johanna (25:34)
Ja, ich finde ja diese Hauptfrage, die mir dabei immer durch den Kopf geistert ist, wer plant eigentlich diese Infrastruktur und für wen ist die geplant und wer ist überhaupt nicht mitgedacht. Und ich finde, Periode wird einfach auf dem Festival nicht mitgedacht. ja, das äh…
regt mich ziemlich auf, ehrlich gesagt, weil das natürlich einfach so ein Grundbedürfnisthema ist irgendwie, das sollte einfach mitgedacht werden. Punkt. Genau, woran merkt man denn, dass es nicht mitgedacht wird?
Tom (26:08)
ich meine, ohne dass ich jetzt vielleicht daran denke, dass jemand menstruiert, ist ja schon mal einfach die
Schlange vor den Toiletten bei Frauen. Es ist ja meistens so eingeteilt. gut, jetzt die letzte Mal gab es dann auch genderneutrale Toiletten, aber es ist ja schon immer nach Frauen und Männer eingeteilt. Und die Schlange …
Johanna (26:16)
Mhm.
Ja, beziehungsweise,
Entschuldigung fürs Reinreden, aber beziehungsweise habe ich ja als Mensch, der da auch im Stehen penkeln kann, habe ich ja diese Pissrinnen oder wie auch immer. Pissuas, so, genau.
Tom (26:37)
Ah, ja, richtig. Und bei euch sind
wir unter und … Genau, wer sich hinsetzen muss, hat halt eine wahnsinnig lange Schlange. Ah, genau. Siehst du, ich war schon so lange nicht mehr auf Festival.
Johanna (26:45)
So ist es, genau. Weil natürlich in diesen Toiletten…
Weil natürlich in diesen Toiletten auch Nummer zwei erledigt wird, was halt auch eine Weile dauern kann, weshalb das alles bisschen länger… Genau. Oder das, genau. das, wobei auf Festivals jetzt wahrscheinlich weniger, aber zumindest auf Clubtoiletten. Genau.
Tom (26:56)
Ja, oder andere Sachen, wofür
Äh, also woran denkst
du denn gerade?
Also, glaub … Denkst du an unerlaubte Substanzen oder an … Ah, ich dachte, du denkst an Fiki-Fiki. Aber …
Ich glaube, sowohl als auch wird das alles viel auf Festival-Toiletten gemacht. Was wieder dazu führt, doch. Doch.
Johanna (27:29)
Gott!
Nein, das glaube ich nicht. Doch nicht auf
Leute sitzen doch. Die gehen auch nicht in die Toilettenkabine, das zu machen. Also wenn ich jetzt übers Festivalgelände spaziere, dann sehe ich die doch hocken in jeder Ecke, hinter so Büschen.
Tom (27:48)
Was für Festivals gehst du denn? Nein, das sag ich jetzt extra. Also … Oder ich seh … Ich hab das … Ich bin für so was auch blind. Ich bin immer überrascht, wenn Leute mir so was Also, ich weiß natürlich Sachen. Aber ja, so in der Öffentlichkeit. Also, ich hab gedacht, dass … Ich hab ja auch keinen Beweis, bin ja nicht da reingegangen und hab angeklopft, mal zu gucken, was die Leute da drin machen. Ich hab gedacht …
Johanna (27:51)
Hä?
Ja.
Tom (28:15)
Doch, wenn die da zu zweit oder dritt rein gehen, entweder geht’s … oder …
Johanna (28:19)
Nein! Das! Das
ist auch das Geräusch, was man oft hört. Zumindest in Clubtoiletten. Auf jeden Fall. Oder noch mal so einen schönen Rotzer davor, dass die Leute sich ihre Nasen noch mal freischnauben davor. Und dann wird gezogen. Das ist ganz eklig. Entschuldigung. Okay.
Tom (28:33)
Iiih! das wird ne Folge hier. Egal, jeden Fall habt ihr … Also, auf jeden Fall hat man da
… mit Schlangen, mit langen Schlangen zu tun.
Johanna (28:44)
So ist es, genau.
Aber ich wollte es gerade noch mal positiv auffangen, weil es gibt ja auf vielen Festivals so Hock.
Pissuas ich weiß, dass liebe Lena von den Missuas da auch eine ganz tolle Unterstützung und Vorreiterin ist, die einfach, also ich finde ja, was einfach so tolles gemacht hat und diese Dinger installiert hat auf Festivals, was heißt installiert, aber bereitgestellt hat, so dass du einfach dich da hinhocken kannst, Hose runter, Pipi und dann stehst du wieder auf und kannst halt gehen. ist halt einfach wie ein
Tom (28:57)
Mhm.
Mhm.
Johanna (29:19)
Pessoa. Es ist so gut und es ist einfach so zeitspannend und es ist so, es ist so eine Erleichterung, dass es sowas gibt. Genau.
Tom (29:28)
Ja, war auch voll
gut. Völlig auch überfällig einfach. Das sehr gut.
Johanna (29:31)
Ja,
und ich finde das, also Entschuldigung, jetzt springe ich ja nochmal am Thema, aber wie oft ich gerade jetzt hier mit meiner Schwangerschaftsblase, ich mit meinem Partner und unserem Hund spazieren gehe.
ich dann jetzt neuerdings sehr viel pipi muss und du kommst in Berlin an so vielen öffentlichen Toiletten vorbei, wo du ja wirklich auch mit PEDES problemlos im Stehen pinkeln gehen kannst in diesen Häusern und auf der anderen Seite ist da eine Toilette, du halt bezahlen musst, die dann aufgeht, wo du dann bezahlt halt eben auf die Sitztoilette kannst und ey, da krieg ich jedes Mal ein so viel, das regt mich so auf.
Tom (30:12)
Mega, wenn sie denn aufgeht, ne?
Johanna (30:15)
Ja, wenn sie aufgeht, dann, weißt es kann ja sogar sein, ich muss nur mal meinen Tampon wechseln, muss nicht bei die Spülung betätigen, sondern ich brauche einfach einen Raum, an meine Menstruationshygiene nachzugehen. Och ne, naja gut, ich rette mich hier in Rage. Also wir sind hier eigentlich, eigentlich sind wir gerade auf den, auf den Festivaltoiletten.
Tom (30:22)
Mhm.
Also Klos? Ja. Also
zurück, stehen in der Schlange. Zum Festivalklo.
Johanna (30:38)
Genau, wir stehen in der Schlange.
So, okay, und wenn wir jetzt angekommen sind in der Toilettenkabine, dann hört es ja nicht auf mit den Themen, Also es ist im Club wie auch auf Festivals, es ist meistens einfach dunkel auf diesen Toiletten.
Tom (30:53)
Mhm.
Johanna (30:53)
Ich finde es sehr gut, dass es Festivals gibt, die jetzt inzwischen so kleine Lichterketten da reinhängen, da bin ich sehr dankbar für. Macht das bitte weiter so Leute, dann kann man ein bisschen was Aber es ist halt trotzdem ein sehr schummeriges Licht so und wenn du dann…
Tom (31:01)
Hmm?
Johanna (31:09)
Dein Tampon aus deiner Festivaltasche rauskramen musst, wo deine Sektbarte drin schlummert und deine Deine Coins für die für den Fund und keine Ahnung, dein Labello, deine Handcreme, deine Desinfektionstücher, dein Schal, den du für deinen Kumpel mitgeschleppt hast, weil er sonst friert.
Du siehst ja ewig nichts. Und also alleine, dass da kein Licht ist, Dann keine Mülleimer. Dann steht da Fett dran, finde ich gut, ne? Diese Komposttoiletten, dass du da keinen Müll reinwerfen sollst. Aber wo sollst du deine Binde oder deinen Tammon hinwerfen? So, inzwischen gibt es Toiletten, die haben da so separaten Mülleimer. Ist aber oft nicht so.
Tom (31:35)
Ja.
Ja. Ja.
Johanna (31:55)
ja, also, kann sein.
Tom (31:55)
genau. Also, da musst du als Festival wahrscheinlich
extra Geld in die Hand nehmen, … du zumindest diese schönen Toiletten und dann noch extra so ein Müllding Ja, aber es macht so Sinn. Also, es ist halt einfach null mitgedacht.
Johanna (32:00)
Stimmt.
Genau, total. Naja und dann,
Und es geht ja dann weiter,
Wenn du diese Tampon gefunden hast, dann hast du ja trotzdem noch deine Regenjacke in der Hand, deinen Regenschirm, deinen Beutel. So und du willst den Kram ja auch echt ungern auf den Boden dieser Toilette stellen. Das heißt, du brauchst Haken, du ranmachen kannst, damit du freie Hände hast und dir dann eben auch Hose runterziehen. Okay, es ist einer, aber Tampon raus, Tampon Ist schwierig, wenn du nach nebenbei so viel…
Tom (32:19)
Hm. Mhm.
Ja.
Johanna (32:39)
Zeugs hasst in der Dann müssen deine Hände ja auch sauber sein. haben wir ja gerade schon drüber gesprochen. Thema Desinfektionsmittel muss in der Kabine sein, weil ich habe diese Toilette aufgemacht. Ich habe dann schon wieder eklige Sachen angefasst. So gibt es natürlich nicht.
Also, Thema Nummer eins, was es natürlich sowieso nicht gibt, auf den West-Ebel-Toiletten-Sitant-Monstrationsartikel. Du musst natürlich wieder dieses Problem oder eigentlicher Grundbedürfnis selbst lösen.
eigentlich einfach mitgedacht werden könnte. Und weißt du, klar, du mietest diese Toilettencontainer, aber was du auch immerhin machen könntest, das haben wir jetzt letztes Jahr bei Medir ja auch so gemacht, du kannst halt einfach wie so ein kleines, wie so ein Briefkasten oder ein kleines Vogelhäuschen bauen, das ist nicht schwer, packst da eine wasserdichte Plastikkiste rein und kannst in diese Plastikkiste, packst du Tampons und Binden rein und dann kann
Tom (33:28)
Mhm.
Johanna (33:35)
Vor diesem Toilettenzug, sag ich mal, kannst du dir zumindest was rausnehmen. klar ist es nervig, wenn du dann erst in der Kabine wirkst, shit, du hättest was gebraucht, weil da musst du noch mal rausgehen und dir das nehmen. Aber du hast zumindest einen Zugang zu kostenfreien Artikeln. Und wenn da gar nichts ist, dann, ja, weiß ich nicht, best case, du hast was in der Tasche mit, im auch noch guten Case, läufst da halt wieder zurück zu deinem Zelt. Was aber halt auch mit unter einer halben Stunde.
Tom (33:38)
Mhm.
Johanna (34:05)
halt dauern kann. bei der Fusion auch nicht,
Tom (34:05)
Ja, ja. Also auf dem Meld läuft niemand einfach noch mal wieder zum Zelt zurück. Das ist mega weit.
Johanna (34:12)
Das ist einfach, das ist ein Tagesausflug zurück zum Zelt.
Tom (34:14)
Ja. Also, musst du dann halt Leute
in der Schlange eigentlich fragen. Wenn nichts da ist, ne? Also, einfach mal was hinstellen, lieber Festivalplaner.
Johanna (34:19)
Genau und dann…
So ist es. Naja, genau. das ist erstmal das Problem, was es, glaube ich, so rund die Toiletten gibt. ich wette, es gibt noch mehr Sachen, die wir jetzt hier auch gar nicht genannt haben, weil wir es gerade gar nicht auf dem Schirm
Tom (34:26)
Hehehehehe!
Also,
wir haben jetzt … Das find ich ganz schön. Wir sind auf das Festival gefahren, wir haben gepackt, aufs Festival gefahren, an der Toilette angestanden. So, jetzt haben wir das geschafft mit der Toilette. Ah! Was kommt jetzt? Was passiert abseits der Toilette? Weil wir wollen ja auch noch bisschen Festival erleben hier,
Johanna (34:54)
Genau, vielleicht…
Wir wollen fest wieder leben. Genau, also wir haben jetzt vielleicht noch mal eine tolle Band oder eine tolle DJ, die wir uns angucken und dann stellen wir aber fest, ich kann nicht mehr so. Der Körper sagt Pause, Pause, ich kann jetzt natürlich gerne wieder gerade angesprochen zu meinem Zelt zurückgehen, was eine halbe Stunde weg ist und da alleine vor mich hin schimmeln oder was natürlich schön wäre, wäre, wenn es einen Ruheort geben würde.
Tom (35:17)
Nein!
Johanna (35:27)
dich einfach vielleicht mal zurückziehen kannst. Ich glaube, das würde ganz, ganz viel Gut, genau. Was hätten wir noch? Wir haben natürlich das Bedürfnis, unsere Schmerzen, Periodenschmerzen zu stillen. Das heißt, ich hätte gerne …
Eine Wärmflasche beispielsweise. So, Wärmflasche kann ich mitnehmen, aber ich finde mal einen Wasserkocher auf dem Festival. Ich würde dir eine Wärmflasche machen, ganz… Ist schwierig. Oder einen kramflösenden Tee. Genauso Ja, vorhin schon angesprochen, so Gadgets kaufen, klar, kann man vielleicht machen, aber ich… Also so abseits von einem wärmenden Pflaster weiß ich nicht, ob man so ein Tensmittel findet. Naja.
Tom (35:48)
Hm. Ja.
Johanna (36:05)
auch abseits der Toiletten geht die Problematik
Tom (36:08)
Es gibt ja einige Sachen auf dem Festival. Also, Gedöns halt, so Hängematten, da liegt man rum. irgendwelche Kunstinstallationen oder … weiß ich nicht, irgendein Spiegelkabinett, durch das man durchlaufen kann. Es gibt ja einen Schnickschnack auf dem Festival.
Aber gibt es irgendwo auch mal so wirklich … Also wäre es damit getan, dass man sich halt in so einem Beanbag legt, denke, überleg grad, es gibt ja überall irgendwie so Orte, wo man sich zurückziehen kann. Aber das ist wahrscheinlich, das trifft es dann nicht, oder?
Johanna (36:37)
Ja.
Ich glaube, das ist natürlich Geschmackssache. Vielleicht reicht das für die eine oder andere Person. Ich glaube, ich fände es einfach schön, wenn man einen Ort hat, man einfach weiß, man kann da hingehen, trifft vielleicht auf Gleichgesinnte und hat dann gleichzeitig auch noch eine Art ja, da kommen wir gleich zu. Thema Lösung, da habe ich was vorbereitet.
Tom (36:43)
Mhm.
Gibt es sowas?
okay. Okay. Ja. Aha. Dann willst du dir
nur schon mal kurz die Gemüter erhitzen. Ja, so, was müsstest geben? Okay.
Johanna (37:08)
Na ja, ja.
wir haben jetzt ganz viel über Perspektive von Menschen, …
einfach so auf dem Festival sind, sag ich mal. Und und ich würde mich jetzt mal darauf beziehen, weil es jetzt einfach auch meine Perspektive ist, was man so für Herausforderungen noch als menstruierende DJ-Person hat. Denn das ist ja auch ganz witzig.
Tom (37:21)
Mhm.
Ja.
Cool, dann tanzen wir jetzt nicht nur vor der Bühne, sondern du nimmst uns mit auf die Bühne. Okay, alles klar. Da kann ich mich Da hab ich gar keine Erfahrung. Auf der Bühne hab ich noch nicht gestanden. Gut, ich menstruiere auch nicht, da hab ich auch weniger Erfahrung. Was mache ich? Ja, ja, ja. Hört auf, lasst mich in Ich bin jetzt noch mal da kann ich mir jetzt … Doch, kann mir ein paar Sachen denken, die jetzt gleich kommen.
Johanna (37:51)
Was machst du hier, diese Podcast?
Ja.
Tom (38:01)
was du als DJ auf der Bühne vielleicht hast. Also ich, ich für mich, muss ja schon sagen, ich kann mir das überhaupt nicht vorstellen. Manchmal, das kannst du mir nachdenken, das würde mich auch sehr brennend interessieren und passt vielleicht auch dazu. Wenn man so Ewigkeiten, manchmal geht so ein DJ-Set ja einfach Stunden! Und ich muss ja schon nach der ersten halben Stunde eigentlich auf Toilette. Also wie oft ich, also dieses vor der Bühne stehen und schon früh da sein …
Johanna (38:17)
Mhm.
Tom (38:26)
Und auf so ein Act warten funktioniert für mich überhaupt nicht, weil ich muss spätestens nach einer halben Stunde auf Toilette wieder Wie ist das denn, wenn man da oben auf der Bühne steht? So Und dann auch noch Heiliger Bim-Bam.
Johanna (38:39)
Ja, gute Frage. Also, da gibt’s natürlich verschiedene Taktiken, aber meine ist auf jeden Fall einfach in die Hunde. Auch dafür gehe ich in die Drogerie meines Vertrauens und kaufe mir Windeln. Nein. Also, nein, ich trinke tatsächlich einfach ein…
Tom (38:46)
Einfach in die Hose pinkeln.
Pampas!
Johanna (38:59)
eine Stunde davor nicht mehr so viel oder gar nicht. Also wenn es halt jetzt so heiß ist bei den Festivals ist natürlich immer noch mal so ein bisschen kniffliger, allerdings schwitze ich da ja auch direkt alles wieder aus. genau, aber…
Tom (39:08)
Mhm.
Mhm.
Johanna (39:13)
Ja, mein, Pipi einhalten geht vielleicht noch eher als jetzt Strationsprojekt anhalten. muss immer so lachen, weil ich bei diesem Thema DJ-Booth und Festivals immer dieses eine Bild vor Augen habe, ich auch mal sehr, sehr dringend pipi musste
Tom (39:17)
Ja, richtig.
Johanna (39:30)
Weil ich den DJ, der vor mir gespielt hat, gefragt habe noch, wie hast du das gemacht? Ist hier irgendwo eine Toilette? Und er meinte so, ja, ja, mal kurz hinter die Wand gehen. Ich hab da einfach hinter den Zaun gepinkelt. Und dann hab ich da, hab ich da, also ich hab halt so rumgucken, ich dachte so, ja, okay, aber ja, also …
Tom (39:41)
Ja!
Johanna (39:51)
Ich kann ja nicht an den Zaun pinkeln, weil ich müsste dafür von dieser Bühne hier runterspringen in so efeugig Büsch.
Tom (40:01)
Wo er schon reingepinkelt
hat.
Johanna (40:03)
Genau, plus
ich komm ja nicht diesen Meter wieder hoch ohne eine Treppe. Also, ne, wo ich dachte, okay, also das, Leute, wer hat sich denn das überlegt? Naja, und dann war aber tatsächlich ein Jahr später dort in diesem ehevollen Gebüsch, führte jetzt eine Treppe da nach unten. Es ist immer noch eklig, da pinkeln zu gehen.
Tom (40:24)
Es ist
immer noch einfach ins Gebüsch, aber wenigstens mit Treppe.
Johanna (40:27)
Genau,
aber du kommst halt immerhin runter. Ja, es ist einfach ansgeblieben ekelig, also du möchtest deine Menstruationsartikel da vielleicht nicht unbedingt wechseln in dieser Zeit, aber du kommst immerhin runter zum PB
Tom (40:30)
Hmm.
Mmh-mmh.
So, und du hast natürlich vollkommen recht, Pippi einhalten oder einfach nichts trinken. eine ganz andere Geschichte als wenn du menstruierst.
Würde ich mal sagen, ne? In dem Moment. Weil das kannst du ja nicht vorher sagen so. jetzt für die nächsten drei Stunden stopp ich das mal eben.
Johanna (40:53)
Jetzt nicht mehr.
Naja, genau, und dann hast du ja noch diese Challenge, dass du zwischen den Liedern ja auch nicht unendlich viel Zeit hast. Also, mein, je nach Genre gibt’s ja auch Tracks, die sehr lang gehen. Bei mir sind’s halt meistens so zwei bis drei Minuten. Und ich bastel mir zu Hause immer schon so eine Kette an Liedern vor.
bei denen ich weiß, da ist so ein einfacher Übergang, das könnte jetzt ja auch meine Freundin machen, mit der ich jetzt hier bin, dass sie das mal schnell zur Not machen kann und ich mal schnell zur Toilette eben gehen kann, aber…
Tom (41:21)
Mhm.
Johanna (41:26)
Genau, wenn der Weg halt lang ist, was halt bei Festivals so ist, dann ist das schwierig. Also du läufst dann halt quasi aus und das ist auch der Grund, warum ich beispielsweise dann eben diese Menstruationsdisc habe plus noch mal so einen fetten Menstruationsschlüppi an habe, der dann auch noch mal saugt. So, aber…
Tom (41:46)
Und
dann ist es einfach gut, dann läuft es jetzt voll.
Johanna (41:49)
Ja, also… Ja.
Tom (41:50)
Krass. Ja, was sollste hier
auch sonst machen? Und wenn du dann auf der Bühne bist, hast du dann wenigstens dein VIP-Klo? Oder musst du dich rein theoretisch wieder anstellen? Oder zu den Leuten in der Schlange sagen, sorry, ich bin DJ, lasst mich durch. Ja, eben. Ich muss jetzt hier als Erster auf Toilette, weil mein Track ist gleich zu Ende. Und dann gibt’s dann eine kleine Pause auf der Bühne.
Johanna (42:06)
Ganz unangenehm.
Ja. Ja.
Siehst du, nur kurz ihr Tappok wechseln. Ja, ich glaube, es kommt voll drauf an, wo du halt spielst. glaube, ein paar Festivals haben wir inzwischen, so Toiletten dahinter, aber …
Tom (42:19)
man!
Hmm.
kannst dich nicht drauf verlassen. So. Ja.
Johanna (42:32)
Ich würde, nee, und ich würde auch sagen,
eher dass es weniger sind als mehr.
Tom (42:36)
Mhm.
Johanna (42:37)
du jetzt sogar weißt, dass du deine Periode bekommst, dann liegt es ja auch wieder an dir, das zu kommunizieren. Und ich finde das irgendwie so gemein, dass wir das machen müssen, in Anführungszeichen, dass ich sagen muss, wo ist denn hier die nächste Toilette? Und dann sagt dir jemand, ja, du kannst hier unten deine Busch pinkeln. Dann sagst du aber, ja, ich brauche aber irgendwie eine Toilette und einen Waschbecken, weil ich habe halt meine Periode. das muss diesen Mut, sage ich mal, oder auch dieses, also es muss ja nicht mal Mut sein, dass du einfach
Tom (42:52)
Mhm.
Johanna (43:05)
bereit bist auch das zu teilen. ist ja auch was Privates. Ich muss da ja auch nicht unbedingt drüber sprechen. Muss ja nicht der Bucker wissen weiß ich nicht, die Frau in der Bar, sondern es wäre doch irgendwie schön, wenn es einfach mitgedacht wird und die Toilette halt dicht ist. Oder ich überhaupt weiß, wo die Toilette ist.
Tom (43:19)
Ja. Und mitgedacht wäre … Ja. Also entweder … Also, ist … Ja, eben genau,
wollte ich gerade sagen.
Johanna (43:27)
reg mich auch schon wieder so auf, weil ich glaube, so Clubs und Festivals zumindest in unserer Bubble, die bezeichnen sich ja auch einfach oft als feministisch und als progressiv und…
Es nervt mich, glaube ich, da einfach umso mehr, so dieses Thema, dieses Grundbedürfnis einfach nicht mitgedacht wird. Also, es gibt Probleme und wir brauchen Lösungen. Kommen wir jetzt mal zum zum guten Kapitel.
Tom (43:43)
Mhm.
Ja.
Johanna (43:54)
es tut sich jetzt so ein bisschen was in der Festivallandschaft. Es ist zu wenig, aber es tut sich ein bisschen was. Und ich glaube tatsächlich, dass einige Festivals jetzt mitbekommen haben, dass es eben Kollektive gibt, die Menstruationszelte bereitstellen oder Rückzugsorte, wie auch immer.
Tom (44:00)
Mhm.
Johanna (44:14)
ist irgendwie richtig schön zu sehen, dass sich da so was tut. das Moin Festival hatte auf jeden Fall was. Auch das so ein größeres Festival, was in Mecklenburg-Vorpommern ist, das Pangaea Festival, hatte auch so ein kleines Zältchen.
Tom (44:20)
Mhm.
Johanna (44:29)
Genau, weiß, dass Einhorn da auch mit aktiv ist, diese Marke kennt man ja auch, ne? Die bieten sowas auch an und genau, abseits eben von Marken, sag ich mal, gibt es eben, wie ich jetzt schon meinte, so Kollektive, die sich eben …
Tom (44:32)
Mhm.
Johanna (44:44)
Ja, das auf die Pfanne schreiben und da versuchen, Lösungen zu finden. So haben wir das ja auch gemacht. wir waren jetzt letztes Jahr das erste Mal auf dem Mit dir Festival und haben da eben ein Periodenzelt bereitgestellt.
Tom (44:51)
Hehehehe
wen meinst du mit wir? Weil ich war es nicht. Nein, ich wollte … Genau, ich wollte noch mal kurz … Das dein das Kollektiv, in dem du bist Planet Displuthek, oder? Ja.
Johanna (45:05)
Hey!
Schade, Tom.
Ganz genau,
Tom (45:16)
So, dann hol uns doch mal bitte ab. Wer ist das denn und was macht ihr? Also ich hab’s auch noch nicht live erlebt. Ich hab’s leider nur auf Fotos gesehen und ich schaff’s auch dieses Jahr wieder nicht aus mit dir, weil wir sind im Urlaub.
Johanna (45:29)
Genau, also wir haben uns vor drei Jahren gegründet, damals noch unter dem Namen Endoversum, weil wir da den Fokus auf Endometriose vor allem hatten, da eine Sichtbarkeit in der Öffentlichkeit zu schaffen, aber haben dann festgestellt, das reicht uns gar nicht, sondern wir wollen gerne das Thema Periode und Zyklus allgemein auch unterstützen. So ist es dann halt zu unserem Rebranding gekommen, sagt man das so? Okay, gut, also…
Tom (45:44)
Mhm. Mhm.
Ja, sehr
professionell.
Johanna (45:59)
Genau,
also zur Planetdisplothek.
sind so zwischen einer Handvoll und zehn Flinterpersonen, die sich ehrenamtlich engagieren und haben angefangen, Clubs kleine Veranstaltungen zu machen rund das Thema Periode, Zyklus, Endometriose.
haben dort einen Infostand immer stehen, bei dem man ja auch so kleine Spiele machen kann, sich informieren kann, haben Periodenartikel mit und so weiter und so fort, bieten auch Workshops an, Yoga Workshop hatten wir schon, so ein Kreativworkshop und ja, wir hatten dann das Bedürfnis, uns ein bisschen zu erweitern und
Tom (46:36)
Mhm.
Johanna (46:37)
weil ich ja bei dem Benzelfestival auch so bisschen betrinhänge, auch noch durch das andere es dort noch keinen Menstruationsstand gab, kam eben die Idee, wir machen das jetzt einfach. Und letztes Jahr haben wir uns dann ein rotes Zelt gekauft und einen Haufen Sitzsäcke und genau, Wasserkocher. Genau.
Tom (46:54)
da sind sie, die Sitzsäcke. Also, Menstruationsstand heißt jetzt aber nicht einfach nur
Informationsstand, sondern das heißt schon richtig auch mit Zelt und Rückzugsort. Und da kann man dann mal sich eine Zeit verbringen, wenn man mal einfach kurz ein bisschen Ruhe braucht. schön.
Johanna (47:05)
Genau.
Ganz genau. also uns ist
es natürlich auf dem Gelände drauf, sodass du auch wirklich nicht weit weg bist von den Bühnen. Du musst dich zurück zum Zeltplatz laufen und zwar ist es wichtig, dass man einfach schnell da ist und du kannst dich hinsetzen einfach, du die Augen schließen, müssen entspannen. Du kannst aber auch dir mit unseren Wasserkochern dort Wärmflaschen machen, dir ausleihen. Tensgeräte dort, sodass du dir auch bisschen mit Strom den Bauch oder Rücken massieren kannst, um die Schmerzen zu lindern.
Tom (47:16)
Ja.
Mhm.
Johanna (47:39)
auflösende wir haben ganz viele Sachen, die du auch lesen kannst, wenn du vielleicht einfach für dich gerade zu tun haben möchtest, dich informieren magst.
Tom (47:47)
ihr habt einfach auch wahrscheinlich eine angenehme Stimmung. wenn ich mir … Mehrere Fragen hab ich dazu. Einmal fang ich vorne an. Wird es … Wie wird es gut angenommen? Es wird bestimmt gut angenommen, aber sind es viele Leute, die dann kommen …
Johanna (47:51)
Ja.
Ja.
Ja.
Ja, was heißt viele? Also der Stand ist immer besucht, so sagen wir mal so. Es sind immer Leute da, genau.
Tom (48:07)
Ja, weil ich mich … Ah, genau, so. Genau. Ja. Weil ich hab mich auch gefragt, weil menstruierende
Personen werden wahrscheinlich auch, sich vielleicht entscheiden, nicht aufs Festival zu fahren, wenn sie merken, oh Mist,
Johanna (48:18)
Ja.
Tom (48:20)
Und denken sich, nee, das fällt jetzt mitten in die heiße Phase, da fahr ich bestimmt nicht aufs Festival. Weil das heißt für mich, All das, was wir am Anfang schon erzählt haben, sagen wir mal, das sind Personen, genauso wie wir, die wollen zig Leute auf der Bühne sehen, und dann wissen sie schon, ja
Dann kann ich mir vielleicht, wenn es gut läuft, ich mir einen Act angucken und dann muss ich schon wieder, dann geht es mir vielleicht nicht so gut oder ich lieber zurück zum Zelt, möchte in Ruhe Immensurationsartikel wechseln oder muss mich mal kurz hinlegen und dann bin ich schon wieder raus, ich keinen Bock drauf, fahr ich erst gar nicht zum Festival. Das heißt, jetzt hab ich gerade gedacht, wenn das jetzt so was Neues ist, dass es ein Periodenzelt gibt und so, dass die Leute das ja noch vielleicht gar nicht so sehr wissen, oder, da kommt schon wieder meine nächste Frage, wurde das von dem Mit-Dir-Festival ausgetauscht?
Johanna (48:53)
Mhm.
Tom (49:06)
schon so angepriesen. Es gab so Werbung vielleicht dafür, dass Leute dachten, ach geil, nee, dann hab ich ja das Festival-Ticket nicht umsonst gekauft, guck ich mir das mal an. Deswegen hab ich gedacht, na, kommen da wohl schon so viele Leute? Oder wenn man das jetzt hat und man weiß, okay, es gibt es, dann wird es vielleicht dieses Jahr, wenn ihr da seid, schon wieder mal eine Frage, gibt es das dieses Jahr wieder so? Und dann werden ja mehr Leute vielleicht schon kommen.
Johanna (49:27)
Ja.
Hoffentlich. wie gesagt, nochmal, Gott, wo fange ich an, Tom? ich, ne? Also, es ist schon irgendwie krass, wenn man jetzt sagt, man kommt zu einem Festival nicht, wenn man halt die Periode hat, was wie gesagt ja ein Problem der Infrastruktur, der Infrastruktur vor Ort ist und nicht von der Person an sich. Man braucht halt einfach dann ein System, was da ist, genau. Und total.
Tom (49:36)
Ja, ich weiß, ich hab auch einfach alles hintereinander weg.
Nee, überhaupt nicht. Aber ich könnt … Genau. Aber ich könnt total verstehen, dass man sagt, nee, ist mir zu
viel. Es ist nur ätzend, hab ich keinen Bock drauf.
Johanna (49:59)
Natürlich, auf jeden Fall.
Wir haben letztes Jahr, weil du gefragt hast, wegen Werbung, ich glaube, es gab einen Instagram-Post dazu. mit noch mal einem großen Danke an Einhorn, die waren da, glaube ich, auch mit drin, weil Einhorn hat uns die, die haben uns massiv viele Tampons gespendet, die wir da wirklich verteilt haben. Dann Binden hatten wir uns noch gekauft und also das…
Tom (50:07)
Ja.
Johanna (50:26)
Ja, also es wurde dann, jetzt beantworte ich hier gleich zwei Sachen auf einmal, also es wurde ein bisschen Werbung gemacht, aber ja jetzt nicht Werbung, also jetzt nicht wie, also naja. Ja, genau. Genau und ja, einfach, ich glaube auch einfach, weil wir das irgendwie ganz nett fanden, das nochmal zu sagen, es das eben, ich rede mich
Tom (50:36)
Ja, aber so, dass man weiß, okay, das gibt es, ne?
gut, das war so im Nachhinein,
aber hat das Festival auch … okay. Ja.
Johanna (50:50)
Ne, ne, ne, ne. Also wir haben es davor schon, wir haben es davor auf jeden Fall bei Instagram einmal beworben. genau
das Festival, unser Account und dann Einhorn. Ich glaube, das war so ein Collab-Post. Also so ein paar Menschen haben es gesehen und dann spricht sich das ja auch rum. Also ich habe letztes Jahr bei auch größeren Accounts, die das mit dir Feste übersucht haben, gesehen, dass die so ganz begeistert dort waren und eben auch unsere Feriodenartikel-Spender fotografiert haben. Das fand ich total schön und das
Tom (51:02)
Ja. Ja.
Johanna (51:20)
ohne uns da jetzt zu sehr zu beweihräuchern, aber wir haben bei dem Festival wirklich darauf geachtet, dass eben die Tampons nicht nur und die Binden nicht nur am Metrotionszelt sind, sondern wir haben diese kleinen Briefkästen gebaut und die stehen vor jeder Toilettengruppe, weil du brauchst es ja da und du rennst ja dann auch nicht vom Zeltplatz runter zum Periodenzelt, dir einen Tampon zu holen, wieder hoch, sondern es muss halt vor Ort sein und ich glaube, das war jetzt so der kleine feine Unterschied, den wir jetzt
Tom (51:33)
Ja.
Johanna (51:50)
noch hatten. Du konntest dir natürlich trotzdem vor Ort bei uns im Zelt Periodenartikel holen. Also das war natürlich trotzdem jederzeit möglich.
Also, weil die auch gefragt haben, ob es jetzt immer besucht war. Wir haben da eben auch nicht.
Tom (52:02)
Mhm.
Johanna (52:05)
nur menstruierende Menschen gehabt, sondern auch einfach Leute, die Bock hatten, sich über das Thema Periode zu informieren und auszutauschen. Und das wollen wir jetzt dieses Jahr noch ein Stückchen verbessern, sozusagen, man diese Entspannungszone noch ein bisschen mehr abgrenzt zu der Austauschzone, wo alle Menschen ja eingeladen sind. Und ja, ich meine, warum sollte man nicht den Ort komplett nutzen?
Tom (52:10)
Hm. Ja.
Johanna (52:30)
Ich finde nicht, dass der Raum jetzt nur für menstruierende Menschen da sein muss. Klar, eine Ruherecke ist total wichtig und da irgendwie so einen sicheren Ort irgendwie zu schaffen, klar. Aber ich finde auch andere sollten sich ja informieren dürfen, können und müssen. Und das versuchen wir ja.
Tom (52:39)
Mhm.
Ja, genau. Und einfach auch das
… sichtbar zu machen. Weil, wie gesagt, ich in meinem 23-jährigen Kopf damals hab natürlich null daran gedacht, wie es für menstruierende Personen sein könnte. Und ganz ehrlich zu sein, auch relativ bis ich würd auch sagen bis 2022. Also, das … Und wenn jetzt aber so ein Menstruationszelt da wäre, dann wär’s ja für mich auch sichtbar. Und dann werd ich vielleicht, ich dödel da vielleicht auch mal ein angestoßen.
Johanna (52:57)
Nee, ja.
Tom (53:18)
Und wir haben gesagt, denkt mal darüber vielleicht Und dimensurierende Personen gehen nicht zurück und sind alleine im Zelt, wenn sie sich hinlegen, sondern können da halt in Gemeinschaft sein. Ist ja viel, viel schöner. Ja, und mit euch. ha ha. Auch noch Service, mein Gott.
Johanna (53:26)
Ja.
Und mit uns. Genau. Und wir machen nette Tees nebenbei. Und genau. Ja, klar. Kostenfrei,
kostenfrei. Ja, das ist uns auch wichtig. Wir wollten jetzt auch nicht da irgendwelche Einnahmen gewinnen, sondern haben halt gesagt, dass auch die Tees, die wir anbieten, die sind kostenfrei. Weil ich möchte einfach dieses Grundbedürfnis befriedigen. Und dafür gehört eben auch ein Angebot von diesen Tees dazu, finde ich. Naja.
und was ich noch sagen wollte, weil meintest, dass du jetzt auch als Mensch angesprochen wirst, der nicht menstruiert und da vielleicht aufmerksam drauf wirst, ich glaube, das ist auch noch eine schöne Sache, wenn man ja ziemlich …
überlegt, es gibt Festivals, wo vielleicht kein Menstruationszelt dann wäre trotzdem die Frage, was kann ich irgendwie als Begleitperson tun? Und was ich immer total schön finde, ist, dass gerade bei Festivals, dass man eben nicht sagt, so, ja, komm, dann leg dich mal eine halbe Stunde hin und wir holen dich dann wieder ab. Niemand holt diese Person ab, die wird einfach Genau, sondern dass man einfach mitgeht und dass man zusammen eine Pause macht,
Tom (54:26)
Mhm. Nein.
Johanna (54:32)
Es waren vielleicht mal die Getränke organisiert, dass man Menstruationsartikel dabei hat. ja, also ich glaube, da so bisschen mehr Verständnis zu zeigen und nicht dieses, da die auch noch ihre Tage. Erst bringt die zu viel Gepäck mit, dann hat die noch ihre Tage, ey. Anstrengend.
Tom (54:45)
Ja, ja.
Ja, weil das Nummer da zugehört, Nee?
… Ja, finde ich gut. Liebe Allies, mitdenken.
Johanna (54:55)
Genau. Ja,
Bei uns kamen letztes Jahr tatsächlich nur positive Rückmeldungen. Das fand ich total schön. Egal welchen Geschlecht die Menschen da hingekommen haben und gesagt, dass es eine tolle Sache ist, dass es das hier gibt und dass sie auch bei anderen Festivals gesehen haben, dass es das jetzt gibt. Ich finde das voll schön. Ich würde so gerne mal in Austausch treten mit den anderen Kollektiven, die sowas machen und haben, aber es fehlt einfach die Zeit. Ich glaube, das wäre so wertvoll eigentlich, wenn wir da gegenseitig waren.
lernen. wir, also wir, unser Wunsch ist ja zum Beispiel auch eine eigene Toilette, eine eigene Menstruationstoilette zu haben, die dann wirklich dafür da ist. Aber ja, da wäre es natürlich spannend, wie die anderen das zum Beispiel finanzieren, weil es echt teuer ist, so eine Toilette
Tom (55:29)
Ja.
steht noch was auf unserem Zettel? Also wir waren, wir waren, wir haben geparkt, sind, verabschieden. nein, ja siehst du, jetzt kommt der Festival Blues. jetzt ist das Festival vorbei. Obwohl jetzt hab ich richtig Lust, noch mal aufs Festival zu fahren.
Johanna (55:45)
Gut.
Verabschiedung.
Tom (56:00)
Schade. Na gut. Dann fahren wir jetzt nach Hause.
Johanna (56:02)
Genau,
unser Festivalbesuch war ja jetzt ein guter, weil wir waren auf einem Festival mit Ventilationszelt und mit Toilette hinter der DJ-Booth und mit Ausstilderungen generell, wo die schnellste, dichteste Toilette ist, damit auch Menschen aus Publikum die finden und mit Periodenartikeln. Tom, unser Festival war ein Traum, das war gut. Periodenfestival.
Tom (56:10)
Ja.
ja!
Das ist ein tolles Festival. Machen wir nächstes Jahr wieder so.
Ferienfestival. Woo!
Okay, Johanna. Dann packen wir unsere Rucksäcke und fahren nach Hause.
Ach, Leute, und bevor ich das vergesse, teilen, liken, kommentieren und die Glocke aktivieren, ihr kennt das. brauchen wir ganz besonders, weil Instagram uns immer mehr nicht mag. Aber damit fang ich jetzt gar nicht an. Gar nicht mal. Gar nicht. Ihr könnt euch … Der Drops ist gelutscht. War ein bitterer Drops, aber ist egal, wir brauchen euch.
Johanna (56:47)
Gar nicht, Marc. Nee. Nee, die Tür öffnen wir nicht. Nee.
Tom (56:55)
indem ihr in euren Streaming-Portalen einfach mal guckt, wo man so eine Glocke aktivieren kann, wo man Sterne dalassen kann, wo man vielleicht noch mal sogar einen Kommentar schreibt, das könntet ihr auch mal machen. Oder erzählt einfach allen von diesen …
wunderbaren Podcast freuen. Alles klar, Johanna, wir düsen ab. Tschüssi.
Johanna (57:11)
Jaaa!
Ja,
bis dann, tschüss!
