#5 Zyklus – mehr als Periode

Tom (00:00)
Hallo Johanna! Das ist Folge 5. ich habe eine Frage und die habe ich mir nämlich aufgeschrieben, ich, also es ist ja kein Geheimnis, du machst ja viel Recherchearbeit, aber ich kann auf jeden Fall sagen, dass ich meinen

Johanna (00:01)
Hallo Tom!

Tom (00:19)
Blick und auch mein Gehör, was so vermeintliche Frauenthemen angeht, doch ein bisschen geweiht hat. Oder ich höre ein bisschen anders zu. So, sagen wir das mal.

Johanna (00:27)
Mhm!

Heimlich oder

offiziell? Schleißt du dich so von hinten an? Oder?

Tom (00:35)
Nein, wenn ich was im Uuh, wie creepy ist

das. Hallo, ich weiß auch Bescheid jetzt. Nein. Wenn ich … Uuh, iiih, was? Nein. Also, wenn ich was im Fernsehen

Johanna (00:44)
Auf so einer öffentlichen Toilette in der Kabine daneben.

Tom (00:53)
also ich hab in der Mediatheke gesehen und zwar so ein kleines Interview mit Lord. Das ist eine

Auf jeden Fall wollte ich dich fragen, wie krass es ist, die Pille abzusetzen.

Wie krass das ist! Ja, weil das konnte ich… Nein, wie… Ach so! Nein, also… Wie krass ist das eigentlich? Nee, die hat auf jeden Fall davon erzählt, dass sie das gemacht hat mit 28 und zwar das erste Mal seit 15 Jahren und erzählt dann noch so ein bisschen mehr darüber. Und das passt ja auch ganz gut, glaube ich. Also weiß ich gar nicht, ob das gut passt, aber…

Johanna (01:06)
Wie krass ist das eigentlich? Oder ist es wie krass ist das auf der Skala von 0 bis 10?

Mhm.

Tom (01:33)
Wir reden heute über den Zyklus und über Ja, und wenn ich richtig aufgepasst habe, unterbricht die Pille das ja nun mal. Ja, und wenn man dann nach 15 Jahren das erste Mal die Pille absetzt, ist es krasser dann? Also ist es ein… Weißt du das? Ist das eine dofe Frage?

Johanna (01:37)
Ja, korrekt.

Fakt!

krasser als was. naja,

das kommt jetzt drauf an. Also, ich glaube, das ist natürlich von Körper zu Körper unterschiedlich. Und dann ist ja die Frage, wie war es denn davor? Das weiß ich ja jetzt nicht. Und also, meinst jetzt auf mich bezogen? Oder?

Tom (02:11)
Ja, guck mal.

Nö, ich weiß ja auch gar

nicht, ob du das weißt. Hast du die Pille lange genommen? Ja, ich glaub, das hast du in der ersten Folge sogar erzählt. Und wenn man die dann nach 15 Jahren … Ich weiß es ja jetzt, weil ich dieses Interview gesehen hab, aber wie war das bei dir?

Johanna (02:18)
Ja, ja, auch ewig. Ja, ja, ja, ja.

Tom (02:28)
Ich weiß zumindest von meiner Freundin Käthe, dass wenn man nach einer sehr langen Zeit die Pille absetzt, dass es auch sein kann, dass es dann völlig durcheinander ist und dass man vielleicht auch die Periode erst mal eine ganze Zeit lang nicht

Johanna (02:35)
Mhm.

ich kenne tatsächlich einige und das war auch bei mir so, wo es halt super lange nicht, also ich hatte dann mega lang meine Periode

Ich weiß gar nicht mehr, ob das über ein Jahr war, es aber so in dem Dreh, es war schon wirklich lang nicht. Ja, ja,

Tom (02:51)
Also schon richtig lang.

Johanna (02:55)
Ich weiß nicht, also ich glaube, das dauert schon und vor allem bis der Zyklus dann wieder so regelmäßig ist. Das kann schon dauern, aber es gibt natürlich auch mal so eine Person, wo das dann ganz schnell wieder losgeht.

Tom (03:06)
Ja, also Lorde hat gesagt, sie wurde überströmt mit Good Chemicals. Und da hab gedacht, das ist schon krass. also die Pille macht auf jeden Fall was mit einem. sie hat dann das so ein in Verbindung mit dem neuen Album gesetzt, das sie aufgenommen hat und hat gesagt, dass sie in den drei Monaten, nachdem sie die Pille abgesetzt hatte, größten Teil ihres, also es ist ein Hit-Album das heißt Virgin,

Johanna (03:16)
Mhm.

Tom (03:30)
Und dass sie den größten Teil in den Monaten, nachdem sie die Pille halt abgesetzt hat, geschrieben hat. Und dann hab ich gedacht, das ist schon … Also, das schränkt einen schon ein, wenn man die Pille nimmt. Also, das ist … Das ist … Ah, okay, ja.

Johanna (03:43)
Ich glaube, du kannst es nicht so pauschal sagen. Ich glaube,

… gerade im Hinblick auf die Hormonbehandlung nach so einer Endometriose-OP, kann der das ja schon auch …

Also kann das auch super hilfreich sein. Das unterdrückt ja deine Periode und damit auch deine Schmerzen. Und wenn du jetzt vorher so gelitten hast an Schmerzen, ist es ja schon gut, dass du dann die Pause hast. Und ich kann mir schon auch vorstellen, dass vielen, also gerade wenn du auch im Leistungssportbereich bist und eben leider keine Rücksicht darauf genommen werden kann, wo du da jetzt im Zyklus bist, vielleicht ist das dann auch nett, dass du eben diese Pille bekommst. Wobei man natürlich an der Stelle das ganze

Tom (04:02)
Gut.

Johanna (04:24)
das System noch mal jetzt hinterfragen muss, ob das nicht irgendwie schöner wäre, wenn es eher andersrum ist und die Wettkämpfe und weiß ich nicht was angepasst werden könnten an den Zyklus. Aber ja, also ich bin mal vorsichtig mit so Pauschal-Aussagen. Ich weiß schon, ich weiß schon, was du meinst und das hat natürlich auch Gründe, warum jetzt gerade junge Menschen eben nicht mehr wie wir, als wir jung waren und angefangen haben so zu verhüten, nicht mehr die Pille nehmen.

Tom (04:25)
Mhm, mhm.

ok, gut.

Mhm.

vielleicht wollte ich auch eigentlich ein bisschen mehr auf diese Zyklusphasen hinaus, weil sie dann auch noch sagt, dass vor allem in der Zeit während des Eissprungs, und wir kommen ja gleich noch auf die ganzen Sachen oder die ganzen Phasen und so, dass sie da in drei zwei bis drei Songs am Stück geschrieben hat und die dann auch irgendwie richtig gut fanden. Und da hab gedacht, krass, wie…

Johanna (05:06)
Mhm.

Hmm.

Tom (05:17)
Das war mir, also ich wusste, werden irgendwann diese Folge hier machen. Und ich hab da tatsächlich auch nicht viel Vorwissen gehabt. Ich hab jetzt ein bisschen was aufgeholt, also so als Vorbereitung auf die Aber habe da dann natürlich bisschen bewusst dazu gehört und hab gedacht, krass, es gibt also Phasen durch den Zyklus, in dem man offensichtlich produktiv sein kann. Also das Interview ist, ja genau, also keine Pauschale. Man muss nicht, man kann.

Und sie hat es auch so thematisiert und das fand ich ganz schön und ich würde das Interview in die Show Notes packen, weil ich das allgemein sehr gut fand.

Also was ich auf jeden Fall interessant fand, dass ihre Periode als Protagonistin des Albums beschreibt. Das ist schon irgendwie interessanter Move. Und sie sagt aber auch, dass es nicht nur geil war, sondern dass die Periode ihr auch manchmal in den Arsch getreten hat. Also das ist auf jeden Fall keine schöne Malerei, was sie da macht. Und so als Schlussaussage, was ich auch irgendwie schön fand, war das…

Johanna (05:56)
Ja.

Ich es gut.

Ja, das kann ich mir auch gut vorstellen.

Ja.

Tom (06:16)
Dass sie gemerkt hat, dass sein Körper schon die Antwort weiß. Das ist natürlich auch immer einfacher gesagt als getan. Aber wenn man es schafft, oder wenn man das Privileg hat, seinen Körper hören zu können, und du hast es ja grad schon bisschen erwähnt, wie so Systeme sind, und die passen sich natürlich nicht der Periode an. Ha ha, Surprise. Ist kein Spoiler, glaub ich, für die meisten, die das hier Aber wenn man das Privileg hat und auf seinen Körper hören kann, dass er dann schon irgendwie die Antwort weiß.

Johanna (06:28)
Mhm.

Tom (06:46)
fand ich irgendwie nett.

Johanna (06:47)
Ja, pack uns das Interview rein, finde ich gut.

Tom (06:50)
Mach ich.

So und von dem Hit-Album von Lord können wir ja direkt rüberschwenken in Klunkerkranich, wo wir am Samstag waren. Ja.

Johanna (06:59)
Da haben wir mal bisschen

Quality-Time verbracht zusammen und haben auch direkt mal die Toiletten gecheckt, wie es denn da so Aber es ist doch schön, oder? Also ich habe mich tatsächlich gefreut, dass du mal irgendwo wieder einen Ort hast und hinkommst und du siehst, da sind Humpongs und Winden und Menschen werden mitgedacht. Ich finde, das gibt einem doch ein richtig gutes Gefühl.

Tom (07:03)
Ja.

Ja,

finde ich Und wir haben uns jetzt vorgenommen, dass wir jeden mit Cosmea zusammen ein die Auslosung kommt gleich noch. Dann machen wir jetzt noch ein bisschen Spannung.

Johanna (07:31)
verlosen.

Tom (07:36)
Aber wir würden hier jetzt schon mal den nächsten Aufruf starten.

Johanna (07:40)
haben jetzt die Möglichkeit mit euch, dass wir verschiedene Orte mit Periodenartikel kostenfrei ausstatten können. Das heißt, ihr könntet das Glück haben, so wie ich, dass meine Schule eben ausgestattet wurde mit Binden und Tampons, dass ihr ein Ort kennt, das kann auch, es muss

keine Schule sein. kann auch ein Frauenhaus sein, das kann ein Jugendzentrum sein, das kann alles Mögliche sein.

Tom (08:01)
Mhm.

Und die Idee ist einmal monatlich verlosen wir ein

Und dieses Sponsoring ist ein Vorschlag von euch. welchen Ort sollen wir mit Cosmea zusammen Und das könnt ihr uns Auf Instagram gibt es dann einen Beitrag bei uns im Profil.

Johanna (08:28)
unter den ihr dann kommentieren könnt, die Einrichtung, die eben das Sponsoring erhalten soll. Und es ist wirklich ne große Kiste.

Tom (08:35)
Und wer kein Instagram hat, uns auch schreiben an cosmea@unverkrampf-podcast.de. Kosmea, C, O, S, ⁓ E,

Tom (08:47)
sind unseren Zuhörern denn noch was schuldig? Ja, Ich habe hier ein großes Glas und da sind ganz viele Lose drin. Das sind die ersten Zusendungen aus der Und zwar für das Sponsoring-Paket, das wir mit Cosmea zusammen verlosen Das machen wir jetzt mal. schüttel, schüttel, schüttel und du das ziehen.

du liest vor. Ähm Elmtalgymnasien. Nazien. Ja. Also mehrere. und ich guck mal nach, weil das interessiert mich jetzt. Wer das genauer

Also ich guck mal kurz hier in den Kommentar. Ah, da hab ich’s. Also Glückwunsch W-unterstrich-rena9294. Und das sind die Ellental-Gymnasien in Bietigheim. Weißt du, wo Bietigheim ist?

eben nachgeguckt und das liegt in Baden-Württemberg. Das heißt, das Paket wird auf jeden Fall eine kleine Reise vor sich

Tom (09:41)
Und wenn du Lust drauf hast, zeig uns doch, dass das Paket angekommen ist. Kannst du uns zum Beispiel ein Foto schicken oder verlinkt uns auf Instagram.

Tom (09:49)
bevor wir jetzt gleich richtig reinstarten noch ganz, schnell. Das muss sich loswerden. Da habe ich nämlich vorhin. Also wenn ihr euch erinnert an die letzte Folge, da habe ich ja Johanna erzählt, dass ich eine Signal Nachricht bekommen habe aus der Community, nämlich von meiner Mama, die er aber mit Papas Handy geschrieben hat. Und jetzt habe ich natürlich von Papa eine Nachricht bekommen und hat gesagt, er möchte das bitte klarstellen. Er hört den Podcast auch. Und er findet den auch gut so.

Ja, so hat er das geschrieben. Ja, vorhin noch.

Johanna (10:18)
Mit so einer Betonung hat er das gesagt. Es war sehr wichtig.

Tom (10:24)
Tom, stell es noch mal klar, ich höre den Podcast auch. Ja, finde ich auch.

Johanna (10:28)
Okay, wie schön!

Okay, und bevor wir noch was ganz anderes vergessen, weil das haben wir nämlich schön vergessen beim letzten Mal…

Tom (10:38)
Mhm.

Johanna (10:40)
ist der Disclaimer und wir fassen das mal ganz kurz wir sind immer noch Johanna und Tom, die davon erzählen, was sie für Erfahrungen gemacht haben oder gehört haben im Austausch mit anderen oder sich angelesen haben und das Wissen teilen wir mit euch.

Und solltet ihr größere Fragen, Probleme haben oder ihr merkt vielleicht stimmt irgendwie gesundheitlich doch bei mir was nicht, wir sind nicht unbedingt die erste Anlaufstelle, der man sich melden sollte. Dafür gibt es ärztliches Personal, was sehr gut sich auskennt, hoffentlich. Und da seid ihr dann richtig.

Tom (11:18)
Genau, also wir können ein bisschen was vermitteln, bisschen vielleicht was anstoßen, aber für den Rest sind dann die Expertinnen da.

So, Johanna,

ich befürchte, dass das jetzt kommt. Nein, ich befürchte, ich sage immer, ich tue immer so. mache hier, ich spiele mich hier mal ein bisschen auf. Aber es kommt jetzt richtig oder falsch. Rauf, genau wie wir das nennen. Rauf, jetzt noch eine schnelle Runde. Rauf.

Johanna (11:38)
Roff, wie es abgekürzt steht bei uns auf dem Sättel. Roff!

Aha,

und dann können wir richtig starten.

Tom (11:48)
Und dann kann ich mich zurücklehnen und dir zuhören. Nein, okay. Also, ich bin gespannt.

Johanna (11:50)
Ja, das denkst du. Okay,

los Aussage eins. Der Eissprung ist immer in der Mitte des Zyklus.

Tom (12:03)
So jetzt toll, jetzt habe ich vorher schon erzählt, dass ich mir deine Vorbereitung durchgelesen Nein, nein, nein, nein, nein, genau. Ja, also das, das ist hier schon, ist schon echt. Okay, warte, sag noch mal. Der Eisprung liegt in der Mitte des Zyklus.

Johanna (12:10)
⁓ Aber die Fragen standen nicht drin, das hier kurz mal klarzustellen.

Ja, der Einsprung ist immer in der Mitte des Zyklus.

Tom (12:27)
So. Nein, weil ich glaub … Nein, hab … Wenn ich mich richtig erinnere, sind die Zyklusphasen nicht immer gleich lang. Dann kann er ja nicht in der Mitte liegen. Nein, er liegt nicht in der Mitte. Ob meine Begründung richtig oder falsch ist, ist egal. Ich sage erst mal nein. Ja.

Johanna (12:46)
Also, wir loggen FALSCH ein,

und FALSCH ist korrekt, denn die erste Zyklusshälfte

den Namen sagen wir dann gleich noch in Ruhe. Die kann tatsächlich in der Länge variieren und kann halt auch mal länger sein oder auch mal kürzer sein aus ganz verschiedenen Gründen, beispielsweise unter anderem Stress, Schlaf, Ernährung, Hormonschwankungen aus ganz vielen verschiedenen Gründen. Und genau, die zweite Zyklushälfte ist meistens eher konstant und tatsächlich die 14 Tage lang. Auch das variiert natürlich, aber dadurch kann es auch sein, dass der Eissprung nicht mittig ist. Genau.

Tom (13:23)
Na,

Johanna (13:24)
Also eigentlich schon gut erklärt, genau.

Tom (13:25)
frag doch mich einfach.

Johanna (13:29)
Okay, zweite Fünfte. ⁓

Tom (13:42)
Jede fünfte.

Das heißt, es passiert und die armen Menschen denken, ach du meine Güte. Ähm, ja, scheiße. So richtig, wirklich, ja? Also, ist klar, wenn du das gar nicht weißt.

Johanna (13:51)
Ich sterbe, meine Organe bluten aus mir raus. Weiß ich nicht, also …

Ist, glaub ich, schon ein Schockmoment, oder?

Tom (14:01)
Ja. Boah. Jede fünfte Also, aus meiner Erfahrung heraus würde ich jetzt sagen, ist wahrscheinlich … Stimmt das oder ist es noch schlimmer? Weil wir hier so ein eskalierender Podcast sind. Nur Schlagzeilen. Ähm … Wahrscheinlich … ist es sogar jede vierte. Also, jede fünfte … Ach so, ich muss ja richtig oder falsch sagen.

Dann ist richtig.

Johanna (14:31)
ist richtig. Ja, jede fünfte Person in Deutschland weiß bei der Menarche nicht, dass es sich dabei die Periode handelt. Verrückt.

Tom (14:38)
So, ja das ist wirklich verrückt. Ich freue mich hier, weil ich einen Punkt mache, aber

es ist ja eigentlich richtig schlimm.

Johanna (14:45)
blöd.

genau. Ja, Dritte Aussage.

Wenn zum Beispiel zwei menstruierende Menschen viel Kontakt zueinander haben, also zum Beispiel beieinander wohnen, dann gleicht sich ihr Zyklus aneinander an. Das heißt also, dass ihr dann beispielsweise…

Tom (15:00)
Ja, ⁓ Entschuldigung, da kam er mal schnell. Ja, weil das ist so, das weiß,

das weiß ich glaube ich wahrscheinlich schon, aber, nein, jetzt stimmt das nachher nicht. Ja, okay, Entschuldigung.

Johanna (15:10)
Jetzt lass mich doch erst mal zu Ende sagen, also

dass sie dann zum Beispiel ihre Periode gleichzeitig haben. Meine Güte. So, jetzt!

Tom (15:17)
Ich bin hier der Mann im Podcast. fall dir jetzt

vor. Toll, toll. Ich sammle Sympathie. Also ich sammel vielleicht Hoffpunkte, aber Sympathie Punkte sammel ich nicht. Schuldigung jetzt, aber bitte. Ach so. Ist das so schlimm? Ja, ich also pass auf.

Johanna (15:26)
Aha.

Ja und? Du weißt es ja. Sag’s halt nochmal.

Tom (15:46)
Vielleicht falle ich jetzt drauf rein, weil das irgendwie so ein Mythos ist. Aber das ist ja das, man, was so ganz oft irgendwie in Filmen oder in Serien oder so, wenn viele Frauen, wenn viele Frauen, nein, wenn menstruieren, ich weiß es doch besser, wenn menstruierende Personen viel miteinander zu tun haben, gleichen sich ihre Cyklus, Cyklen an. Cyklus ist es an. Und das stimmt.

Johanna (16:10)
Ich sie geschenkt.

Also du loggst richtig ein? Das ist falsch. Aber ich kann das kurz mal erklären. tatsächlich… Also warte mal, erst mal muss ich damit… Also das, was in Filmen gezeigt… Nee, ich muss ja… Ja, ein bisschen schon. Ich hab schon

Tom (16:19)
Ja. Krass, okay, gut.

Du freust dich viel zu sehr, dass ich endlich was falsch gesagt habe.

Johanna (16:37)
also warum ist es falsch, Tom? Pass auf,

Es gab in den 70er Jahren tatsächlich eine Studie von Martha McClintock, die der These nachging, dass sich Zyklen angleichen. Denn sie hatte eben genau diese Erfahrung mit ihrer Mitbewohnerin damals im Wohnheim gemacht. Daraufhin hat sie 130 Teilnehmer für die Studie genommen und dort zeigte sich eben diese Angleichung.

Aber in den 90er Jahren wurde eine Studie an der New Mexico State durchgeführt.

Und zwar wurden dort lesbische Paare untersucht und hier fand keine Zyklusangleichung statt. Ja, also unter, also innerhalb der Paare nicht so. Was man ja, also ich meine, die verbringen ja offensichtlich viel Zeit miteinander, würde ich jetzt mal sagen, wenn man ein Paar ist. Genau.

Tom (17:18)
Hm? Hmhm?

Ja.

Johanna (17:24)
zudem wurde 2006 eine Studie von chinesischen Forschern durchgeführt und dort wurden 180 Studentinnen in einem Wohnheim untersucht, eben genau der gleiche These nachgegangen, das heißt also, hat sich der Zyklus angeglichen oder nicht und bei diesen Studentinnen hat er sich nicht angeglichen. So, das heißt also, die Studie, die eben in den 70er Jahren durchgeführt wurde, die ist tatsächlich, also anders als sehr

und zum anderen auch methodisch sehr umstritten. Lag auch daran, dass einfach sehr wenige an dieser Studie teilgenommen haben. Wenn wir uns jetzt also die neuen Studien angucken, dann ist das nicht so. Die kommen eben zu dem Ergebnis, dass sich die Zyklen nicht angleichen. Aber völlig richtig, dieser Mythos hält sich irgendwie anscheinend sehr hartnäckig. Und so die Forschungsansätze, die es damals gab und Begründungen, die klang tatsächlich auch relativ Aber ja.

Tom (17:57)
Mhh. Mhm.

Offensichtlich, ja.

Johanna (18:18)
Gut, also Studie ist Studie und anscheinend ist es eben nicht so.

Tom (18:21)
Hm.

Ja,

okay, muss ich wohl so hinnehmen.

Johanna (18:27)
Gut, dann jetzt reingehuscht in unsere Folge zum Thema

Das, was wir hier erzählen, ist natürlich auch wieder super unterschiedlich von Mensch zu Mensch. Zyklusphasen variieren. Und wir gehen jetzt hier mit so ein paar Beispielen voran, wie es im Lehrbuch vielleicht auch oft beschrieben wird, aber eben in der Realität nicht unbedingt so ist. Dazu gehört beispielsweise, gerade früher, und ich glaube, es steht sogar in unserem Navibuch, was wir auch an der Schule haben, dass ein gesunder Zyklus die 28 Tage sein soll. Das ist so Ding, was sich einfach immer wieder

Tom (19:01)
Mhm.

Johanna (19:03)
Es ist aber nicht so. Also das wurde inzwischen wiederlegt. Ein normaler Zyklus oder gesunder Zyklus. In Anführungszeichen sieht hier keiner. Ich mache das so vor mich hin, aber ich bin ja viel mehr nur zu hören. Schade. Da liegt die Zykluslänge zwischen 24 und 38 Tagen. So, wenn man beispielsweise die Krankheit PCO-Syndrom hat, dann kann das auch sein, dass der Zyklus deutlich länger ist. Und wenn man so was feststellt, dann ist es auf jeden Fall auch sinnvoll, das ärztlich abklären zu lassen.

Tom (19:13)
Hehehehehe

Also länger als 38 Tage? Oder ist 38 Tage schon so, dass man sagen kann, wow, das ist lang? Ah, okay. Und kann das, kann das, ähm, also kann es sein, dass ich mal 24 Tage und mal 38 Tage Zyklus hab? Oder hat, ja, okay. Oder, ja, ich dachte, oder lockt man das ein, einmal am Anfang? Und dann ist das für immer so.

Johanna (19:33)
Genau.

Nein, das ist voll okay. Also das ist in Ordnung.

Ja, also ich… Ja,

ist super spannend. ich glaube auch, also Vagetese, das natürlich schwankt das so. Also es gibt Zyklen bei Menschen, die sind super stabil und die haben ihre 28 Tage oder 30 Tage und das, das weiter und weiter und immer sofort.

Tom (20:10)
Mmh.

Johanna (20:14)
Aber natürlich kann das auch schwanken. Das hat immer damit was zu tun, wie gerade dein hormoneller Haushalt ist. Oder warst du jetzt in diesem Zyklus gesund oder warst du krank? Hast du vielleicht viel geschlafen? Hast du wenig geschlafen? Hast du deine Ernährung umgestellt? Hast du vielleicht keinen Sport gemacht wie sonst? Also tausend Gründe, die natürlich wie auf jeden anderen Bereich Einfluss auf deine Gesundheit haben. Und kann das schwanken. Genau.

Tom (20:21)
Mhm.

Mhm.

Johanna (20:41)
Es geht nur darum, dass du tatsächlich im Hinterkopf hast, dass wenn es unter den 24 Tagen ist oder über den 38, das zu beobachten und dann eben, wenn das über einen längeren Zeitraum auch so ist, das tatsächlich abklären zu lassen.

Tom (20:55)
Ja, alles klar.

Johanna (20:57)
Und Zykluslängen können natürlich auch im Verlauf des Lebens variieren. gerade wenn ich jetzt meine Benachie hatte und ganz am Anfang stehe von meinem Zyklusleben, dann ist der Zyklus natürlich, oder was heißt natürlich, aber oftmals auch super unterschiedlich. Also da hast du nicht gleich von Anfang an eingependelt deine 30 Tage, die du da immer in einer Periode bekommst, sondern das dauert halt oder kann eine Weile dauern. Und genauso nach hinten hin, wenn du in die Wechseljahre kommst, ändert sich das auch noch mal.

Tom (21:07)
Mhm.

Ja, ja.

Ja,

Johanna (21:27)
Ja, es kann natürlich sein, genau, sondern das

Tom (21:27)
also das ist nicht zack zu Ende, sondern … ja, okay.

Johanna (21:31)
läuft halt aus. Es gibt bestimmt auch Leute, denen es zack zu Ende, aber genau.

Tom (21:35)
Ja, okay, alles klar. Aber wir reden

hier immer so von Durchschnitt, kann man das sagen? Also wenn man sich so … ja, okay.

Johanna (21:41)
Ja, ich so sagen.

Genau, also das sind so die Zahlen, in den Statistiken und rausgekommen sind.

Tom (21:49)
Ja, aber ich finde es so gut, am

Anfang immer sagt, niemand ist falsch, jeder Körper ist unterschiedlich.

Johanna (21:55)
Genau.

Okay. Und dann geht’s mal ein bisschen los hier mit der ganzen ich muss sagen, immer wenn ich hier durch meine schlauen Bücher geblättert hab, dann hab ich…

immer mal was gehört von, okay, wir können den Zyklus in zwei Phasen einteilen, andere teilen den in der Literatur in vier Phasen ein und ich habe jetzt im Zuge der Vorbereitung rausbekommen, warum das so ist und war kurz selbst verwirrt, aber das teile ich doch gerne mal mit, das fand ich irgendwie ganz interessant, denn die Einteilung der Zyklusphasen kann tatsächlich einfach unterschiedlich gemacht werden und hängt damit zusammen, dass wir einmal den ovariellen Zyklus haben, das heißt also die

Tom (22:19)
Mhm.

Mhm.

Johanna (22:35)
in den Eierstöcken und dann gibt es zum anderen den Uterinenzyklus, das heißt also die Veränderung in der Gebärmutter. Diese zwei Zyklen können getrennt voneinander beschrieben werden, aber überlappen sich immer wieder, auch logischerweise in der Zusammenarbeit im

Tom (22:37)
Mhm.

Johanna (22:56)
Und wenn wir uns den Uteruszyklus angucken, haben wir vor dem Einsprung einerseits

und die Proliferationsphase, den Einsprung, und die Sekretionsphase, nach dem Einsprung. So, und dieses Proliferationsphase und auch die Sekretionsphase, da muss ich auch sagen, diese zwei Begriffe sind für mich

Tom (23:07)
Okay.

Johanna (23:17)
wir nehmen dann heute eben, ich würde sagen, oder ich interpretiere es jetzt einfach mal als eine Mischung aus den zwei Zyklen, also sowohl aus der Sicht der Eierstöcke als auch aus der Sicht des Uterus, nämlich die Menstruation, die Foliegelphase, Eissprung und die

und wir reden jetzt hier natürlich auch immer von einem Eissprung. Und wichtig ist natürlich im zu behalten, dass es auch Zyklen gibt, die eben keinen Eissprung haben. So, und das ist normal, das kann passieren. Diese Zyklen nennt man eben anovulatorische Zyklen. Ja, das heißt aber wiederum nicht, und das finde ich ganz interessant, dass man dann die Periode nicht hat, denn die findet trotzdem statt. Es kann halt sein, dass die dann geschwächter ist oder später stattfindet, aber auch das ist ein

Tom (23:50)
Mhm.

Johanna (24:03)
normal. Also bei einem gesunden Zyklus kann es eben mal

So, Tom, wir kommen mal jetzt zu einem Modell, was ich gerne nutzen würde für diese Folge, mit dem man sich

Tom (24:10)
Mmh.

Johanna (24:19)
eigentlich ganz gut visualisieren kann, wie eben der Zyklus funktioniert. Und Ganze wird nämlich das Vierjahreszeiten-Modell genannt. Und wie es zu einer guten Naturwissenschafts-Lehrkraft gehört, wie mir, kommt zuvor erstmal eine kleine

Genau, also das Modell bringt ein paar Vorteile, aber wie gesagt, bevor ich zu denen komme, vielleicht erstmal so bisschen Kritik daran.

zum einen ist das Modell natürlich stark vereinfacht und linear und dabei kann halt der Zyklus auch nicht linear verlaufen, wie wir jetzt schon gehört haben. eigentlich logisch. Dann ganz wichtig, jede Phase bei den Jahreszeiten ist ja etwa gleich lang. Das haut mit den Zyklusphasen so überhaupt nicht hin. Ich habe ja vorhin schon gesagt, der Eisprung ist ja eigentlich wirklich nur ein kurzer Moment. Und in dem Modell wird der Eisprung als Sommer dargestellt. Es wäre ja schrecklich, wenn

Tom (25:05)
Mhm.

Ja.

Johanna (25:17)
wir nur einen Tag Sommer hätten. Genau, so und die Foliegelphase, gerade wenn wir sie jetzt betrachten in dem Modell, wo wir nur zwei Phasen sehen, würde ja dann das halbe Jahr gehen. genau, das vielleicht im Hinterkopf

Tom (25:18)
mein Gott. Ein langer, heißer Sommer. Wuhu!

also aber ich muss sagen, dieses, dieses Modell mit den vier Jahreszeiten, als ich dann über die, über deine Vorbereitungen drüber geguckt habe, habe ich mich auf jeden Fall schon gefreut, weil das holt mich wirklich sehr ab. Also klar, okay, man muss in meinem Hinterkopf behalten. Das ist, das kann man nicht 100 Prozent so anwenden, aber es hilft mir auf jeden Fall, diese, diese komplexen Phasen so ein bisschen in meinem Kopf zu sortieren, weil ich da echt, da habe ich schon wirklich Respekt vor, weil das ist, das ist wirklich nicht unkompliziert.

Johanna (25:56)
Mhm.

Tom (26:01)
sich das und das auch zu behalten. das, dann hilft es so ein bisschen, man dann halt so Ankerpunkte an, die man sich, da kann man sich ein bisschen festhalten an den vier Jahreszeiten.

Johanna (26:01)
Ja. Ja, ja, ja.

Voll.

Auf jeden Fall. Wir gehen gleich nochmal drauf ein. Ich gehe mal hier mit meiner Kritik erstmal weiter rein. Was ist alles schlecht daran? Also genau, was es natürlich auch macht, ist, dass es beispielsweise Druck erzeugen kann. Also wenn wir jetzt sagen, im Frühling ist man eigentlich produktiv, kann das ja auch bedeuten, shit, ich soll jetzt produktiv sein. Oder im Sommer, wenn der Einsprung ist, geissig, kann ich mich zum Beispiel irgendwie attraktiv und toll fühlen. Und dann hast du vielleicht das Gefühl von,

Tom (26:17)
Ja, okay.

Mmh.

Mhm.

Johanna (26:42)
jetzt muss ich mich ja aber eigentlich mega sexy fühlen und toll, bin es aber irgendwie gar nicht so, weil es ist ein Modell und nicht jeder fühlt diese Jahreszeiten gleich. Genau so ein Nachteil ist, dass eben diese Biologie auf eine sehr emotionale Ebene gebracht wird. Es kann auch ein Vorteil sein, wie du ja auch gerade schon gesagt hast, aber

Ja, die Jahreszeiten sind dann eben doch sehr symbolisch. Das heißt, der Winter wird dann gleich als Rückzug vielleicht interpretiert. Und das passt ja auch nicht immer zur Realität. weil ich mich jetzt… Also nur weil es heiß in dem Moment modell, ⁓ jetzt zieh dich zurück, es ist Winter. Vielleicht fühle ich das ja gar nicht. Also man kann sich dann auch so Dinge hineinlesen. jetzt muss ich mich aber schlecht fühlen. Oder jetzt muss ich irgendwie PMS haben.

Tom (27:14)
Mhm.

Mhm.

Johanna (27:33)
Und das ist auch sehr gefährlich, finde ich. Und was natürlich auch ausschließt dieses Modell, sind Erfahrungen wie zum Beispiel, die man haben kann durch hormonelle Störungen oder durch eine Verhütung oder durch unregelmäßige Zyklen. Das heißt, Personen…

Tom (27:33)
Mhm.

Johanna (27:52)
die davon betroffen sind, natürlich schnell außerhalb dieses Modells. Und trotzdem, ja, mir gebe ich recht, es kann ein super Zugang sein und ermöglichen, dass man Menschen diese Phasen besser nachempfinden lassen kann.

Als wären wir uns jetzt einfach trocken das alles angucken. vielleicht da passen zu, ich hab ja mit meinem Kollektivplanet Displothek, haben wir auch ein Podcast, in der DJ-Szene sind ja Podcasts nicht sowas, wir hier machen, tatsächlich, genau, ich auch. Schon so viele, mein Gott, genau.

Tom (28:12)
Mhm.

Nee, genau, da ist was anderes. musste ich auch lernen, weil ich auch dachte, sie hat schon einen Podcast.

ist was anders.

Johanna (28:34)
Dann nehmen dann Leute eben eine Stunde beispielsweise ein Set auf und wir haben uns überlegt, dass das ja total cool ist auch, wenn man beispielsweise einen Zyklus verklanglicht. Sag mal so. Ich weiß es nicht.

Tom (28:46)
Ja,

ja, ja, Vertont, ja.

Johanna (28:47)
verklangt? Naja, vertont, so rum vielleicht, vertont,

genau, verklangt nicht, naja, also man vertont das. Und da war natürlich auch unser Ziel einerseits, diese Zyklus-Sichtbarkeit zu schaffen und andererseits über Musik auch so ein Zyklus nachempfinden zu lassen. das war so unser kleines Modell. genau, wir versuchen es jetzt ohne Musik, dafür aber nehmen wir uns eben diese Jahreszeiten ran.

Tom (29:04)
Hm?

Johanna (29:14)
Deswegen, Tom, darfst du dich jetzt mal in den Winter begeben? Und mich würde interessieren, wie fühlst du dich im Winter?

Tom (29:18)
Hmm…

Ja.

Wie fühle ich mich im Winter? Also der Winter. Ich sollte mir jetzt zu den Jahreszeiten so bisschen was aufschreiben. Also im Winter habe ich aufgeschrieben auch Rückzug, Müdigkeit.

Johanna (29:38)
Mhm.

Tom (29:38)
Dann

so ein Verlangen nach Wärme oder sich so irgendwie einzukuscheln. Man fühlt sich aber vielleicht auch eher so ein bisschen alleine, weil die Leute sind alle drin, sind alle nicht da. Man fühlt sich vielleicht so bisschen einsam. Und man spürt so ein bisschen die Endlichkeit der Dinge. Hier bin ich sehr philosophisch geworden. Und ist vielleicht so bisschen Gedanken verloren.

Johanna (29:55)
Wow! Hoho! Ja!

Okay, genau. Du sagst da schon ganz viele Sachen, mit denen, glaube ich, auch viele ihre Menstruation beschreiben würden. Die erste Phase nämlich des Zyklus. Das finde ich nämlich auch super spannend. Tatsächlich im Zyklus wird als erster Tag der richtige Menstruation gezählt. Das heißt also, du kannst halt, nochmal dich kurz abzuholen, es ist ganz oft so, dass man vor der richtigen Regelblut

Tom (30:28)
Mhm.

Johanna (30:31)
Also wo da wirklich mit Schmackes was rauskommt, man oft so Schmierblutungen hat. Das ist dann eher so braun und weniger. Und das wird nicht gezählt als erster Tag der Menstruation, sondern wirklich das, wo frisches Blut kommt. Genau. Das ist der erste Tag deines Zyklus und damit geht der Winter sozusagen los. Das ist der Januar. Und… Also ja, wir gehen jetzt nicht die Monate durch.

Tom (30:42)
wo es richtig volle Leute losgeht. Alles klar.

Mhm. ⁓ okay. Also wir fangen so richtig Januar, Enden Winter, alles klar. Ich hab mich nämlich schon gefragt, so, hä, wieso

starten wir im Winter, nicht im Frühling? Aber …

Johanna (31:03)
Also

dein Silvesterfeuerwerk, was du sehen kannst, das ist die Menstruation. Genau. Und jetzt wirst du Silvester immer an mich denken. Feuerwerk, Periode. Genau. Also, genau, die Menstruation, erster Tag ist es.

Tom (31:05)
Hm? Ist die Menstruation. Zoll! Jetzt kann ich’s noch besser behalten.

Johanna (31:21)
Der Winter geht los und damit auch der Zyklus. Und wie du schon gesagt hast, ganz viele Menschen fühlen sich eben genauso, wie du es halt beschrieben hast. So, jetzt natürlich die Frage, woran kann das liegen? Das liegt tatsächlich daran, dass die Hormone, wie Beispiel Östrogen, Progesteron, das LH, was ich schon benannt habe und das FSH, die sind hier am Tiefpunkt.

Und zudem wird hier die Gebärmutterschleimhaut abgebaut und eben als Periode ausgeschieden. So und das passiert ja nicht einfach so auf Klick und zack, geht’s los, sondern das kostet dem Körper echt eine Menge Energie. Und diese Energie macht einen oder kann einen eben auch müde und schlapp machen. So, das ist völlig normal.

Tom (31:57)
Mhm.

Johanna (32:05)
Es ist ja irgendwie spannend, dann so zu überlegen, was kann ich jetzt machen? Wie kann ich meinen Körper unterstützen in dieser Phase? Und da liegt es auf der Hand, dass man sich eben Pausen baut im Alltag. Und weiß ich nicht, selbst einfach mal eine kleine Atemübung auf der Toilette kann halt irgendwie helfen, die man eben bei mir macht.

Tom (32:15)
Mhm.

Johanna (32:23)
Oder man sucht sich andererseits Unterstützung, also bei Erledigung von Aufgaben durch eine andere Person. Das kann halt auch super nützlich sein. Aber wir wissen jetzt ja auch alle, wie die Realität aussieht. Wenn wir jetzt in unserem Berufsalltag sind, ist Pause machen mal eben ja auch nicht irgendwie so leicht.

Tom (32:37)
Hm?

Johanna (32:41)
Genau, und trotzdem, wer irgendwie das Privileg hat,

im Alltag Pausen zu machen und zu holen, das ist einfach super hilfreich.

Wenn wir uns jetzt mal den Bereich von Freizeit und Beruf angucken.

es ist im Großen und Ganzen eine gute Zeit für so individuelles Arbeiten und Erledigung von Aufgaben, die vielleicht nicht ganz so körperlich herausfordernd sind. Und große soziale Events, habe ich hier noch stehen, können oft Energie rauber sein. Also ich kann da nur von mir erzählen. Ich hasse es in dem Moment, wenn ich meine Feriode habe, in so einem Meeting zu sitzen mit ganz vielen Menschen und da irgendwas präsentieren zu müssen. Schrecklich so. Während man hingegen auf der anderen Seite das

Tom (33:06)
Mhm.

Mh. Mhm.

Johanna (33:23)
Phänomenz, der Phänomenz, ⁓

Tom (33:29)
Krass. Also das

ist schon wirklich so, man kann sich das wirklich so bisschen wie ein Winter vorstellen, wo man sich so ein bisschen in eine Decke hüllt und ein bisschen

Johanna (33:38)
Was kann man jetzt als L.I. Ich glaube, das sind jetzt auch wieder so pauschale Aussagen. Vielleicht will man noch einfach in Ruhe gelassen werden in der Phase. Aber ich persönlich finde es einfach schön, wenn mir jemand anderes eine Wärmflasche macht oder das Tensgerät aufklebt oder, weiß ich nicht, mich daran erinnert, dass man baden kann oder Schmerzmedikamente besorgt.

eine Massage bekommt oder Essen kochen oder was weiß ich. Ich glaube wichtig ist es immer die Person zu fragen, die jetzt gerade menstruiert, wie kann man ihr helfen, weil manchmal möchte sie vielleicht auch einfach in Ruhe gelassen werden. ja, also man muss da nicht alleine durch und wenn man Unterstützung einfordern kann, dann kann das auch echt sehr sehr hilfreich sein.

Tom (34:08)
Mhm. Mhm.

Mmh.

Johanna (34:24)
Okay Tom, was kommt nach dem Winter?

Tom (34:27)
der Frühling.

Johanna (34:29)
Und kannst du dir auch herleiten, welche Phase das jetzt ist, wenn wir von den vier Phasen ausgehen? Nach der Menstruation. Kannst du dich erinnern?

Tom (34:41)
Der Folikelphase. Hab ich richtig ausgesprochen? Ja. Und das hab ich, ohne noch mal hinzuscrollen, wusste ich das jetzt. Genau, da hab ich mir natürlich auch, weil ich ja vorbildlicher Schüler hier immer wieder, hab ich mir natürlich auch was aufgeschrieben. Da bin ich mir, hm, mal gucken, ob das auch passt. Also, hab Frühjahrsmüdigkeit aufgeschrieben. Dann aber auch Euphorie, dass man so bereit ist für was Neues.

Johanna (34:44)
Ja, die Volligelfase. Ja, ist richtig.

Tom (35:08)
dass man Dinge startet und vielleicht aber auch so bisschen ungeduld, weil man jetzt möchte, das weiß ich nicht so. Frühling habe ich mir vorgestellt, man ist so bisschen ungeduldig, dass endlich der Sommer kommt. Ja, ob das jetzt passt, weiß ich nicht. du? Das habe ich, werfe ich dir hin? Sag

Johanna (35:19)
Aha, ja.

Das weiß ich auch nicht.

Oftmals berichten Menschen mit einem Zyklus davon, dass sie sich in dieser Phase, in der Follikelphase, glücklicher fühlen und optimistischer, dass eben das Selbstbewusstsein wieder gesteigert wird und auch die körperliche Kraft damit der ganze Gemütszustand eigentlich wieder angenehmer ist.

die Hormone, die steigen nämlich jetzt wieder an. Wir haben wieder mehr Serotonin und Dopamin in uns und auch ganz toll für den Körper. Jetzt wird die Gebärmutterschleimhaut wieder aufgebaut. Das heißt also, dass der Körper sich auf eine mögliche Befruchtung vorbereitet. Genau. Ja, ja, ja,

das heißt also, wir haben es ja vorhin schon gehört, das FSH, das lässt die Eizellen natürlich steigt auch wieder unser Östogen an und fördert damit den Schleimhautaufbau. Das wiederum hat natürlich auch wieder Auswirkungen auf unser Gehirn, denn das, so sagen Forscher, steigert die geistige Leistungsfähigkeit. Also es kann passieren. Ich jetzt nicht, ob das bei allen Menschen so ist,

Tom (36:23)
Mhm.

Johanna (36:31)
kenne das von mir auch, dass ich aus so einer Periodenphase rauskomme, wirklich wie so ein schlurfendes Etwas. Und dann mit einem Mal stehe ich da vor meiner Schulklasse und denke mir, uah ja, Mensch, der Unterricht, den du heute gemacht hast, war richtig gut.

Tom (36:49)
Ja.

Johanna (36:51)
Und dass man dann auch einfach viel besser auf die Gespräche mit den Kindern eingehen kann. Oder auch in meinem Freundeskreis habe ich das Gefühl, ich bin wieder viel wacher und kann da sein und wirklich zuhören. Das ist auf jeden Fall

Durch die gewonnene Energie in dieser Phase können wir das natürlich auch in unserer Freizeit oder auch im Beruf gut nutzen. Denn wir haben meistens mehr Energie und wir haben dadurch auch ein zurückgekehrtes Selbstvertrauen. Und das ist natürlich richtig cool, wenn man mal Lust hat auf eine schöne Gruppenarbeit oder ein Teamprojekt oder einfach mal großes Brainstorming machen möchte oder in den Austausch mit Kollegen gehen möchte oder Bewerbung macht oder, oder, oder. Also ich glaube…

Genau, es ist einfach gut, ⁓ Sachen durchzuführen, an dem man vielleicht auch im Mittelpunkt stehen muss, möchte, wie auch immer. Genau, Freizeit. Ich stelle mir das ganz nett vor für Dating. Weiß ich nicht, habe ich jetzt selber die Erfahrungen nicht gemacht, aber kann mir vorstellen, dass das vielleicht ganz gut funktionieren könnte. Und genauso wie halt neue Hobbys ausprobieren, Menschen treffen. Ja.

Tom (37:40)
Hmm…

Johanna (38:01)
Alles fällt, glaube ich, bisschen leichter, was so in die ganze soziale Interaktion geht.

Tom (38:07)
Also tatsächlich, wie man sich so ein Frühling dann, auch wenn man den Frühling mag, so vorstellt, das erwacht alles so bisschen. Man hat so Bock auf Dinge. Na krass. ich… Ja, ja, ja, na klar.

Johanna (38:11)
Ja.

Ja, würde ich mal so sagen. Wenn wir jetzt in unserem Schubladen weiterdenken, genau, aber das machen wir ja jetzt.

hier auch noch mal das Thema, was kann ich als L.I. machen? Also, es ist ja nur so, wenn ich jetzt stereotypmäßig viel Energie und Mut habe, dann entstehen ja auch vielleicht viele Pläne, die ich vorhabe. Ich bin da ganz schlimm, sag ich dir, wie es ist. Mein Terminplaner, der …

ist von einem Tag auf den anderen explodierter, weil ich mir denke in meiner Folieke-Phase, da hab ich ja Zeit für euch, das kann ich machen, das kann ich machen, schaff ich, ich hab Energie ohne Ende, das krieg ich alles erledigt. Und das ist natürlich total dumm, denn ich pack mir natürlich dann auch, wenn ich nicht aufpasse, Termine und Aufgaben in die Lothialphase.

Tom (38:51)
Mhm.

Johanna (39:03)
Weil ich denke, ich schaff das dann. Das ist natürlich total dumm. Das heißt, was kann ich als L.I. machen? Wenn ich jetzt sage, hey, möchtest du die Aufgabe nehmen, dass wir vielleicht mal kurz einen Check machen? So, Johanna? Passt das. Guck noch mal kurz nach. Also, ich will niemanden ausbremsen, aber vielleicht kann man einfach noch mal kurz so, hey, noch mal Check-in machen. Passt das gerade? Also passt das gerade mit deinem Plan zusammen? Auch in zwei Wochen

Tom (39:17)
Mhm.

Johanna (39:29)
Also mir persönlich hilft Andere können sich natürlich auch auf den Schlips getreten fühlen, weil, wie gesagt, das auch so ein Ausbremsen sein kann. Genau. Ja.

Tom (39:33)
Wollte ich gerade sagen, nimmst du das dann an, weil ich wäre wahrscheinlich

unausstehlich, du sagen würdest, was? Natürlich kann ich das.

Johanna (39:42)
Mh-hm-hm-hm-hm.

Genau, also ich habe mir tatsächlich auch irgendwann angefangen, meinen Terminplaner meine Phasen zu

das zum Beispiel, kalenderwoche 23 markiere ich mir rot, weil ich weiß, da habe ich meine Menstruation. Und kalenderwoche davor und davor markiere ich mir orange, weil ich weiß, da ist mal eine Lutealfase und das könnte vielleicht auch stimmungsmäßig schwierig werden. Dann habe ich aber auch

Tom (40:07)
Mhm.

Johanna (40:09)
davor die Woche irgendwie gelb markiert und davor die Woche grün markiert, dass ich einfach weiß, wo bin ich da in welcher Phase.

Und es ist natürlich für meinen Partner auch einfach nett zu wissen, wann das so ist. Und wenn der das dann im Kalender sieht, kann er da auch viele Dinge besser verstehen und ist da bisschen rücksichtsvoller.

Tom (40:16)
Mhm.

Johanna (40:28)
Okay, Tom. Jetzt haben wir den Frühling geschafft, Halbzeit. Und wie gesagt, jetzt kommt der Sommer mit dem Eisprung. Und eigentlich ist dieser Eisprung ja wirklich ein Moment, beziehungsweise eine wirklich kurze Phase. Aber wir schauen uns das jetzt trotzdem mal an.

Tom (40:32)
Hmhmhm.

Mmh.

Johanna (40:47)
Und starten wir damit, wie du dich im Sommer so fühlst.

Tom (40:50)
So, was habe ich mir da aufgeschrieben? Ein Wohlgefühl, aber eigentlich auch nicht immer. Also muss ich auch wirklich sagen, beim Sommer habe ich ein bisschen gefakt, weil ich finde den Sommer ja gar nicht so toll. Also da falle ich vielleicht auch. Ja, genau, man schwitzt. Ich habe hier, was ich auch Lügner bin, ich Zufriedenheit habe ich aufgeschrieben. Ich wollte auf jeden Fall guter Schüler sein. wollte die richtigen, genau, ich wollte für die Lehrerin die richtigen Antworten aufschreien.

Johanna (40:54)
Hmhm.

Man schwitzt.

Ich will dir gefallen!

Tom (41:19)
Also frei, ⁓ Gott, das ein Punch. Freiheit, klar.

Johanna (41:25)
Hahahaha

Tom (41:29)
Ungezwungen.

Johanna (41:29)
Das sehe ich, wenn du mit deinem wallenden Haar auf dem Fahrrad sitzt

und dich frei fühlst.

Tom (41:35)
Ja, und

ich kann das überhaupt nicht vorlesen. Offen und impulsiv. Gar nicht. Bin ich überhaupt nicht. Gar nicht bin ich das im Sommer. Im Sommer bin ich, ey, ist zu heiß, ich hab keinen Bock, ich will wieder, ich will jetzt Herbst, ich will Regen. Ja, genau, funktioniert, da funktioniert das Modell leider nicht für mich, aber ich wollte natürlich.

Johanna (41:50)
Ja!

Die Leute sitzen draußen in den Spätis, mir alles zu laut.

Tom (42:05)
Ich dachte mir, was will sie jetzt wohl hören? Und da habe ich das aufgeschrieben. Ja, genau.

Johanna (42:09)
Hast du den People Pleasing Knopf mal kurz

ja, ich würde mal sagen, eigentlich hast du das schon meisten Menschen, ja.

Tom (42:18)
Halt nicht für mich, aber

wenn ich jetzt ein normaler Mensch wäre, toll der Sommer. Der Höhepunkt.

Johanna (42:25)
Toll, der Sommer. Genau. Dann würdest du dich

wach fühlen und stark und gesund und selbstbewusst und… genau. All das führt natürlich dazu, dass du gesprächiger bist und kontaktfreundiger. Ist das nicht so?

Tom (42:31)
Natürlich.

Mhm. Du solltest wirklich, ja, also alle Leute, die

mich im Sommer kennen, denken jetzt, ja, halt die Fresse. Überhaupt gar nicht. Mhm. Ja, natürlich, so bin ich im Sommer. Offen und impulsiv.

Johanna (42:45)
Haha

das würde bei dir natürlich auch daran liegen, dass deine Hormone, nämlich zum Beispiel Östrogen und Testosteron, das FSH und das LH jetzt wieder auf dem Höchststand sind. Das heißt also, dein Eisprung findet statt und dein Körper, deiner Tom, der ist jetzt fruchtbar.

Tom (42:57)
Hm?

Mhm.

Wuhu!

Johanna (43:15)
Das heißt

also, die Eizelle wandert jetzt in den Eyeliner und kann befruchtet werden. Juhu! So, auch unser Zerwächs-Schein verändert sich hier. Der wird dünn, der wird klar und er wird tatsächlich sehr, sehr dehnbar. So, und das fördert am Ende hier natürlich den Komfort für die Spermienbewegung.

Tom (43:34)
Ja,

Johanna (43:37)
Wir haben ja schon gesagt, dass man hier vielleicht besonders selbstbewusst sein kann, deswegen wird diese Phase auch die Strahlphase genannt, denn es kann sein, dass das Charisma besonders hoch ist. Das heißt also, wenn ich beruflich jetzt das aussuchen kann mir, dann ist es eine Präsentation zu halten oder Verhandlungen durchzuführen oder andere Aufgaben, die eben eine Menge Präsenz erfordern.

Auch hier wieder gut geeignet für Teamarbeit oder für Führungsgespräche. das Gleiche ist natürlich auch auf den sozialen anzuwenden. Das heißt, ist eine besonders gute Zeit für soziale Aktivitäten oder fürs Kennenlernen neuer Menschen oder, oder,

Was kann man da jetzt allein machen? Die Energie und die Motivation ist natürlich auch hier wieder hoch, wie in der Phase davor. Das heißt, man hat hier auch wieder diese Gefahr, zu übernehmen. Hier gleiches Thema.

kann hier wieder so einen kleinen Check-in machen. Sollte das natürlich aber vielleicht auch in Rücksprache mit der Person tun.

Genau, so, das war jetzt hier durchgerattert der Sommer, die Opulationsphase oder auch Eisprungphase

kommen wir jetzt auch schon zur letzten Phase unseres Jahreszeitmodells, zum Herbst, der Luthier-Phase.

Tom (45:02)
Okay,

bevor ich jetzt meine Wörter für den Herbst vorlese, hab ich das richtig verstanden. ist der Sommer, den darf man sich jetzt nicht wie eine Jahreszeit vorstellen. Der ist kurz. Ist ein kurzer Sommer. Also die Phase ist eher eine kurze Phase. ⁓ Alles klar. Ist das die Phase, wo man sich sexy fühlt?

Johanna (45:17)
Ja, die Phase ist eine kurze Phase und…

Ja, da sollst du dich sexy fühlen, bitte. Und jeder, der das nicht macht, hat ein Problem. Ja.

Tom (45:26)
⁓ Ja, willkommen in meinem Leben. Ich fühl mich im Sommer auch nicht

Also für den Herbst habe ich jetzt… Den Herbst fühle ich total. Also der Herbst ist meine Phase, da bin ich gemütlich, da möchte ich kuscheln. Ähm, dann ziehe ich mich aber vielleicht auch so ein bisschen zurück und pack mich so ein bisschen ein. Könnte aber auch in Richtung… Ich bin vielleicht ein bisschen wehmütig, so das Jahr ist vorbei, der Sommer ist vorbei.

Und ich habe so Gefühl davon, dass ich Dinge abschließe oder beende.

Johanna (46:01)
Ja, finde ich super. Das heißt …

Tom (46:02)
Hm. Ja, sag ich ja, den Herbst fühl ich. Der Sommer ist nicht meins. Aber den

Herbst fühl ich.

Johanna (46:09)
Ja, aber ich… Mir geht’s da genauso.

Also

wir sind nicht mehr im September und im Oktober ist eher so der Ende November-Herbst, oder Anfang Dezember-Herbst, so irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes. Und viele verspüren hier einfach eine große Müdigkeit, sind betrübter, sie haben ein großes Bedürfnis nach Ruhe und Rückzug. Liegt daran, dass eben die Hormone wieder sinken. So vor allem das Östrogen. Was aber gleichzeitig steigt, ist das Progesteron. Und das hat tatsächlich, das finde ich ganz spannend,

Tom (46:18)
Mhm.

Johanna (46:41)
praktischen Hintergrund. Denn das Progesteron wird auch als Nestbauhormon bezeichnet und soll versuchen, dein natürlich befruchtetes Ei zu schützen. Also wir gehen jetzt, der Körper geht erstmal davon aus, du bist schwanger, auf jeden Fall bist du schwanger. Dieses befruchtete Ei, das schützen wir jetzt und das passiert durch dieses Nestbauhormon. Der Körper, will nämlich Risiken jetzt vermeiden. Das heißt also, sollst dazu gebracht werden, dass du

Tom (46:43)
Mhm.

Mhm.

Mhm.

Johanna (47:11)
keine Kletterparkausflüge mehr machst. Dein Fokus soll jetzt auf Sicherheit und Nestbau sein. Dafür sorgt das Progesteron.

Tom (47:13)
Hm. Mhm.

Johanna (47:19)
Ja, also eigentlich ist er total schlau von der Natur gemacht, kann aber natürlich auch ätzend sein, genau. Und passt halt, wo wir wieder bei der Gesellschaftskritik sind, passt halt überhaupt nicht rein in dieses System, dass wir immer leistungsorientiert sind und immer abliefern müssen. Weil eigentlich ist das die Phase, wo der Körper halt nach Ruhe ruft und nach Sicherheit und man eben auch wieder in so, ja, für sich gekehrter Leben mag. Nicht alle.

Tom (47:23)
Jaja, die hatten Plan.

Mhm. Mhm.

Mhm.

Johanna (47:49)
viele halt.

Also eigentlich hat es die Natur total schlau eingerichtet. Was da jetzt noch so passiert ist, der Eissprung ist vorbei, das Ei verlässt den Eierstock und der Gelbkörper, das heißt also das der verbleibende Follikel des Eis, das produziert jetzt das Progesteron. Deswegen wird diese Phase übrigens auch Gelbkörperphase genannt.

Tom (48:14)
Mhm.

Johanna (48:14)
Kleine Nebeninfo. Und das Progesteron sorgt eben dafür, dass die Gebärmutterschleimhaut sich verdickt, ⁓ eine befruchtete Eizelle aufzunehmen.

Sollte jetzt aber keine Befruchtung stattgefunden haben, was ja meistens der Fall ist, dann sinkt der Progesteronspiegel am Ende des Zyklus und der Phase wieder und führt damit zur Ablösung der Gebärmutterschleimhaut. Das heißt also, die Menstruation beginnt dann und der Zyklus startet von vorn. So, das ist erstmal so ganz grob, was da passiert.

Tom (48:30)
Hmm?

Johanna (48:47)
wir haben ja jetzt schon oft darüber gesprochen, dass man in dieser Phase eben Stimmungstief empfinden kann oder besonders reizbar ist oder auch eine Erschöpfung hat. Und genau, dahinter steckt einfach das prämenstruelle Syndrom oder auch PMS abgekürzt. Viele Menschen haben das in dieser Phase, aber eben auch nicht alle.

Tom (49:05)
Mh.

Johanna (49:06)
Was es übrigens noch gibt, das ist das prämenstruelle dysphorische Störung. Das ist wie so eine Steigerung oder schwere Form von PMS. Das innelt tatsächlich in der Depression und kann wirklich massiven Einfluss auf den Alltag und das Wohlbefinden haben. Das heißt, du kannst wirklich in dieser Phase vor deiner Periode

Tom (49:18)
Mhm.

Johanna (49:30)
so schlimme Empfindungen oder Traurigkeit verspüren, dass es wirklich wie einer normalen Depression gleicht. Das ist auf jeden Fall noch ein neues Thema, dem auf jeden Fall auch noch jede Menge Aufmerksamkeit fehlt, wo man auch noch nachbohren kann, was wir vielleicht auch noch einer anderen Folge machen können. Deswegen fand es jetzt wichtig, das hier auf jeden Fall schon mal zu erwähnen.

Tom (49:53)
Mhm.

Johanna (49:57)
Freizeit und Beruf. So, wir kommen hier nämlich auch jetzt langsam wieder zurück, dass wir den Fokus eher bei uns haben. Das heißt also, dass eine Routine, also Sachen, die wir routiniert machen können, einfach einfacher laufen. Mir hilft es immer total gut, wenn ich arbeite, dass ich einfach wirklich sehe, was muss ich machen, was habe ich geschafft. Projekte zu Ende bringen, ist hier eine schöne Sache. Oder

Generell einfach Sachen, die ich für mich organisieren kann und jetzt nicht unbedingt mit ganz fehlenden teilen muss. Genau, ja. Wie ist es mit der Energie am Anfang von dieser Phase? Ist man eben oft noch produktiv und am Ende eben nicht mehr. Das heißt, ganzen Termine sollte man vielleicht nicht unbedingt am Ende der LUT-L-Phase haben, damit man dort wirklich Zeit für sich hat und eben schon Erholung einplanen kann.

Tom (50:40)
Mhm.

Johanna (50:51)
Genau, ist ja ähnlich ist es dann auch mit diesen, mit so Sachen, du in der Freizeit machen kannst. ich glaube, alles was dir gut tut und irgendwie eine Self-Care bringen kann, ist gut. So.

Und schwieriger sein können einfach die großen sozialen Events. Was ich für mich wichtig finde, ist, dass ich hier in dieser Phase schon mal mich vorbereite auf meine nächste Phase, die Menstruation. Und dementsprechend beispielsweise schon mal Sachen vorkoche oder einkaufe oder den Haushalt so bisschen organisiere. Und eben auch hier schon darauf achte, dass ich nicht mich auspauere, sondern eben auch auf Ruhephasen achte.

Ja, wie ist es so als Ally? Man kann natürlich die Einkäufe auch erledigen oder das Vorkochen abnehmen. Man kann die Medikamente checken, wenn es jetzt hier Schmerzmittel oder Wärmepflaster oder sowas geht, dass man das schon mal besorgt. Man kann einfach mal fragen, wie es einem geht, zuhören, Raum geben für Rückzug.

Tom (51:32)
Mhm. Ja.

Johanna (51:55)
Und ja, vielleicht einfach da sein und Verständnis zeigen und keinen Druck auslösen, dass das Bad jetzt noch geputzt werden muss. Genau. Tom, das ist jetzt alles ganz schön glaube, was voll wichtig ist hier nochmal als Abschluss zu sagen.

Tom (52:03)
Mhm.

Ja.

Johanna (52:14)
Die Realität sieht natürlich anders aus. Man kann echt schwierig alles umsetzen, gerade wenn man in anderen Lebensphasen ist und ein Kind hat, zwei Kinder hat, acht Hunde hat, einen Vollzeitjob hat oder im Studium mit Prüfungen steckt. Man muss auch gar nicht alles umsetzen. glaube, was man vielleicht so bisschen im Hinterkopf behalten kann, ist, dass man einfach mal guckt, in welcher Phase ist vielleicht der größte Mangel, wo habe ich das größte Bedürfnis, was zu ändern.

Und dann pick ich mir eine Sache raus, die ich ändere, so dass ich einfach mal gucke, beispielsweise ich nehme mir jetzt einfach mal vor, vor zu kochen, damit ich das habe. Und dann reicht das. Und dann nehme ich im nächsten Zyklus vielleicht noch eine andere Veränderung dazu. Da nehme ich mir dann vielleicht vor, mal das Training irgendwie anzupassen. Und dann gucke ich mal, wie das läuft und nehme mir im übernächsten Zyklus vor, vielleicht an der Ernährung so ein bisschen was rumzuschrauben.

Tom (52:53)
Mhm.

Johanna (53:11)
Ich glaube, wenn man jetzt alles so gehört hat und sich jetzt denkt, ich muss jetzt alles umsetzen, dann erschlägt das, glaube ich, eher, löst totalen Druck aus und das bringt uns ja auch nicht weiter.

Tom (53:14)
Mhm. Ja, ja.

Nee, genau, das wär so ein Riesenberg. Den muss man nicht auf einmal

Johanna (53:25)
Ja, also viel, viel Wissen und viel, viel Schubladen natürlich auch, die wir hier bedienen. Noch mal kurz das zurückerinnern. Es ist ein Modell, es haut nicht immer hin und natürlich sind auch die Sachen, die ich da beschrieben habe, überhaupt nicht schablonmäßig auf jeder Mensch zu irgendeiner Person jetzt zurückzuführen.

Tom (53:33)
Mhm.

Mhm.

das war bestimmt viel. Ich sehe aber auch schon, und da kommen wir schon auf meinen kleinen Verabschiedungstext hier, dass wir da vielleicht die ein oder andere Infografik auf Instagram vielleicht für euch haben, das dann noch mal visuell zu Und da wären wir auch schon dabei, dass ihr könnt uns sowieso unterstützen, indem ihr vielleicht uns auf Instagram

Und dass ihr beim Podcast ein Abo dalasst, dass ihr das bewertet, weil wir als kleiner Podcast und vor allem auch mit diesem Thema natürlich immer so bisschen verschwinden und der Algorithmus ist nicht unser bester Freund, deswegen müsst ihr unsere besten Freunde werden und uns da helfen und so bisschen pushen. Also liken, teilen, kommentieren und die Glocke aktivieren.

Johanna (54:28)
Mhm, genau.

Tom (54:31)
Okay, Johanna Folge 5 haben wir im Kasten und ich sag Tschüss.

Johanna (54:32)
Mhm. Mhm. Ja.

Oder auch Folge 6,

wir

Tom (54:39)
Bis bald. Macht’s gut.

Johanna (54:39)
Bis bald.